Kategorie: Journal

Talen­te benö­ti­gen eine Per­spek­ti­ve

Umset­zung der geplan­ten Inves­ti­ti­ons­ver­pflich­tung drin­gend erfor­der­lich

Stel­lung­nah­me der Film­hoch­schu­len Deutsch­lands zur Umset­zung des FFG

Die Film­bran­che leis­tet einen maß­geb­li­chen kul­tu­rel­len Bei­trag durch zugäng­li­che Wer­ke, die sowohl viel­fäl­ti­ge und inter­kul­tu­rel­le Per­spek­ti­ven unse­rer Gesell­schaft bie­ten als auch für die Ver­mitt­lung demo­kra­ti­scher Grund­wer­te ste­hen. Die Film­in­dus­trie ist in Deutsch­land dar­über hin­aus eine öko­no­misch rele­van­te Grö­ße. Auf rund 120.000 Arbeits­plät­zen erwirt­schaf­ten Film­schaf­fen­de jähr­lich rund 10 Mil­li­ar­den Euro. Bei­de Aspek­te basie­ren auf der künst­le­ri­schen und the­ma­ti­schen Viel­falt des deut­schen Films: Art­house, natio­na­le und inter­na­tio­na­le Block­bus­ter, Talent-, Dokumentar- und Ani­ma­ti­ons­fil­me als Kino-, TV-​Film oder Serie sowohl made in Ger­ma­ny als auch durch Kopro­duk­ti­on mit inter­na­tio­na­len Partner*innen aus Euro­pa und den USA.

Die Film­hoch­schu­len als Gene­ra­tor krea­ti­ver Poten­tia­le

Was haben Maren Ade, Chris­ti­an Pet­zold, Ilker Çatak, Andre­as Dre­sen, Nora Fing­scheidt, Flo­ri­an Hen­ckel von Don­ners­marck und Doris Dör­rie gemein­sam? Sie sind Absolvent*innen einer der sie­ben füh­ren­den deut­schen Film­hoch­schu­len und haben inter­na­tio­na­le Film­ge­schich­te geschrie­ben. Deutsch­lands Film­ta­len­te arbei­ten auf Welt­ni­veau: Regel­mä­ßig gewin­nen ihre Abschluss­fil­me zahl­rei­che inter­na­tio­na­le Film­prei­se, u.a. den hoch­be­gehr­ten „Studenten-​Oscar“, und ran­gie­ren damit auf einem inter­na­tio­na­len Level und berei­chern die eta­blier­te Bran­che. Die jun­gen Talen­te sowie die gesam­te Bran­che benö­ti­gen eine ver­läss­li­che Per­spek­ti­ve, die ihnen auf der Basis des Film­för­de­rungs­ge­setz grund­sätz­lich gege­ben wer­den könn­te, wenn die­ses jetzt wie geplant voll­um­fäng­lich umge­setzt wird.

Die Inves­ti­ti­ons­ver­pflich­tung als Garant pro­duk­tio­nel­ler Res­sour­cen

Das am 1. Janu­ar 2025 in Kraft getre­te­ne Film­för­de­rungs­ge­setz basiert auf der Idee drei­er
Säu­len, von denen bis­her das novel­lier­te Model des nach­hal­tig opti­mier­ten erlös­ba­sier­ten
Abga­be­sys­tems greift. Die wei­te­ren Säu­len, ein steu­er­ba­sier­tes Anreiz­sys­tem, um den Film­stand­ort Deutsch­land inter­na­tio­nal wett­be­werbs­fä­hi­ger zu machen und die Inves­ti­ti­ons­ver­pflich­tung, die Rege­lung, die Akteu­re der Film­bran­che zu Inves­ti­tio­nen in der deut­schen Film­bran­che ver­pflich­tet, ste­hen wei­ter aus. Die Umset­zung ins­be­son­de­re der Inves­ti­ti­ons­ver­pflich­tung steht nun wie­der zur Debat­te und bil­det den maß­geb­li­chen Schritt für eine nach­hal­ti­ge Per­spek­ti­ve der Film­schaf­fen­den durch die Wert­schöp­fung, Inno­va­ti­ons­kraft und Eigen­ka­pi­tal­bil­dung der Bran­che. Die Vertreter*innen der Film­hoch­schu­len in Deutsch­land for­dern die zeit­na­he Imple­men­tie­rung der bereits vor­lie­gen­den Maß­nah­me.

