Regieassisten*in gesucht

Hallo liebe Absolventen*innen der Regie,
ich suche für meinen Kinodebutfilm eine Regieassistent*in. Vorbereitung würde Ende Mai in Berlin beginnen und Dreh ist Mitte Juli bis Mitte August in Leipzig/Halle. Wir sind Low-Budget und können 80 Prozent Tarif zahlen. Filmproduktionsfirma ist Departuresfilm aus Leipzig (Herbert, 3 Tage Quiberon, In den Gängen).
Projektskizze:
Der Film erzählt eine Liebesgeschichte zwischen einer reichen, arabischen, rebellischen Frau und einem jungen Deutschen, der als ihr Chauffeur arbeitet, während ihres Sommeraufenthaltes in einer mitteldeutschen Stadt. Die alte Geschichte vom Retter auf dem weißen Pferd wird umgedreht: Eine „schwarze“ (arabische) Frau rettet einen weißen Mann. Es stellt sich raus: Er, der eigentlich frei sein könnte, fühlt sich gefangen in selbst gezogenen Grenzen und sie, aus einem Patriarchat kommend, scheißt auf alles und nimmt sich wonach ihr der Sinn steht.

Auch wenn es für die beiden als Liebespaar nicht gut ausgeht, lernt er etwas von ihr. Von ihrem Freiheitsdrang und ihrer Lebendigkeit, aber auch was liebenswert an ihm ist. Wo er sich vielleicht verrannt hat in seinem Leben. Denn es ist auch die Geschichte von seinem erbärmlichem Versuch eines wertvollen Lebens in einer entwerteten Welt. Wo sein Ankommen „müssen“, sein Ankommen verhindert. Die Figur kommt aus derselben Gesellschaft, aus der auch ich komme. Und das ist eine Individualgesellschaft, in der erstmal alles erlaubt ist und die es darauf anlegt, dass sich jeder Einzelne frei entfaltet. Die Freiheit des Einen ist die Qual der Wahl des Anderen. Und von der Qual, wurden schon viele gute Geschichten erzählt.
Deshalb habe ich eine Figur gewählt, die dieser Findungsphase schon entkommen ist. Die dieser Orientierungslosigkeit ganz bewusst etwas entgegengesetzt hat. Der Daniel hat ein paar Entscheidungen getroffen: Einen guten Vater abzugeben, ein Leben mit einer Frau aufzubauen und für ein paar Sicherheiten zu sorgen. Und genau da kommt mit Naadirah etwas aus dem Bereich seiner Sehnsüchte. Ein starkes Gefühl, was er vorher vergeblich gesucht hat. Den Wegweiser, auf den er gewartet hatte. Ein Versprechen auf Lebendigkeit, auf unkalkulierbare Gefühle. Und dann geht er dem nach, weil die Geschichte ihn dazu auch zwingt. Und schon taucht wieder dieser Zweifel auf: Kommt die Sehnsucht, weil man sich vorher eingegrenzt hatte? Sich entschieden hatte? Oder ist es die Gelegenheit ein Leben im Bereich der Sehnsüchte, der inneren Erfüllung zu führen?
Bei Interesse meldet Euch bitte bei mir per Mail.
Josephine Frydetzki

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