Zwei Auszeichnungen für HAGAZUSSA bei den FIRST STEPS Awards

Der Spielfilm HAGAZUSSA überzeugt beim FRIST STEPS Award gleich in zwei Kategorien: Der mit 25.000 Euro dotierte Preis für den besten Abendfüllenden Spielfilm geht an Regisseur Lukas Feigelfeld und der Michael-Ballhaus-Preis, dotiert mit 10.000 Euro, für ihre Bildgestaltung an Mariel Baqueiro.

Die glücklichen Gewinner*innen, beide Absolvent*innen der DFFB, konnten ihren Preis bei der 19. Verleihung des Deutschen Nachwuchspreises am 24. September 2018 im Theater des Westens, Berlin, entgegennehmen.

Hagazussa – Der Hexenfluch

Das 15. Jahrhundert. Der kalte Winter. Eine abgeschiedene Berghütte. HAGAZUSSA ist die dunkle Sage einer Frau und ihres Kampfs um den eigenen Verstand. In einer Zeit, in der heidnischer Glaube an Hexen und Naturgeister Angst und Schrecken in den Köpfen des bäuerlichen Volks verbreitete, erforscht HAGAZUSSA den schmalen Grat zwischen altertümlicher Magie, Glaube und Wahn. Mehr Informationen zum Film gibt es hier.

Ein abendfüllender Spielfilm der besonderen Art

Die Jury lobte insbesondere den bis ins Detail durchkomponierten Stoff, mit dem sich der Film HAGAZUSSA beschäftigt – ungewöhnlich, und das nicht nur für einen Abschlussfilm. Ein besonderes Lob gilt der Konsequenz, mit der Lukas Feigelfeld seine Hexengeschichte aus dem Mittealter umsetzt. Der Film besitzt einen ganz persönlichen Umgang mit den Stilmitteln des Horrorfilms. Diese Handschrift zeigt sich in den sorgfältig ausgewählten gestalterischen Details der Bilder und Töne: „Furchtlos balanciert der Film zwischen Rätsel und Realem und lässt dabei auch durchaus Gegenwärtiges durchschimmern: Einsamkeit und die Verfolgung von Außenseitern. ‚Hagazussa‘ entwickelt einen ganz eigenen Sog: ein Erlebnis für die große Leinwand.“

Mit beeindruckenden Landschaftsbildern und gekonnter Lichtsetzung zu einmalig unheimlicher Stimmung

„Welche Herausforderung es gewesen sein muss, im studentischen Rahmen einen Film in der Abgeschiedenheit der Berge, im Tiefschnee zu drehen – das kann man nur ahnen“, lobt die Jury des Micheal-Ballhaus-Preises die Kameraarbeit der Kamerafrau Mariel Baquiero. Sie arbeitet mit langen Einstellungen, großen Tableaus und macht dem Publikum damit eine Einsamkeit fühlbar, die irgendwann in den Wahnsinn kippt: „Fast ohne Worte, nur über die Bilder, vermitteln sich die unheimlichen Kräfte der Natur, die Gewalt der Landschaft (…) ‚Hagazussa‘ ist visuell sicher der ausgereifteste Film dieses Jahrgangs – eine Wucht.“

Wir sagen Herzlichen Glückwunsch und weiter so!

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