Die dffb trauert um Krasimir Krumov

Am Wochenende hat uns die traurige Nachricht erreicht, dass der bulgarische Filmemacher Krasimir Krumov völlig überraschend gestorben ist. Er wurde 60 Jahre alt.

Die dffb verliert mit ihm einen langjährigen Dozenten und guten Freund, der das Profil der Schule über Jahre hinweg mitgeprägt hat. Seit fast 20 Jahren ist Krasimir Krumov jedes Jahr für zwei Regieworkshops an die dffb gekommen und hat Studenten im Grund- und Hauptstudium unterrichtet. Zahlreiche Filme sind dank seiner großartigen Unterstützung entstanden.

Krasimir Krumov hat mit seinen theoretischen und praktischen Seminaren immer auch eine Haltung vermittelt. Seine Idee des Filmemachens war geprägt von einer Unbedingtheit und Kompromisslosigkeit, die einen fast religiösen Charakter besessen hat. Filmemachen war für ihn nichts Beliebiges – es ging um die existentiellen Fragen, um die Bestimmung des Menschseins. In dieser Hinsicht war er humorlos – aber auch nur in dieser Hinsicht.

Krasimir Krumov:
„Wenn wir die Zeit als Linearität wahrnehmen, dann gibt es einen Anfang und ein Ende. Wenn wir aber in der transzendentalen Dimension der Zeit verweilen, dann gäbe es weder „Anfang“ noch „Ende“. Gerade die Kunst ermöglicht dieses transzendentale Erleben der Zeit.“

Wir alle – Studenten und Mitarbeiter - werden ihn sehr vermissen.

Unsere aufrichtige Teilnahme und Gedanken gelten seiner Familie.

Veröffentlicht am 05. August 2015