Das merkwürdige Kätzchen

Deutschland / 2013
Spielfilm / 72 min / Farbe

Regie:Ramon Zürcher
Buch: Ramon Zürcher
Kamera: Alexander Hasskerl
Producer: Silvan Zürcher, Johanna Bergel
Produktion: Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin - dffb

Die Geschwister Karin und Simon sind bei ihren Eltern und der kleinen Schwester Clara zu Besuch. Am Abend findet ein Essen mit Verwandten statt. Es ist eine wundersame Alltagswelt, die dieser Reigen von Familienszenen mit Hund und Katze in einer Berliner Altbauwohnung entwirft. Kommen und Gehen, Tun und Lassen, eine Bewegung zieht die nächste nach sich, ein Wort gibt das andere. Eine sorgfältig inszenierte Kettenreaktion von Handlungen und Sätzen. Dazwischen stumme Blicke und Nacherzählungen von Erlebtem. Selten öffnet die Kamera den Blick auf das Gesamtgeschehen, sondern assembliert aus unspektakulären Ausschnitten und Details eine aufregende Choreografie des Alltags.

“Das merkwürdige Kätzchen” spielt größtenteils im abgeschlossenen Bereich einer Elternwohnung. In diesem modellhaften Raum möchte ich einen verdichteten Kosmos kreieren, in dem hinter den alltäglichen Handlungen und Gesprächen “das Geworfen-Sein” in ein absurdes Dasein durchschimmert; in dem die Schwierigkeit, das eigene Erleben und Fühlen einem Gegenüber zu vermitteln, die Figuren immer wieder aufs Neue voneinander isoliert. Immerzu müssen sich die Figuren verhalten, um die Leere der Räume auszufüllen. Immer wieder blitzen kurze Momente des gegenseitigen Verständnisses, Erkennens und der tiefen Vertrautheit auf. Momente, in denen die pochende Leere dieser Wohnung kurz zum Schweigen kommt und die schreiende Stille den Räumen entzogen wird. Bis die Alltags-Choreografe zum Stillstand kommt - und dieser Tag zu Ende geht.

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