Violently Happy

Deutschland / 2016
Dokumentarfilm / 92 min / Farbe

Regie:Paola Calvo
Buch: Paola Calvo
Kamera: Paola Calvo
Producer: Andreas Hörl, Florian Schneider, Maren Lüthje
Produktion: lüthje schneider hörl FILM in Koproduktion mit der dffb und dem rbb

Wir leben in einer Gesellschaft die Schmerz vermeiden will - Aspirin, Paracetamol, Ibuprofen und Voltaren. Kinderspielplätze mit Gummimatten und gepolsterte Fahrradsitze. Es geht um die Komfortzone um jeden Preis. Unsere Körper werden in Watte gepackt um bloß nicht verletzt zu werden. Dieser intime Film handelt von Menschen, die angefasst werden wollen, keine Angst haben mit Schmerz und Gewalt zu experimentieren und nebenbei am liebsten auch noch viel Sex haben. Felix Ruckert (Tänzer und Choreograph) trifft Mara Morgen( gesellschaftsorientierte Kulturarbeiterin), nicht um auf Gummimatten zu spielen sondern stattdessen mit Peitschen und Sexspielzeugen und das in einem mit Buddhaskulpturen dekoriertem Raum. Zusammen mit der Choreographin Christine Borch und der Psychologin Jana Scherle, setzen sich diese stark reflektierten Personen mit Projektionen und Grenzüberschreitungen auseinander. Aber was hat dann BDSM mit Tanz und Meditation zu tun? Die Schwelle 7, kein Keller sondern Felix 500 m² Licht durchflutetes Wohnzimmer, ist ein experimenteller Ort wo verschiedene Disziplinen zusammen kommen: Gewalt steht für ein Spiel und ungelebte Phantasien werden erfüllt, zu dritt, in der Gruppe, beim Tanzen, Yoga, während einer Sexparty oder SM-Sessions. Eine ruhige und fließende Kamera begleitet die Protagonisten ganz nah und schafft eine sehr intime und körperliche Erfahrung. Ist das Ausüben von Gewalt in einem freundlichen und kontrollierten Rahmen eine zivilisatorische Errungenschaft?

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