6 dffb-Filme beim Max Ophüls Preis in Saarbrücken 2012

December 20, 2011

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kollegen,

wir freuen uns, öffentlich bekannt geben zu können, dass die DFFB im Januar mit gleich sechs eigenen Filmen und zwei Filmen von Absolventen zum 33. Filmfestival Max Ophüls Preis nach Saarbrücken reist.

Das Filmfestival Max Ophüls Preis, das in 2012 vom 16.-22. Januar stattfindet, ist eines der wichtigsten Festivals für den Filmnachwuchs in Deutschland, Österreich und der Schweiz und ist bei Kritik und Publikum gleichermaßen beliebt. Erfolgreiche Aufführungen in Saarbrücken eröffnen den Filmen im Anschluss die Chancen auf weitere Festivalreisen im In- und Ausland.

Zwei Filme (CRASHKURS und DR. KETEL) konkurrieren im Wettbewerb der abendfüllenden Spielfilme, im Dokumentarfilmwettbewerb läuft BERG FIDEL; 1949 im Kurzfilmwettbewerb. STOLZ DES OSTENS und KAISER UND KÖNIG werden im Wettbewerb mittellanger Film gezeigt.

Der Wettbewerb abendfüllender Spielfilme ist einer der wichtigsten Wettbewerbe für Langfilme. Mit CRASHKURS von Anika Wangard und DR. KETEL von Linus de Paoli werden hier gleich zwei Abschlussfilme der DFFB gezeigt, die sich drängenden Problemen unserer Zeit widmen und eine filmische Umsetzung finden.

Im Wettbewerb Dokumentarfilme läuft BERG FIDEL von Hella Wenders, ein feinfühliger Dokumentarfilm über den nicht immer einfachen Weg vierer Kinder durch eine integrative Grundschule.

Im Wettbewerb mittellanger Film laufen zwei weitere ganz unterschiedliche Filme der DFFB. STOLZ DES OSTENS von Christoph Wermke schildert die Sommerferien eines Achtjährigen und seine Auseinandersetzung mit den Lebensumständen seiner Mutter. KAISER UND KÖNIG von Timon Modersohn dagegen zeichnet ein Bild des Altwerdens in unserer Zukunft.

Im Wettbewerb Kurzfilm läuft 1949 von Paul Florian Müller. Er erzählt die Geschichte eines Mannes der an Gedächtnisverlust leidet und verhört wird, nachdem er zusammen mit 2 Mordopfern aufgefunden wurde.

Zudem wird die neueste Produktion von Absolvent Sol Bondy PUPPE, ICKE & DER DICKE im Wettbewerb abendfüllender Spielfilme seine Premiere feiern. Im Dokumentarfilmwettbewerb läuft DIE GESCHICHTE DER AUMA OBAMA von Branwen Okpako, ebenfalls Absolventin der DFFB.

Kurzinformationen zu den Filmen:

CRASHKURS

Regie: Anika Wangard

Deutschland 2012, 80 Min., Uraufführung

Darsteller: Monika Lennartz, Ulrich Voß, Winnie Böwe, Evelyn Meyka, Armando Dotto,

Crashkurs basiert auf einer wahren und sehr aktuellen Geschichte - ein Rentner-Ehepaar verliert durch die Finanzkrise ihre gesamten Ersparnisse. Die bürgerliche Eva Meyenburg entscheidet sich nach und nach für den Widerstand gegen die Verantwortungslosigkeit der Banken. Schließlich geht ihr Protest so weit, dass selbst ihre Tochter sich von ihrem Aktionismus distanziert. Aber zu diesem Zeitpunkt ist sowieso nichts mehr wie es mal war. Denn da sitzt Evas Mann Alexander bereits in Untersuchungshaft.

DR. KETEL

Regie: Linus de Paoli

Deutschland 2011, 80 Min.

Darsteller: Ketel Weber, Amanda Plummer, Burak Yigit, Franziska Ru, Pit Bukowski

Berlin-Neukölln, in nicht allzu ferner Zukunft. Das Gesundheitssystem ist zusammengebrochen. Ein Mann arbeitet im Untergrund und ohne Lizenz als Arzt. Er behandelt die Leute auf den Straßen und Hinterhöfen, seine Medikamente stiehlt er in Apotheken. In die Rolle eines Outlaws gezwungen, sieht sich Ketel zunehmend mit Hürden und Selbstzweifeln konfrontiert. Von seiner Situation zusehends überfordert, bemerkt er nicht, dass ihm eine Sicherheitsdienstmitarbeiterin auf den Fersen ist.

