Der Einführungskursfilm (EK)

Der erste Film für jeden Studenten an der Akademie, zum Abschluss des ersten Jahres. Kurz (maximal 8 Minuten), drei Drehtage, wenig Etat – aber jeder Student, der an der Akademie Regie, Kamera oder Produktion studiert, dreht seinen Film; Thema, Genre und Herangehensweise sind nicht vorgegeben; gedreht wird in einer Gruppe von sechs Studenten/innen, rotierend, jeder Student, jede Studentin übernimmt abwechselnd die Aufgaben: Regie, Kamera, Licht, Ton. Die Filme müssen innerhalb des S-Bahnrings Berlin gedreht werden. Jede Gruppe wird von der Stoffentwicklung bis zum letzen Drehtag von einem/einer Regiedozenten/in betreut. Gedreht wird auf 16mm-Material, geschnitten digital. Während des Drehs unterstützen zusätzlich ein Kamera- und ein Tondozent die Arbeit. Die Filme sollen wagemutig sein, etwas ausprobieren – sie werden ausgiebig diskutiert, haben eine interne Premiere und werden nicht außerhalb der Schule gezeigt.

Der Grundkursfilm (GK)

Am Ende des zweiten Jahres, zum Abschluss des Grundstudium. Beteiligt sind alle Studenten/ innen des Jahrgangs entsprechend ihrer Studienrichtung, zusätzlich häufig Studenten/innen der Drehbuchakademie als Autoren/innen oder Co-Autoren/innen. Stoffentwicklung und Regievorbereitung werden von Regiedozenten/innen beraten. Nach Abschluss der Vorbereitungszeit arbeiten die Teams weitestgehend unabhängig. An jedem Film müssen Studenten/innen aller drei Studienrichtungen beteiligt sein. Die Filme werden in einer Zeitspanne von fünf Wochen gedreht, jedem Projekt stehen fünf Drehtage zur Verfügung. Sie sollen nicht länger als 15 Minuten werden. Der Etat ist höher als beim EK und die Beistellungen der Akademie haben einen größeren Umfang. Koproduktionen werden nicht abgeschlossen, die Filme können nach ihrer Freigabe gezeigt und ausgewertet werden.

Der Individualfilm (IF)

Die Entwicklung der Projekte beginnt spätestens nach den Weihnachtsferien des dritten Studienjahres und sollte mit dem Ende des dritten Jahres abgeschlossen sein, so dass die Filme im vierten Studienjahr gedreht werden können. In dieser Zeit ist die Teilnahme am IF-Colloquium* obligatorisch. Parallel zum Colloquium besteht die Möglichkeit der individuellen dramaturgischen Betreuung. Die Filme sollen nicht länger als 30 Minuten werden. Koproduktionen sind ausgeschlossen. Der Individualfilm schließt die Studienzeit von vier Jahren ab.

Der Abschlussfilm (AF)

Die Entwicklung des Abschlussfilms beginnt noch im vierten Studienjahr und wird von der obligatorischen Teilnahme am AF-Colloquium* begleitet. Länge und Genre sind frei wählbar. Parallel zum Colloquium werden dramaturgische Einzelbetreuungen angeboten. Die AF-Projekte können als Koproduktionen entstehen (Bedingungen siehe „Richtlinien zur Herstellung der Ausbildungsproduktionen an der dffb“). Grundsätzlich gilt, ein Abschlussfilm der dffb wird immer unter Beteiligung eines/einer Produktionsstudenten/in hergestellt und die Kameraarbeit übernimmt ein Student/eine Studentin des Kamerastudiengangs der Akademie. Wie der Name schon sagt, beenden die am Projekt beteiligten Studenten mit diesem Film ihr Studium an der Akademie.

Masterclass Dokumentarfilm

Seit etwa zehn Jahren besteht dieses speziell dem Dokumentarfilm gewidmete Forum an der Akademie. Entstanden aus einem Produktionsseminar mit Andres Veiel, hat sich eine Struktur entwickelt, in der Veiel mit einer Gruppe von Studenten deren individuelle dokumentarische Projekte begleitet. Dazu finden in der Konzeptionsphase Einzeltermine mit Veiel statt, die aber spätestens, wenn erstes Material vorliegt, übergehen in regelmäßigen Treffen mit allen beteiligten Studenten. Jedes Projekt wird in allen Phasen seiner Entwicklung in diesem Rahmen gesichtet und diskutiert. Voraussetzung für die Teilnahme an der Masterclass ist neben einer Projektidee, die Bereitschaft zur regelmäßigen Teilnahme an den Terminen der Gruppe. Im Rahmen der Masterclass können reine „Seminarfilme“ entstehen, die mit einem zusätzlichen Etat ausgestattet werden, die Regel ist allerdings eher die Produktion eines Individual- oder Abschlussfilms.

Leuchtstoff

Unter dem Label „LEUCHTSTOFF - Hochschulfilme“ werden in Zusammenarbeit mit den beiden Filmhochschulen der Region, der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (DFFB) und der HFF „Konrad Wolf“ Potsdam-Babelsberg gezielt Abschlussfilme durch rbb und Medienboard Berlin-Brandenburg unterstützt.

RBB-Movies

Der RBB setzt die Zusammenarbeit mit der HFF und der dffb für die Reihe „rbb-Movies“ fort. Regie-, Produktions- und Drehbuchstudenten entwickeln Stoffe für 30-minütige Kurzfilme. Nach der Auswahl von drei Treatments zum Thema „Ich ist ein anderer“ werden diese - dramaturgisch betreut - zu Drehbüchern ausgearbeitet und im Frühsommer/Sommer realisiert. Der betreuende Dozent wird in der Startwoche einerseits auf die Dramaturgie des Halbstünders eingehen, gleichzeitig filmische Anregungen zum dem aktuellen Thema geben. Die Seminarteilnehmer sind aber auch aufgefordert, erste Stoffideen bereits in dieser Woche vorzustellen.