Suche DOP für Diplom­film

HAPPINESS IS WHITE ON PAPER (AT)

HiWoP ist ein c.a 20–25 minü­ti­ger Kurz­film, der sich mit ras­sis­ti­schen Rol­len­zu­schrei­bun­gen im Film und dis­kri­mi­nie­ren­den Macht­struk­tu­ren am Film­set aus­ein­an­der­setzt.
Auf der ver­bis­se­nen Suche nach dem per­fek­ten „shot“, arbei­tet der wei­ße, lin­ke Regis­seur TIL zuneh­mend gegen die Anlie­gen der BiPoc Schauspieler*innen.
Ras­sis­ti­sche Unter­tö­ne und Macht­struk­tu­ren aus dem Spiel­film durch­drin­gen die Pro­duk­ti­ons­ver­hält­nis­se am Film­set und las­sen die Gren­zen zwi­schen dem, was vor und was hin­ter der Kame­ra geschieht mit­ein­an­der ver­schwim­men.

BILDSPRACHE

Ein Teil des Kon­zepts besteht dar­in, dass der Film von einer Kame­ra erzählt wird, die einen tech­ni­schen Defekt hat und unkon­trol­liert aus­löst.
Also manch­mal mit­ten in der „Spiel­fiilm-Sze­ne“ abbricht oder zwi­schen einer Sze­ne (also Behind-the-Sce­nes) aus­löst.
Grund­sätz­lich geht es mir um die Fra­ge, wel­chen mani­pu­la­ti­ven Cha­rak­ter der Bild­aus­schnitt selbst hat und wel­che Macht vom „Gezeig­ten“ und „Nicht-Gezeig­ten“ aus­geht. Der tech­ni­sche Defekt hin­ge­gen soll der Kame­ra die­se Gewalt/​ Macht wie­der ent­zie­hen, indem eben ganz ande­re Momente/​ Aus­schnit­te am Set zum Vor­schein kom­men, die man sonst nie zei­gen wür­de.

ZU MIR

In mei­ner Arbeit inter­es­sie­re ich mich für den unmit­tel­ba­ren Ein­fluss und die Gewalt, die linea­re Erzäh­lun­gen und beweg­te Bil­der auf rea­le Lebens­wirk­lich­kei­ten jen­seits der Lein­wand haben. In dem Zusam­men­hang beschäf­tigt mich auch die Fra­ge, ob eine gerech­te Dar­stel­lung inner­halb der fes­ten Struk­tu­ren von Bewegt­bild über­haupt mög­lich ist. Mein Abschluss­film ist hier ein wei­te­rer Ver­such, die Gren­zen von Bewegt­bild zu erfor­schen, um dar­aus wie­der­rum Rück­schlüs­se auf die eige­ne künst­le­ri­sche Pra­xis zu zie­hen.

Da der Kame­rapos­ten sowohl kon­zep­tio­nell als auch inhalt­lich einen wich­ti­gen Teil des Films aus­macht, ist mir eine enge Zusam­men­ar­beit schon vor dem Dreh­be­ginn wich­tig.

Ansons­ten noch eini­ge Infos und kur­ze Eck­da­ten zum Film

Dreh­zeit­raum 08.05–12.05 in Frank­furt am Main

Mein Abschluss­film wird außer­dem von der Hes­sen­Film und der HAB För­de­rung unter­stützt.

Falls sich das inter­es­sant für jeman­den anhört, schreib mir ger­ne an fol­gen­de Mail­adres­se:
tillmann@​elsigai.​info

E‑Mail