Deutscher Kurzfilmpreis Nominierung für zwei DFFB-Produktionen: THE HOUSE IN THE ENVELOPE und SPIELT KEINE ROLLE

Am 29. Oktober 2015 wird Kulturstaatsministerin Monika Grütters den Deutschen Kurzfilmpreis verleihen. Wir freuen uns sehr, dass in diesem Jahr zwei dffb-Produktionen für den renommierten Preis nominiert sind: Sanela Salketics Drama THE HOUSE IN THE ENVELOPE sowie Annika Pinskes Spielfilm SPIELT KEINE ROLLE, die beide in der Kategorie „Spielfilm 7 bis 30 Minuten“ um den Preis ins Rennen gehen.

Es werden Kurzfilme in den fünf Kategorien Experimentalfilm, Dokumentarfilm, Animationsfilm, Spielfilm bis 7 Minuten sowie Spielfilm 7 bis 30 Minuten ausgezeichnet. Des Weiteren kann ein fakultativer Sonderpreis an einen herausragenden Film mit einer Laufzeit von mehr als 30-78 Minuten vergeben werden.

Über die Filme:

THE HOUSE IN THE ENVELOPE (Regie: Sanela Salketic)

Foto: dffb

Ein Jahr nach dem Tod von Leylas Vater entscheidet sie sich, mit den gleichen Fragen wie ihr Vater vor 30 Jahren, Ihre Famile in Istanbul zu besuchen. Doch sie findet keine Antworten. Ihre Großmutter vermeidet es wie immer über Familienprobleme zu sprechen und der Großvater ist gar nicht erst da.
Leyla macht sich auf die Suche nach Ihrem Großvater. Ein gesprächiger Taxifahrer hilft ihr nicht nur dabei den Großvater zu finden, sondern teilt auch einen stillen Moment mit ihr, den es manchmal braucht um einen Menschen kennen zu lernen.

SPIELT KEINE ROLLE (Regie: Annika Pinske)

Foto: dffb

Conny (33) ist vollzeitbeschäftigt und pendelt als Bühnenbildnerin von einem Theater zum nächsten. Nach dem Tod ihres Exfreundes Hans (54) muss sie nun allein die Verantwortung für ihre gemeinsame Tochter Leo (10) übernehmen. Leo lebte seit der Trennung bei ihrem Vater und sah ihre Mutter nur selten. Anstatt sich der Situation verantwortungsvoll zu stellen, verdrängt Conny den Verlust und Leos Bedürfnisse.
Conny fehlt es an alltäglichen Ritualen um den Tagesablauf gemeinsam mit ihrer Tochter zu meistern. Hans Wohnung ist ihr fremd, genau wie ihre Tochter. Als Conny die Nerven verliert, zielt Leo mit ihrer Spielzeugpistole auf ihre Mutter. Conny spielt das Spiel mit und inszeniert einen tragischen Tod vor ihrer Tochter. Am Boden liegend realisiert Conny, dass Ernst und Spiel nun nicht mehr zu unterscheiden sind. Die mutige Geste ihrer Tochter entfacht in Conny eine Fürsorglichkeit und Liebe, die sie sich bis jetzt nicht eingestehen wollte. Für Leo schmiedet sie einen recht unkonventionellen Plan für ein gemeinsames Happy End.

Veröffentlicht am 20. Oktober 2015