Blogeinträge im September 2011:

Theo Solnik gewinnt den Preis für junge Filmkunst für seinen Film ANNA PAVLOVA LEBT IN BERLIN

Gestern Abend wurde von den Freunden der Nationalgalerie und der Deutschen Filmakademie im Hamburger Bahnhof Museum für Gegenwart erstmals der Preis für junge Filmkunst verliehen.

Den Preis gewann der dffb Student Theo Solnik für seinen Film ANNA PAVLOVA LEBT IN BERLIN. Der Film des jungen brasilianischen Regiestudenten hatte seine Uraufführung im Juni beim Filmfest München und entstand im Rahmen seines Regiestudiums an der dffb.

Der Film ist ab sofort bis Januar 2012 in einem eigens eingerichteten Projektionsraum im Hamburger Bahnhof zu sehen.

Begründung der Jury:
In seinem Film beschreibt Theo Solnik die Jugend- und Partykultur des Nachwende-Berlins, ohne konkrete Ereignisse oder Veranstaltungen zu zeigen. Im Zentrum der filmischen Erzählung steht vielmehr die schillernde Figur „Anna Pavlova“, eine junge, vitale Frau aus Russland, die mit der Kamera bei ihrer permanenten Bewegung durch Straßen, Plätze, Parks begleitet wird. In ihrer Rastlosigkeit und ihrer verzweifelten Suche nach etwas Lebensglück strahlt die Protagonistin eine Verlorenheit aus, die einerseits sehr authentisch wirkt, andererseits ganz offensichtlich konstruiert ist. Eine direkte Kontaktaufnahme mit der Kamera, sogar Dialoge mit dem Kameramann entlarven den scheinbar so dokumentarischen, ganz in schwarz-weiß angelegten Film als eine bewusste Inszenierung. In mehrfacher Weise verschränken sich im Film die Wirklichkeitsebenen bei gleich bleibender Intensität der Bilder. Diese auch hohe emotionale Qualität des Films liegt nicht zuletzt in einer, für einen jungen Filmemacher beeindruckend souveränen Handhabung der technischen Mittel. Die Kameraführung allein wechselt virtuos zwischen journalistischem Porträt und freier, poetischer Umschreibung. Als ausgesprochen künstlerisch kann schließlich die ästhetische Gesamtstruktur gelten: eine schier endlos mäandernde Erzählung aus dichten, sich immer wieder ähnelnden Großstadt-Episoden.

ANNA PAVLOVA LEBT IN BERLIN
Synopsis:
Anna Pavlova, russische Partyqueen, verkörpert das brutale Glück und die Tragödie der Berliner Partygeneration von heute. An der Grenze zwischen Wahnsinn und seltener poetischer Klarheit treibt sie durch die Strassen von Berlin und zeigt uns uns eine Seite der Nachtwelt, wie wir sie selten sehen. Ihre Existenz ist ein verzweifelter Versuch, in endlosem Glück zu leben und jene die Welt nicht zu sehen, die im Morgengrauen beginnt, wenn die Musik zu Ende ist.

Technische Daten:
Deutschland, 2011, Dokumentarfilm, 80‘, sw, HD-CAM, 29.97fps, 16:9, Stereo
Sprachen: Deutsch, Englisch, Russisch

Eine Produktion der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb).

Theo Solnik
Geboren 1981 in Sao Paulo, fing Theo Solnik im Alter von 14 Jahren an, als Schauspieler und Musiker im Theater zu arbeiten. Nach dem Philosophie- und Sozialwissenschaftenstudium an der Universität von Oslo, drehte er mehrere Kurzfilme als Regisseur und Kameramann, arbeitete als freier Journalist und Fotograf und übernahm 2004 die musikalische Leitung des 25 Stunden langen Theaterepos Os Sertões bei der international renommierten brasilianischen Theatergruppe Teatro Oficina. Seit 2006 studiert er Filmregie an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin.

Mehr Infos zu ANNA PAVLOVA LEBT IN BERLIN

Veröffentlicht am 29. September 2011

dffb- Abschlussfilm gewinnt German Independence Award beim Filmfest Oldenburg

Der Abschlussfilm von Linus und Anna de Paoli DR. KETEL hat am Samstagabend beim 18. Internationalen Filmfest Oldenburg den mit 4.000€ dotierten German Independence Award gewonnen. Der 80- minütige Spielfilm setze sich erfolgreich gegen 3 andere Produktionen im Wettbewerb durch und überzeugte die 5- köpfige Jury bestehend aus Matthew Modine, Radley Metzger, Ildi Toth Davy, Soopum Sohn und Matteo Lovadina.

