Stephen Shore – The private World of Ingmar Bergman

28. Januar 2011

Die Deutsche Film-und Fernsehakademie Berlin (dffb) eröffnet pünktlich zur Berlinale ab dem 7. Februar die Türen ihres Cafes im 9. Stock des Filmhauses für eine außergewöhnliche Ausstellung: Der amerikanische Fotograf Stephen Shore zeigt in der dffb zwölf Fotografien, die er nach Ingmar Bergmans Tod 2007 in dessen Haus auf der Insel Fårö gemacht hat. Die Bilder, die einen Einblick in die Privatsphäre des weltberühmten schwedischen Regisseurs geben, dem die 61. Berlinale in diesem Jahr ihre große Perspektive und die Deutsche Kinemathek eine Ausstellung widmet, werden zum ersten Mal überhaupt ausgestellt.

Das Haus und die Insel spielten in Ingmar Bergmans Leben eine große Rolle. Bergman betrat 1960 zum ersten Mal die kleine Insel Fårö an der Nordspitze von Gotland, als er auf der Suche nach einem Drehort für seinen Film „Wie in einem Spiegel“ war. 1967 baute er sich auf Fårö das Haus, das zunächst als Ferienhaus in den Sommermonaten diente, in dem er dann aber immer mehr Zeit verbrachte, bis er im Sommer 2007 dort starb.

Für Bergman war Fårö ein Ort der Zuflucht und Inspiration. Er drehte mehrere Filme auf der Insel („Schande“, „Persona“, „Passion“ und auch Teile von „Szenen einer Ehe“), schrieb dort Drehbücher, sah sich in der zum Kino umgebauten Scheune Filme an und zog sich zum Ende seines Lebens ganz dorthin zurück.

Stephen Shore wurde nach dem Tod Bergmans beauftragt, das Innere des Hauses sowie die Umgebung zu fotografieren Anschließend sollte das Haus an den Meistbietenden, so hat es Bergman selbst verfügt, verkauft werden. Die einzigartigen Bilder von Stephen Shore bieten einen intimen Einblick in das Wohnen und Leben von Ingmar Bergman und fangen die Einfachheit und ruhige Atmosphäre des Hauses eindrucksvoll ein.

Der Amerikaner Stephen Shore ist ein der bedeutendsten zeitgenössischen Fotografen. Er begann in den frühen siebziger Jahren auf langen Reisen durch die amerikanische Provinz Städte und Landschaften im Großformat zu fotografieren. Seine erste große Einzelausstellung hatte er schon 1976 im Museum of Modern Art in New York. Er ist bis heute einer der einflussreichsten amerikanischen Farbfotografen. Er wird in Berlin von der Galerie Sprüth Magers vertreten, wo seine Solo-Ausstellung Uncommon Places zuletzt gezeigt wurde.

Stephen Shore – The Private World of Ingmar Bergman
ab 7.02.2011
Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin
Dffb-Café/Helene-Schwarz-Café, 9. Stock
Mo.- Fr. 10.00 bis 17.00 Uhr

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PM Stephen Shore