Die Erwei­te­rung der Talent­för­de­rung als Per­spek­ti­ve der Film­bran­che in Deutsch­land

Dar­über hin­aus ist die Novel­lie­rung der Talent­för­de­rung ein wich­ti­ger Schritt für die Per­spek­ti­ve des Nach­wuch­ses: Film­hoch­schu­len sind im aktu­el­len FFG wei­ter­hin von zen­tra­len För­der­instru­men­ten aus­ge­schlos­sen. Dabei wird eine rele­van­te Anzahl von Abschluss­fil­men an den Hoch­schu­len in viel­fäl­ti­gen Kopro­duk­ti­ons­struk­tu­ren mit Pro­duk­ti­ons­fir­men und/​oder TV-​Fernsehanstalten unter markt­üb­li­chen Bedin­gun­gen her­ge­stellt und anschlie­ßend erfolg­reich aus­ge­wer­tet, ohne dass sie im Erfolgs­fall z.B. an der Refe­renz­för­de­rung der FFA par­ti­zi­pie­ren. Die Vertreter*innen der Film­hoch­schu­len for­dern die wei­ter­füh­ren­de Inte­gra­ti­on der Pro­duk­tio­nen der Film­hoch­schu­len in das För­de­rungs­sys­tem durch die zeit­na­he Anpas­sung der Richt­li­ni­en.

Prof. Mathi­as Antl­fin­ger, KHM Köln /​ Dr. Andre­as Bareiß, Film­aka­de­mie Baden-​Württemberg /​ Prof. Kath­rin Lem­me, Ham­burg Media School /​ Wolf Ples­mann, DFFB /​ Nad­ja Rado­je­vic, ifs Inter­na­tio­na­le Film­schu­le Köln /​ Dani­el Spon­sel, HFF Mün­chen /​ Prof. Dr. Susan­ne Stür­mer, Film­uni­ver­si­tät Babels­berg KONRAD WOLF

SCHWESTERHERZ star­tet am 8. Janu­ar 2026 bun­des­weit in den Kinos

Nach sei­ner Welt­pre­mie­re auf der Ber­li­na­le und der Aus­zeich­nung als Bes­ter abend­fül­len­der Spiel­film bei den First Steps Awards 2025 fei­ert SCHWESTERHERZ nun sei­nen bun­des­wei­ten Kino­start.

Der Film erzählt von Rose, die nach einer Tren­nung vor­über­ge­hend bei ihrem älte­ren Bru­der Sam ein­zieht. Die enge Ver­traut­heit der Geschwis­ter gerät ins Wan­ken, als Sam beschul­digt wird, eine Frau ver­ge­wal­tigt zu haben. Für Rose beginnt ein schmerz­haf­ter inne­rer Kon­flikt zwi­schen fami­liä­rer Loya­li­tät und der Fra­ge nach Ver­ant­wor­tung und Wahr­heit.

Mit gro­ßem Fein­ge­fühl erzählt Regis­seu­rin Sarah Miro Fischer von zwei Geschwis­tern, deren Bezie­hung durch einen unge­heu­er­li­chen Ver­dacht erschüt­tert wird. Das viel­schich­ti­ge, kör­per­lich nuan­cier­te Spiel von Marie Bloching und Anton Weil ver­leiht dem Lie­bes- und Gewis­sens­kon­flikt mit weni­gen Wor­ten eine prä­zi­se emo­tio­na­le Tie­fe. SCHWESTERHERZ ist ein Film ohne ein­fa­che Ant­wor­ten, der berührt und lan­ge nach­hallt.

Alle Spiel­ter­mi­ne fin­det ihr hier.

