Spea­king of Video Art, Mo 20.7.26, 17 – 19 Uhr

Ein­mal im Monat lädt die Ber­li­ni­sche Gale­rie mit „Spea­king of Video Art“ zu einem Aus­tausch in klei­ner Run­de über das aktu­el­le Pro­gramm im IBB-Video­raum ein. Die Ver­an­stal­tungs­rei­he bie­tet einen offe­nen Raum für alle, die Lust haben, über Fil­me oder gesell­schafts­po­li­ti­sche Fra­gen in der Kunst zu dis­ku­tie­ren und ver­schie­de­ne Künstler*innen und Autor*innen ken­nen zu ler­nen. Zusam­men schau­en wir aus­ge­wähl­te Vide­os und lesen im Anschluss vor Ort kur­ze Aus­schnit­te aus Essays, Theo­rie, Erzäh­lun­gen oder Gedich­ten auf Eng­lisch oder Deutsch, die in inhalt­li­cher oder for­ma­ler Ver­bin­dung zu den Wer­ken ste­hen. Das anschlie­ßen­de Gespräch bie­tet Raum sowohl dis­kur­si­ven Fähr­ten der Video­ar­bei­ten als auch Per­spek­ti­ven und Fra­gen aus der Grup­pe nach­zu­ge­hen.

Aus­ge­hend von dem Film „Aral­kum“ von Dani­el Asa­di Fae­zi und Mila Zhluk­ten­ko lesen wir im Juli Aus­zü­ge aus Tex­ten des Kul­tur­wis­sen­schaft­lers Mark Fisher zum Begriff der „Haun­to­lo­gie“, Aus­schnit­te aus dem Essay „Die gro­ße Ver­blen­dung“ des Schrift­stel­lers Ami­tav Ghosh und Text­pas­sa­gen aus „Whe­re Does The Myth Dwell?“ der Anthro­po­lo­gin Ana­sta­sia Gali­mo­va. Der Film „Aral­kum“ setzt sich mit den Fol­gen der Aus­trock­nung des Aral­sees aus­ein­an­der. Das in Kasach­stan und Usbe­ki­stan gele­ge­ne Gewäs­ser war einst der viert­größ­te Bin­nen­see der Erde. Infol­ge mensch­li­cher Zer­stö­rung ist dort jetzt eine kar­ge Wüs­ten­land­schaft. Die Tex­te the­ma­ti­sie­ren, wie unre­gu­lier­te Res­sour­cen­aus­beu­tung zu einer lang­fris­ti­gen Zer­stö­rung von Lebens­räu­men geführt hat und führt, wodurch die Vor­stel­lung einer bes­se­ren Zukunft fast unmög­lich erscheint. Wie kön­nen Men­schen in zer­stör­ten Land­schaf­ten leben? Und wel­che neu­en Bil­der und Erzäh­lun­gen brau­chen wir in den Küns­ten, um uns ein zukünf­ti­ges Leben unter den Fol­gen der Kli­ma­ka­ta­stro­phe vor­stel­len zu kön­nen?

Im IBB-Video­raum wer­den seit 2011 Künstler*innen prä­sen­tiert, die mit zeit­ba­sier­ten Medi­en arbei­ten. Das Pro­gramm zeigt Wer­ke, die sich mit media­len oder auch poli­ti­schen und sozia­len Fra­ge­stel­lun­gen beschäf­ti­gen. Beson­de­res Augen­merk liegt dabei dar­auf, mar­gi­na­li­sier­ten Per­spek­ti­ven Raum zu geben und Aus­wir­kun­gen von Macht­struk­tu­ren sicht­bar zu machen.

Die Ver­an­stal­tungs­rei­he wird von Loui­sa Engel, wis­sen­schaft­li­che Volon­tä­rin Bil­dung und Out­reach, mode­riert. Die Ter­mi­ne kön­nen unab­hän­gig von­ein­an­der besucht wer­den. Für die Teil­nah­me ist kei­ne Vor­be­rei­tung erfor­der­lich. Akti­ve Teil­nah­me an der Dis­kus­si­on oder ent­spann­tes Zuhö­ren, bei­des ist glei­cher­ma­ßen will­kom­men.

Spra­che: Die Ver­an­stal­tung fin­det auf Deutsch und Eng­lisch statt. Um einen Aus­tausch unter­ein­an­der zu ermög­li­chen, soll­ten alle Teil­neh­men­den min­des­tens ein pas­si­ves Ver­ständ­nis bei­der Spra­chen haben.

Teil­nah­me kos­ten­frei
Anmel­dung online: https://​ber​li​ni​sche​ga​le​rie​.de/​a​n​m​e​l​d​u​n​g​-​s​p​e​a​k​i​n​g​-​o​f​-​v​i​d​e​o​-​a​rt/

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