Gleich mehrere Filme von Studierenden sind in diesem Jahr beim achtung berlin filmfestival (15.–22. April 2026) vertreten. Das Festival zeigt jährlich aktuelle Filmproduktionen aus Berlin und Brandenburg – und macht die Vielfalt sowie die künstlerische Stärke des regionalen Filmschaffens sichtbar.
Den Auftakt macht der DFFB Abschlussfilm MAMBO MATERNICA von Borbála Nagy (K: Moritz Friese, M: László Dunai, P: Margarita Amineva-Jester, Daria Wichmann): Seine Deutschlandpremiere feiert er am 15. April im Kino Colosseum – und eröffnet damit feierlich das Festival. Im Spielfilmwettbewerb erzählt der Film von drei Frauen in Europa, die an Wendepunkten ihres Lebens stehen und zwischen Kinderwunsch, Schwangerschaft und gesellschaftlichen Erwartungen ihren eigenen Weg zur Selbstbestimmung suchen.
Auch im Dokumentarfilm ist die DFFB stark vertreten: A JEWISH PROBLEM von Ron Rothschild (K: Ron Rothschild, Julien Mayer, Fion Mutert, Masha Biller, Sina Aghazadeh, M: Astrid Hohle Hansen, P: Yusuf Celik) widmet sich der Frage jüdischer Identität in der Gegenwart und beleuchtet persönliche wie gesellschaftliche Perspektiven. Einen intimen Zugang zum Thema Mutterschaft findet Klara Harden in WOMAN/MOTHER, der individuelle Erfahrungen im Spannungsfeld sozialer Erwartungen sichtbar macht.
Drei weitere Arbeiten treten im Kurzfilmwettbewerb an – und zeigen die Bandbreite filmischer Ansätze: ALLES WAS WIR WISSEN WOLLEN (R/B: Julia Ketelhut, K: Julien Mayer, M: Astrid Hohle Hansen, P: Julia Ketelhut, Julien Mayer) kreist um Fragen von Wissen, Wahrnehmung und persönlicher Orientierung im Alltag. In DAS ARMBAND (R/B: Arina Chernova, Jerri Bazata, K: Masha Biller, P: Jerri Bazata, Arina Chernova, M: Robert Franz, Arina Chernova) wird ein scheinbar kleines Objekt zum Ausgangspunkt für eine Geschichte über Erinnerung, Beziehungen und verborgene Bedeutungen. Und PROTAGONIST (R/B: Nathalie Seidl, K: Ari Salazar, P: Tanya Tsyganova, M: Celine Jünger) untersucht Identität als Spiel zwischen Inszenierung und Realität.
Zwischen diesen Formaten positioniert sich THE PLANT FROM THE CANARIES (R: Ruan Lan-Xi, K: Jonathan Steil) im Wettbewerb für mittellange Filme. Der Film erzählt in poetischen Bildern von Migration, Zugehörigkeit und der Suche nach Identität.
Produktionen von Absolvent:innen im Festivalprogramm
Nicht nur aktuelle Studierende, auch Absolvent:innen der DFFB prägen das diesjährige Programm: Im Spielfilmwettbewerb läuft SOLO SHOW (B: Julia Rose Gostynski), ein Film über fragile Selbstbilder und deren allmähliches Zerbrechen. Im mittellangen Format richtet DIE UNVERZICHTBAREN (R/B: Florian Hoffmann) den Blick auf jene, deren oft unsichtbare Arbeit das gesellschaftliche Gefüge trägt. Und im Kurzfilm DADDY, KOMPLEX (R/B: Mireya Heider de Jahnsen) stehen familiäre Prägungen, Autorität und emotionale Abhängigkeiten im Mittelpunkt. In der Sektion Berlin Spotlights ist zudem BALANCE (B/P: Ina-Lena Dinse) vertreten, der von einer Vater-Tochter-Begegnung erzählt, in der Nähe, Distanz und unausgesprochene Konflikte aufeinandertreffen.
So entsteht ein vielstimmiges Bild der Arbeiten aus der Akademie: dokumentarisch und fiktional, konzentriert und experimentierfreudig – und eng verbunden mit der Berliner Filmszene, die es maßgeblich mitprägt.
Die DFFB gratuliert allen beteiligten Filmschaffenden zur Einladung und wünscht den Filmen eine erfolgreiche Festivalauswertung.