Der Einführungskursfilm (EK)

Der erste Film für jeden Studenten an der Akademie, zum Abschluss des ersten Jahres. Kurz (maximal 8 Minuten), drei Drehtage, wenig Etat – aber jeder Student, der an der Akademie Regie, Kamera oder Produktion studiert, dreht seinen Film; Thema, Genre und Herangehensweise sind nicht vorgegeben; gedreht wird in einer Gruppe von sechs Studenten, rotierend, jeder Student übernimmt abwechselnd die Aufgaben: Regie, Kamera, Ton, Regieassistenz. Gedreht wird auf 16mm-Material, geschnitten digital. Die Filme sollen wagemutig sein, etwas ausprobieren – sie werden ausgiebig diskutiert, haben eine interne Premiere und werden nicht außerhalb der Schule gezeigt.

Der Grundkursfilm (GK)

Am Ende des zweiten Jahres, zum Abschluss des Grundstudiums. Beteiligt sind alle Studenten des Jahrgangs entsprechend ihrer Studienrichtung, zusätzlich häufig auch Studenten der Drehbuchakademie als Autoren oder Co-Autoren. Nach Abschluss der Vorbereitungszeit arbeiten die Teams weitestgehend unabhängig. An jedem Film müssen Studenten der Studienrichtungen Regie, Produktion und Kamera beteiligt sein. Die Filme werden in einer Zeitspanne von fünf Wochen gedreht, jedem Projekt stehen fünf Drehtage zur Verfügung. Sie sollen nicht langer als 15 Minuten werden. Der Etat ist hoher als beim EK und die Beistellungen der Akademie haben einen größeren Umfang. Koproduktionen werden nicht abgeschlossen, die Filme können nach ihrer Freigabe gezeigt und ausgewertet werden.

Der Individualfilm (IF)

Die Entwicklung der Projekte beginnt spätestens nach den Weihnachtsferien des dritten Studienjahres und sollte mit dem Ende des dritten Jahres abgeschlossen sein, so dass die Filme im vierten Studienjahr gedreht werden können. In dieser Zeit ist die Teilnahme am IF-Colloquium obligatorisch. Parallel zum Colloquium besteht die Möglichkeit der individuellen dramaturgischen Betreuung. Die Finanzierung der Projekte setzt sich aus den Etats der beteiligten Studenten zusammen. Die Filme sollen nicht langer als 30 Minuten werden. Koproduktionen sind ausgeschlossen. Der Individualfilm schließt die Studienzeit von vier Jahren ab.

Der Abschlussfilm (AF)

Die Entwicklung des Abschlussfilms beginnt noch im vierten Studienjahr. Die Teilnahme am AF-Colloquium ist obligatorisch. Lange und Genre sind frei wählbar. Parallel zum Colloquium werden dramaturgische Einzelbetreuungen angeboten. Die AF-Projekte können als Koproduktionen entstehen. Grundsätzlich muss beim Abschlussfilm immer ein Produktionsstudent beteiligt sein und die Kameraarbeit von einem Studenten des Kamerastudiengangs der Akademie übernommen werden. Wie der Name schon sagt, beenden die am Projekt beteiligten Studenten mit diesem Film ihr Studium an der Akademie.

Masterclass Dokumentarfilm

Seit etwa zehn Jahren besteht dieses speziell dem Dokumentarfilm gewidmete Forum an der Akademie. Entstanden aus einem Produktionsseminar mit Andres Veiel, hat sich eine Struktur entwickelt, in der Veiel mit einer Gruppe von Studenten deren individuelle dokumentarische Projekte begleitet. Dazu finden in der Konzeptionsphase Einzeltermine mit Veiel statt, die aber spätestens, wenn erstes Material vorliegt, übergehen in regelmäßigen Treffen mit allen beteiligten Studenten. Jedes Projekt wird in allen Phasen seiner Entwicklung in diesem Rahmen gesichtet und diskutiert. Voraussetzung für die Teilnahme an der Masterclass ist neben einer Projektidee, die Bereitschaft zur regelmäßigen Teilnahme an den Terminen der Gruppe. Im Rahmen der Masterclass können reine „Seminarfilme“ entstehen, die mit einem zusätzlichen Etat ausgestattet werden, die Regel ist allerdings eher die Produktion eines Individual- oder Abschlussfilms.

Arte-Projekte

Im Rahmen einer Kooperation mit dem Sender Arte entsteht eine Serie von 10 Kurzfilmen in der Länge von jeweils fünf Minuten. Die Herstellung wird initiiert durch ein Workshop-Seminar für Studenten im Hauptstudium, in das sich Studenten aus allen Studienrichtungen einschreiben können. Die Teilnahme daran ist eine Voraussetzung für die Einreichung von Stoffen und Drehbüchern. Mitte November werden die zehn Projekte ausgewählt, die produziert werden sollen. Die Produktionsstudenten des 2. Studienjahres übernehmen die Produktion der Filme. Gedreht wird im Dezember und Januar. Anschließend beginnt die Schnittphase. Feinschnittabnahme Ende Februar.
Premiere, Festivals, Ausstrahlung und Preise folgen.

RBB-Movies

Der RBB setzt die Zusammenarbeit mit der HFF und der DFFB für die Reihe „rbb-Movies“ fort. Regie-, Produktions- und Drehbuchstudenten entwickeln Stoffe für 30-minutige Kurzfilme. Nach der Auswahl von drei Treatments werden diese - dramaturgisch betreut - zu Drehbüchern ausgearbeitet und im Frühsommer/Sommer realisiert.