Studium

Neben der Vermittlung des nötigen Handwerks legt die DFFB besonderen Wert auf die Entwicklung einer individuellen Handschrift jedes Studierenden sowie der kreativen Zusammenarbeit der einzelnen Gewerke in der filmischen Praxis.

Die DFFB bietet vier Studiengänge als Vollzeitstudium an: Regie, Produktion, Bildgestaltung / Kamera  und Drehbuch. Ab Herbst 2018 wird es einen fünften Studiengang Montage Bild & Ton geben.

Der Studienaufbau

Studienumfang und Abschluss sind als gleichrangig mit den künstlerisch-wissenschaftlichen Studiengängen an einer staatlichen Hochschule anerkannt. Die DFFB bietet jedoch keine Master-/ Bachelorstudiengänge an. Das Studium endet für die Studierenden von Regie, Produktion und Kamera mit der Produktion und Fertigstellung eines Abschlussfilms; für die Drehbuchstudierenden mit der Fertigstellung eines Drehbuchs. Alle Absolvent*innen erhalten ein Abschlusszeugnis.

Pro Fachbereich werden jährlich 6-10 Studierende aus dem In- und Ausland aufgenommen, die zum Teil im gesamten Jahrgang, zum Teil im fachspezifischen Klassenverband studieren.

Neben der Vermittlung des nötigen Handwerks liegt ein besonderer Wert auf der Entwicklung einer individuellen Handschrift jedes Studierenden sowie der kreativen Zusammenarbeit der einzelnen Gewerke.

Die praktischen und theoretischen Seminare werden dabei in allen Fachbereichen von Dozierenden geleitet, die direkt aus der Praxis kommen: Autor*innen, Produzent*innen, Regisseur*innen, Bildgestalter*innen, Cutter*innen, Tonmeister*innen und andere.

Die Studiendauer variiert je nach Studiengang. Während das Drehbuchstudium dreieinhalb Jahre dauert, brauchen Studierende der Regie, Bildgestaltung/ Kamera und Produktion vier Jahre für ihr Studium, zuzüglich der Entwicklung und Produktion des Abschlussfilms, die erfahrungsgemäß weitere zwei Jahre in Anspruch nimmt.

Ein Studienjahr ist in drei Unterrichtsblöcke (Trimester) unterteilt und besteht vorwiegend aus Seminaren über eine oder mehrere Wochen, so dass die Studierenden in dieser Zeit intensiv mit den Dozierenden zusammenarbeiten können. Zudem gibt es wöchentlich stattfindende und jahrgangsübergreifende Termine wie die Filmgeschichte, in der gemeinsam Filme geschaut und besprochen werden.

Am Ende eines jeden Trimesters bietet die Akademiewoche den Raum, eigene studentische Projekte vorzustellen und innerhalb der Akademie zu diskutieren.

Aufbau des Studiums

Während das Drehbuchstudium aus einem durchgängigen dreieinhalbjährigen Curriculum besteht, ist das Studium der Regie, Bildgestaltung / Kamera und Produktion in Grund- und Hauptstudium unterteilt.

Dabei absolvieren die Studierenden im zweijährigen Grundstudium ein festes, obligatorisches Programm und können anschließend im Hauptstudium Seminare und Workshops frei wählen.

Die Lehre und Filme

Im ersten Studienjahr nehmen alle Studierenden unabhängig von ihrem Wissensstand und ihrer Studienrichtung an einem gemeinsamen generalistischen Studium teil.

Ziel des ersten Jahres ist es, Basiswissen in den verschiedenen Studienrichtungen zu erlangen, auszuprobieren, zu hinterfragen, andere Filmemacher und deren Herangehensweisen kennen zu lernen, die Vorkenntnisse anzunähern, Partner für das zukünftige Arbeiten zu finden und eine Haltung gegenüber dem Medium einzunehmen.

