Wir suchen eine*n Editor*in für unseren abendfüllenden Dokumentarfilm über eine rechte Gewaltserie in Berlin-Neukölln und den Kampf des Betroffenen und heutigen Bundestagsabgeordneten Ferat Koçak um Aufklärung.
Status: Rohschnitt vorhanden, Material aus fünf Jahren Drehzeit (September 2021 – Mai 2026) vor allem szenische Beobachtung, dazu Interviews und ein wenig Archiv). Es wird eventuell zur Landtagswahl noch mal einen oder zwei Drehtage geben, aber es ist quasi abgedreht.
Stil: Szenisch-dokumentarisch, ohne Off-Kommentar. Die Erzählung soll sich über Beobachtung und Montage verdichten.
Synopsis: Eine Serie unaufgeklärter rechter Gewalttaten erschüttert Berlin-Neukölln über 15 Jahre – doch niemand wird festgenommen. Das Vertrauen der Betroffenen in staatliche Institutionen schwindet zunehmend, denn einer der Tatverdächtigen ist Mitglied in der AfD und soll Kontakte zu Polizei, Verfassungsschutz und Staatsanwaltschaft gehabt haben.
Im Mittelpunkt des Films steht Ferat Ali Koçak. Am 30. Januar 2018 wird Ferat aus dem Schlaf gerissen. Das Haus seiner Eltern in Berlin-Neukölln steht voller Rauch. Er stürmt aus dem Haus, sein Kleinwagen steht in Flammen. Als der Aktivist herausfindet, dass er über Wochen von Neonazis observiert wurde, weicht der anfängliche Schock bedrückender Angst – und wird zu Verzweiflung, als er erfährt, dass sowohl Verfassungsschutz als auch Polizei von der Überwachung wussten, aber ihn nicht warnten.
Wen schützt der Staat – und wen nicht? Was macht Angst mit einem Menschen – und was macht er daraus? Und gibt es Antworten auf rechte Politik und rechte Gewalt?
Um diesen Fragen nachzugehen, wagt der Film einen Langzeitblick in den Maschinenraum der Demokratie. Über einen Zeitraum von fünf Jahren dokumentiert der Film die Bemühungen um Aufklärung der Anschläge vor Gericht, in den Medien und im Berliner Abgeordnetenhaus. So wird das Schicksal von Berlin-Neukölln und Ferat Koçak zum Mikrokosmos, der eine Gesellschaft spiegelt, die gegen rechte Gewalt und Hetze nach einer Antwort ringt.
Regie: Oskar Tavares Zoche
Kamera: Luis Hartmann, Hannes Schulze, Laura Kansy
Produktion: DFFB
Honorar: Wir können leider nur eine Aufwandsentschädigung zahlen.
Bei Interesse meldet euch einfach mit ein paar Worten zu euch und – falls vorhanden – einer Arbeitsprobe oder Referenz.
Kontakt:
Oskar Tavares Zoche
oskar.zoche@googlemail.com
+49 178 168 3159