Filmdramaturg*in gesucht für künstlerischen Hybridfilm,
Für mein Filmprojekt „Das Schwimmbad ist schuld“ suche ich einen Filmdramaturg*in, die*der Lust hat, ein eigenwilliges, künstlerisches Projekt dramaturgisch mit mir weiterzuentwickeln.
Der Film ist ein essayistischer Hybrid aus Musikfilm, Performance, Fiktion und innerem Monolog. Im Zentrum steht eine Enkeltochter, die nach dem Tod ihrer Großmutter in das geerbte Familienhaus zurückkehrt: eine überdimensionierte Villa mit leerem Schwimmbad bei München, in der sich transgenerationale Traumata, Scham, Besitz und ein prägender Glaubenssatz verdichten:
„Ich darf nur existieren, wenn ich genial bin.“
Der Film erzählt von der Überwindung dieses inneren Urteils und von der Suche nach einer eigenen künstlerischen Identität.
Besonders ist die Arbeitsweise:
Das Projekt ist stark aus der Musik heraus gedacht. Konkrete Geräusche des Hauses — Lichtschalter, Gläser, Uhren, Schritte, Türen, Hall — werden zu Klangmaterial und elektronischen Kompositionen verarbeitet. Musik ist hier nicht bloße Begleitung, sondern dramaturgische Kraft und Transformationsmotor. Das Filmmaterial bewegt sich zwischen doku-fiktionalen Räumen, performativen Szenen, surrealen Bildwelten und musikalischen Verdichtungen.
Ich suche eine Person mit Gespür für Filmdramaturgie, Struktur, Reduktion und Hybridformen — jemand, der mit mir herausarbeiten möchte, was das eigentliche Kraftzentrum des Films ist, wie sich Bild, Text und Musik zueinander verhalten und welche Form das Material am stärksten macht.
Gesucht ist also nicht nur klassische Stoffberatung, sondern ein Gegenüber für Fragen wie:
Was trägt dramaturgisch wirklich? Was ist Kern, was kann weg? Wie kann aus einem vielschichtigen Werkkomplex ein starker Film werden?
Die Zusammenarbeit wird mit einer kleinen Aufwandsentschädigung vergütet.
Bei Interesse freue ich mich sehr über eine Nachricht.
Herzliche Grüße aus Hamburg,
Nora Kümel
Email: das.schwimmbad.ist.schuld@proton.me