DR. KETEL hat bereits beim Filmfestival Oldenburg den German Independence Award gewonnen.

BERG FIDEL

Regie: Hella Wenders

Deutschland 2011, 87 Min.

Mitwirkende: David Leonhard, Jakob Leonhard, Anita Jasharaj, Lucas Niehues

David, sein kleiner Bruder Jakob, Anita und Lucas besuchen die Grundschule „Berg Fidel“ in Münster. Diese Modellschule in Deutschland heißt jedes Kind des Stadtteils willkommen, unabhängig von Herkunft, Religion oder Behinderung. Vier Jahre lang lernen die Kinder dort gemeinsam, in klassenübergreifendem Unterricht. Nach dem vierten Schuljahr werden sie auf verschiedene weiterführende Schulen verteilt. Eine Entscheidung fürs Leben.

BERG FIDEL wurde beim diesjährigen Filmfest Lünen mit dem Hauptpreis der Lüdia ausgezeichnet.

STOLZ DES OSTENS

Regie: Christoph Wermke

Deutschland 2012, 30 Min., Uraufführung

Darsteller: Patrick Lorenczat, Ursula Renneke, Carola Sigg, Sebastian Becker, Marie Gruber, Michael

Schweighöfer

Es ist Sommer in Brandenburg. Anstatt in den Urlaub zu fahren, muss der 8-jährige Tobi zu Hause bleiben. Doch es kommt noch schlimmer. Seine berufstätige Mutter Anne hat, um etwas Geld dazu zu verdienen, ihre Wohnung an eine junge Familie aus Berlin vermietet. Sie selbst wohnt in einem Wohnwagen im hinteren Teil des verwilderten Gartens, Tobi hat sein Indianerzelt bezogen.

Auf sich allein gestellt streift er durch die Wiesen, das Dorf und vertreibt sich seine Zeit.

Für ihn sind die Neu- Berliner Gäste unwillkommene Eindringlinge in seinem Reich. Und schon bald arbeitet der Indianerhäuptling an einer List…

KAISER UND KÖNIG

Regie: Timon Modersohn

Deutschland 2012, 36 Min., Uraufführung

Darsteller: Dietrich Hollinderbäumer, Markwart Müller-Elmau, Liane Düsterhöft

Im Jahr 2024. Die Welt ist von Chaos und Gewalt geprägt, Zerfall und militärische Unterdrückung bestimmen das alltägliche Bild. Helmut Kaiser und Bobby König, ihres Zeichens Rentner, reißen sich auf ihren Streifzügen durch die verwahrloste Stadt alles unter den Nagel, was nicht niet- und nagelfest, dafür aber aus Metall ist. Dabei schrecken sie auch vor gelegentlichen Ausflügen in die Illegalität nicht zurück. Irgendwie muss man sich ja über Wasser halten in einer Zeit in der die Rente nur noch ein Mythos vergangener Tage ist.

1949

Regie: Paul Florian Müller

Deutschland 2011, 17 Min.,

Darsteller: Rainer Sellien, Thomas Sarbacher, Anna Blomeier, Max Volkert Martens

Das Jahr 1949. Ein Mann erwacht in einem Kellergewölbe; neben sich zwei ermordete Männer. Er kann sich weder erinnern, wer er ist, noch was passiert ist. Ein Ermittler versucht herauszufinden, ob der Mann Täter oder Opfer ist. Aus dem psychologischen Katz- und Mausspiel der beiden wird schließlich ein Wettlauf gegen die Zeit.

Bei Interviewanfragen, Fragen zu den einzelnen Filmen oder Spieltermine der Filme beim Filmfestival Max Ophüls Preis kontaktieren Sie bitte Laure Tinette (Tel. 030 257 59 152 oder während des Festivals 0176 369 50 128 | tinette@dffb.de) oder Kathrin Osterndorff (Tel. 030 257 59 113 | osterndorff@dffb.de).