Zwei Filme erhalten das Prädikat „besonders wertvoll“

Gleich zwei dffb-Filme hat die Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW) in ihrer letzten Sitzung mit dem Prädikat „besonders wertvoll“ bedacht:

MPU – Medizinisch-psychologische Untersuchung (B: Robert Bohrer, Pascal Yorks, R: Robert Bohrer, K: Maximilian Preiss, P: Max Conradt). Der Kurzfilm über die medizinisch psychologische Untersuchung, die ein Schauspieler über sich auf dem Amt ergehen lassen muss, während seine Freundin draußen wartet und die andere Vorgeladenen coacht, ist im Rahmen der Kooperation mit ARTE entstanden.

In der Jurybegründung heißt es:

Eine kurze Parabel zur Wahrheit und ihrer Manipulation durch Inszenierung. Trete ich glaubwürdig auf oder sieht man mir den Schwindel an? Kommen wir nicht alle in Versuchung, wenn wir eine Geschichte gerade rücken wollen? Wann ist die Wahrheit authentisch? Durch kleine Korrekturen im Auftreten verändert sich die Aussage, wirkt plötzlich echt und überzeugend, zumindest für uns im Film auf dem Flur. Was wir wissen, ist, dass mit dieser gelungenen filmischen Fingerübung deutlich wird, dass das Leben ein immerwährendes Casting sein könnte, wenn es stimmig wie hier mit Witz inszeniert worden ist.

Die ganze Jurybegründung gibt es hier: Deutsche Film- und Medienbewertung MPU


Außerdem wurde der Film 1949 (R: Paul Florian Müller, K: Tobias von dem Borne, in Koproduktion mit Weydemann Bros. GbR) mit dem Prädikat „besonders wertvoll“ ausgezeichnet und ist gleichzeitig Kurzfilm des Monats:

Die Jury begründet ihre Auszeichnung wie folgt:
Daraus ergibt sich eine stringent erzählte, spannende Handlung, mit guten Darstellern inszeniert und in der Kürze der Zeit durchaus vielfältig auf den Punkt gebracht. Allein die Schluss-Einstellung empfand das Gremium als überflüssig. Dennoch überwog der sehr positive Gesamteindruck dieser bitteren kleinen Kriminalgeschichte vor dem Hintergrund der unmittelbaren Nachkriegszeit.

Die ganze Jurybegründung gibt es hier: Deutsche Film- und Medienbewertung 1949

Published on August 02, 2011