In der Jurybegründung heißt es: „Ein Film, der sich traut, das Filmemachen mit einer schieren Abenteuerlust zu erkunden und sich dabei nicht scheute, Grenzen von Erzählkonventionen des Kinos zu erweitern.“

DR. KETEL spielt in einer nahen Zukunft, in der das Gesundheitswesen für den Normalbürger zu teuer geworden ist. In einer Schattenwelt aus privaten Sicherheitsunternehmen und Medikamenten-Schwarzmarkt ist auch der Philanthrop Dr. Ketel unterwegs. Dicht auf seinen Fersen: die rätselhafte Louise, für deren Rolle man niemanden geringeres als Amanda Plummer gewinnen konnte.

Mehr Infos zu DR. KETEL
und zu den Gewinnern des 18. Internationalen Filmfests Oldenburg

Veröffentlicht am 29. September 2011

Tag der offenen Tür am 08. Oktober

Wir laden herzlich ein zum Tag der offenen Tür - am Samstag, den 8. Oktober von 11 bis 18 Uhr im Filmhaus am Potsdamer Platz.

Es gibt viel zu sehen und zu erleben:

  • Führungen durch die dffb, durch das Mischtonatelier, die neue Postproduktion und die Grading Suite
  • Demonstration von Kameras und Lichtequipment
  • im Kino eine Auswahl von Filmen, die an der dffb produziert wurden
  • Demonstration der Schnitträume
  • Inszenierungsworkshops

Wer sich für ein Studium an der dffb interessiert, kann eine der mehrmals stattfindenden Studienberatungen besuchen.
Die dffb-Produktionsleiter laden außerdem zum Thema „Wie werden Filme an der dffb gemacht“ zum Gespräch ein.

Für das leibliche Wohl sorgt das Helene-Schwarz-Café. Bei hoffentlich noch schönem Wetter lässt sich auf der Terrasse der Blick auf das Sony Center genießen.

Veröffentlicht am 29. September 2011

Weltpremiere von DR. KETEL in Oldenburg

Beim 18. Internationalen Filmfestival Oldenburg (14.-18. September 2011) wird der Abschlussfilm von Linus de Paoli DR. KETEL am kommenden Wochenende seine Weltpremiere feiern und gleichzeitig im Wettbewerb um den German Independence Award konkurrieren.

Der 80 minütige Spielfilm spielt in einer nahen Zukunft, in der das Gesundheitswesen für den Normalbürger zu teuer geworden ist. In einer Schattenwelt aus privaten Sicherheitsunternehmen und Medikamenten-Schwarzmarkt ist auch der Philanthrop Dr. Ketel unterwegs. Dicht auf seinen Fersen: die rätselhafte Louise, für deren Rolle man niemanden geringeres als Amanda Plummer gewinnen konnte.

Vorführtermine beim Filmfest Oldenburg:
Samstag, 17. September 2011, 20:00 Uhr
Sonntag, 18. September 2011, 15:00 Uhr

Mehr Infos zu DR. KETEL
und zum Programm des 18. Internationalen Filmfests Oldenburg

Außerdem im Rennen um den German Indepence Award beim diesjährigen Filmfest Oldenburg: HEADSHOTS von Lawrence Tooley.

Veröffentlicht am 09. September 2011

Midpoint Workshop in Prag

Am vergangenen Wochenende ging der Midpoint Workshop des Central European Script Centers in Prag zu Ende. Sebastian Köthe (Drehbuch) und Piotr Reimer (Regie) hatten für die dffb probeweise an dem internationalen Drehbuchdevelopmentprogramm teilgenommen. Bei der abschließenden Preisverleihung errangen sie mit ihrem Projekt „Mea Culpa“ eine besondere Erwähnung im Bereich Langfilm und gewannen einen Kurs an der Columbia University in New York, in dem sie ihr Vorhaben zur Drehreife weiter entwickeln können.

Bei seinem Besuch in Prag bestätigte der Leiter der Drehbuchakademie Jochen Brunow, dass die dffb im kommenden Jahr offizieller Partner des vom MEDIA Programm geförderten Midpoint Workshops wird und dass 2012 zwei Teams aus Drehbuchautoren und /oder Regisseuren, Produzenten mit Spielfilmprojekten an den Sommerkursen teilnehmen können.

Mehr zu Midpoint

Jochen Brunow (vorne im Bild) mit Piotr Reimer und Sebastian Köthe (rechts)

Veröffentlicht am 05. September 2011