dffb-Werkschau: Ins Kino!

09. September 2010

Zum zweiten Mal lädt die dffb zum Filmfestival ein.

Nach dem großen Erfolg der ersten Werkschau lädt die dffb wieder zu ihrem Filmfestival ins Filmhaus am Potsdamer Platz ein. Am Freitag, den 24. September und Samstag, den 25. September sind ab 12 Uhr in beiden Arsenal-Kinos und dem dffb-Kino Filme aus den letzten beiden Jahren zu sehen, aber auch Filmschätze, die in den 80er und 90er Jahren an der traditionsreichen dffb entstanden sind.
An zwei Tagen zeigt die Berliner Filmhochschule über 70 Filme - und das bei freiem Eintritt.

Dreißig Kurzfilme in acht Programmblöcken, Dokumentar- und viele Spielfilme, die teilweise auch in den Kinos zu sehen waren, laden dazu ein, auf eine cineastische Entdeckungsreise zu gehen.
Ein Höhepunkt des Festivals wird sicher auch das Filmgespräch mit dem bekannten Dokumentarfilmer Andres Veiel am 24. September und die Verleihung des Helene-Schwarz-Preises am 25. September sein.

Zu sehen ist unter anderem SCHWERKRAFT von Maximilian Erlenwein, der Anfang des Jahres gleich vier Max-Ophüls-Preise in Saarbrücken abgeräumt hat mit Fabian Hinrichs als anarchistischem Bankangestellten und Jürgen Vogel als Ex-Knacki. (24.9., 20 Uhr, Arsenal 1)

DAVID WANTS TO FLY von David Sieveking lief bereits sehr erfolgreich auf der diesjährigen Berlinale. Davids Suche nach Inspiration führt ihn zu seinem großen Vorbild David Lynch und zur Transzendentalen Meditation, zu der der legendäre Regisseur persönlich rät. (25.9., 17:15 Uhr, Arsenal 1)

THE BOY WHO WOULDN’T KILL von Linus de Paoli lief in der Perspektive Deutsches Kino auf der Berlinale. Eine ungewöhnliche Coming-Of-Age-Geschichte im Italo-Western-Gewand mit einem jungen Mann auf der Suche nach Freiheit. (24.9., 15:30 Uhr, Arsenal 1)

Für seinen Dokumentarfilm PETER ZADEK INSZENIERT PEER GYNT hat Alexander Nanau den Theaterregisseur Peter Zadek bei seiner Inszenierung von Ibsens Peer Gynt am Berliner Ensemble begleitet. (24.9., 12 Uhr, Arsenal 2)

Immer wieder entstehen in Seminaren nicht nur kurze Übungen, sondern auch Filme. So auch in einem Seminar des ungarischen Filmregisseurs Bela Tarr: 1000 MEILEN VON TASCHKENT von Katharina Wyss erzählt von einem jungen Paar aus Kiew und Taschkent, das in Berlin neu anfangen will. FAUST. DER TRAGÖDIE ERSTER TEIL von IJ. Biermann zeigt Goethes „Faust“, wie Sie ihn noch nicht gesehen haben. (24.9., 17:15 Uhr und 18:15 Uhr, Arsenal 1)

Seit 2008 gibt es eine Zusammenarbeit mit dem Fernsehsender Arte, bei der jedes Jahr zehn fünfminütige Kurzfilme zu einem bestimmten Thema hergestellt werden. Wir zeigen die zehn „Arte-Filme“ aus dem Jahr 2009 zum Thema „Leben lernen“, darunter KOKON von Till Kleinert und Tom Akinleminu, der im letzten Jahr mit dem Deutschen Kurzfilmpreis in Gold ausgezeichnet wurde. (24.9., 17:15 Uhr, Arsenal 2)

Rückschau 80er und 90er Jahre
Ergänzt wird das Programm durch eine Rückschau mit dffb-Filmen der 80er und 90er Jahre, die sehenswert sind, aber in Berlin und anderswo viel zu selten gezeigt wurden. Eine gute Gelegenheit also, Filme im dffb-Kino wieder zu sehen oder erstmalig zu entdecken.

So hat Uli Schüppel in seinem Film THE ROAD TO GOD KNOWS WHERE 1989 Nick Cave & The Bad Seeds auf einer seiner Konzerttourneen durch die USA begleitet.
In VERHÄNGNIS/FATE, dem mit dem Deutschen Filmpreis in Silber ausgezeichneten Film von Fred Kelemen, kreuzen sich in einer Nacht die Wege von Menschen, die alle auf der trostlosen Suche nach etwas Glück sind.
SOLINGER RUDI von Dietmar Klein erzählt aus dem Leben von Rudi Kowatsch, einem echten Berliner Original, der sich nicht unterkriegen lässt. Als ewiger Verlierer, von seiner Frau verlassen, ohne Job und Perspektive bekommt sein Leben als Straßenverkäufer für Solinger Messer ganz neuen Schwung.
In DIE LEGENDE VOM NIL - PAUL KLEE in ÄGYPTEN wandelt Regisseur und Kameramann Rüdiger Sünner auf den Spuren von Paul Klee nach Kairo, Luxor und Assuan.
WHEELS AND DEALS von Michael Hammon zeigt Soweto, 1991, mitten im Umbruch. BT muss sich entscheiden zwischen einem ehrlichen Leben und den Versuchungen der Machenschaften des Syndikats.

Filmgespräch mit Andres Veiel am 24. September
Am Freitag, den 24. September um 21:45 Uhr, findet im Arsenal Kino 1 ein Filmgespräch mit dem Dokumentarfilmregisseur und Autor Andres Veiel (BLACK BOX, DIE SPIELWÜTIGEN, DER KICK) statt, der gerade seinen ersten Spielfilm abgedreht hat. Andres Veiel hat an der dffb schon einige Dokumentarfilme von der ersten Idee bis hin zum fertigen Film betreut, beispielsweise SOLLBRUCHSTELLE von Eva Stotz, der mit dem Deutschen Fernsehpreis 2009 (Förderpreis) ausgezeichnet wurde (25.9., 17:15 Uhr Arsenal 2).

Helene-Schwarz-Preis-Verleihung am 25. September
Am Samstag, den 25. September um 19 Uhr, wird im Arsenal Kino 1 der Helene-Schwarz-Preis für eine besondere Regieleistung an eine(n) dffb-Studenten/in verliehen.
Selbst gerade mit dem Ehrenpreis der First-Steps-Awards ausgezeichnet, verleiht Helene Schwarz zusammen mit einer Gruppe von Freunden und Förderern (u.a. Chris Kraus, Rosa von Praunheim, Hans-Helmut Prinzler…) zum dritten Mal einen Nachwuchspreis an eine(n) junge(n) Filmemacher/in. Der Preis wurde 2006 ins Leben gerufen, um das Engagement von Helene Schwarz für junge Filmemacher/innen zu unterstützen.

Die dffb ist im Filmhaus direkt an der Potsdamer Straße 2 gelegen. Die Arsenal-Kinos befinden sich im Untergeschoss, das dffb-Kino ganz oben im 9. Stock. Vom S + U-Bahnhof Potsdamer Platz führt der Boulevard der Stars bis an die Tür des Filmhauses. Der rote Teppich ist also bereits ausgerollt. Auf ins Kino!

Pressemitteilung als pdf dffb Werkschau