Dabei entstehen in jedem Trimester filmische Arbeiten, darunter fiktionale als auch dokumentarische. Ein Schwerpunkt liegt auf der Arbeit mit 16mm-Filmmaterial.

Zum Abschluss des ersten Jahres inszeniert jede*r Studierende einen Kurzfilm (EK, max. 7 Minuten) und übernimmt bei den anderen Filmen der Gruppe Positionen wie Kamera, Licht, Ton oder Aufnahmeleitung.

Das zweite Studienjahr beinhaltet die Spezialisierung in den einzelnen Fachrichtungen. Hier findet sich der Jahrgang überwiegend in den fachspezifischen Klassen zusammen und arbeitet nur punktuell mit den anderen Studienrichtungen.

Am Ende des zweiten Jahres, zum Abschluss des Grundstudiums, beteiligen sich alle Studierenden des Jahrgangs entsprechend ihrer Studienrichtung am sogenannten Grundkursfilm. An jedem Kurzfilm (GK, max. 20 Minuten) müssen Studierende der Regie, Kamera und Produktion beteiligt sein. Drehbuchstudierende können sich als Autor*innen oder Co-Autor*innen einbringen.

Die Seminare im darauffolgenden Hauptstudium verstehen sich als Angebote – die Gestaltung liegt in der Eigenverantwortung jedes Studierenden. Das fächerübergreifende Studium ist ausdrücklich gewollt.

Der Lehrplan des Hauptstudiums dient einerseits der professionellen Weiterentwicklung und soll gleichzeitig der individuellen künstlerischen Bildung genügend Orientierung geben. Die Studierenden sollen Künstler sein sowie sich ein breites Wissen aneignen, um unter den bestehenden kulturellen und ökonomischen Strukturen Filme machen zu können.

Neben den Seminaren gibt es jahrgangsübergreifende Stoffentwicklungscolloquien, dramaturgische Einzelberatungen, regelmäßige Masterclasses, Festivalreisen und internationale Austauschprogramme.

Zudem werden auch im Hauptstudium weiterhin eigene filmische Projekte entwickelt. Die Drehbuchstudierenden schreiben sowohl Kurzfilme als auch abendfüllende Spielfilme, Genre-Arbeiten und Serien. Regie-, Kamera- und Produktionsstudierende drehen in Teams zunächst einen Individualfilm (max. 30 Minuten) und beginnen im Anschluss mit der Entwicklung ihres Abschlussfilms, bei dem Länge und Genre frei wählbar sind. Studierende im Hauptstudium können ihre Langfilmprojekte über externe Partner finanzieren, darunter Koproduktionen und Förderungen öffentlich-rechtlicher Sendeanstalten. Somit realisiert die DFFB 8-12 Spielfilmprojekte pro Jahr.

Zusätzlich zu diesen obligatorischen Studienleistungen gibt es immer die Möglichkeit sich an außercurricularen Filmprojekten zu beteiligen oder eine Stoffidee im Rahmen eines Drittmittel- oder Förderprogramms einzureichen. Zu diesen Programmen zählen unter anderem die rbb movies (vom Sender rbb geförderte 15 Minüter), die Leuchtstoffe (Unterstützung von Abschlussfilmprojekten durch den rbb und das Medienboard Berlin-Brandenburg) oder DIGI.TALe (Förderprogramm für Neue Medien vom Medienboard Berlin-Brandenburg).

Bei allen filmischen Projekten werden die Studierenden von der Stoffentwicklung an von den Leitenden Dozenten, der Studienleitung und dem Direktor betreut. Während der Produktion arbeiten sie eng mit der DFFB Herstellungsleitung zusammen und werden in der Postproduktion sowohl technisch als auch inhaltlich von den DFFB-Mitarbeitern begleitet.

 

Bodo Knapheide

Studienleitung

Katharina Tebroke

Studienleitung

Nicole Stecker

Studienleitung

Kerstin Obuch

Organisation Studiengänge

Viola Retzmann

Organisation Studiengänge