Arte­Ki­no Fes­ti­val 2025 – Jubi­lä­ums­aus­ga­be mit zwei DFFB-Pro­­duk­­tio­­nen

Vom 1. bis 31. Dezem­ber 2025 sind zwölf neue Spiel- und Doku­men­tar­fil­me aus acht Län­dern auf arte​.tv/​a​r​t​e​k​i​n​o​f​e​s​t​i​val kos­ten­los abruf­bar – in 32 Län­dern und sechs Sprach­fas­sun­gen. Die DFFB ist direkt mit bei­den deut­schen Bei­trä­gen ver­tre­ten:

ARTHUR & DIANA erzählt einen chao­ti­schen Road­trip, der fami­liä­re Rol­len­bil­der und Abstiegs­ängs­te ver­han­delt. Der Film ist ein auto­fik­tio­na­les Expe­ri­ment, ein trans­eu­ro­päi­sches Road­mo­vie, in dem Doku­men­tar­film und kon­stru­ier­te Rea­li­tät mit­ein­an­der ver­schmel­zen.

WHO IF NOT US doku­men­tiert das Leben jun­ger ukrai­ni­scher Künstler:innen im Kriegs­all­tag und zeigt ihre Krea­ti­vi­tät und Selbst­be­haup­tung auf ein­drück­li­che Wei­se. Sie set­zen auf Gemein­schaft und Hoff­nung, trotz Ver­trei­bung und Unsi­cher­heit, und ver­kör­pern den uner­schüt­ter­li­chen Geist ihrer Gene­ra­ti­on.

Im Rah­men des Fes­ti­vals wer­den zwei Prei­se ver­ge­ben: der Euro­päi­sche Publi­kums­preis (20.000 Euro) und der Preis der Jugend­ju­ry (10.000 Euro), bei dem 15 jun­ge Europäer:innen zwi­schen 18 und 25 Jah­ren die Gewinner:innen bestim­men.

Hier gehts zur Abstim­mung.

Zwei Gol­de­ne Lolas für die DFFB beim Deut­schen Kurz­film­preis 2025

Ein groß­ar­ti­ger Abend für die DFFB: Beim Deut­schen Kurz­film­preis 2025 wur­den gleich zwei unse­rer Fil­me mit einer Gol­de­nen Lola aus­ge­zeich­net. GARNELIUS von Julia Ket­el­hut gewann in der Kate­go­rie „mit­tel­lan­ger Film“, wäh­rend MOTHER IS A NATURAL SINNER von Hoda Tahe­ri und Boris Hadži­ja in der Kate­go­rie „Spiel­film bis 15 Minu­ten“ aus­ge­zeich­net wur­de.

Die Jury lob­te GARNELIUS als „ver­stö­rend schö­ne Arbeit“, die mit gro­ßer Ruhe und emo­tio­na­ler Prä­zi­si­on erzählt ist. MOTHER IS A NATURAL SINNER über­zeug­te sie durch sei­ne beson­de­re Mischung aus ana­ly­ti­scher Schär­fe, poe­ti­scher Nähe und außer­ge­wöhn­li­cher Bild­ge­stal­tung.

Auch ICEBERGS von Car­los Perei­ra war nomi­niert – eine Aner­ken­nung, die beim Deut­schen Kurz­film­preis bereits als gro­ßer Erfolg zählt und mit 15.000 Euro dotiert ist.

Wir freu­en uns sehr über die Aus­zeich­nun­gen und gra­tu­lie­ren allen betei­lig­ten Film­schaf­fen­den herz­lich!

Alle nomi­nier­ten und aus­ge­zeich­ne­ten Fil­me wer­den im kom­men­den Jahr im Rah­men der KURZ.FILM.TOUR deutsch­land­weit in kom­mu­na­len Kinos zu sehen sein – nicht ver­pas­sen!

Pho­to Cre­dit: Maxi­mi­li­an Probst

S‑Bahn-Ein­­schrän­­kun­­gen zum Tag der offe­nen Tür

Am 22. Novem­ber muss mit erheb­li­chen Ein­schrän­kun­gen im S‑Bahn-Ver­kehr gerech­net wer­den. Die Lini­en S46, S45, S47, S8, S85 und S9 ver­keh­ren an die­sem Tag nicht nach dem regu­lä­ren Fahr­plan. Grund dafür sind betrieb­li­che Anpas­sun­gen, die den Ablauf im süd­öst­li­chen Ber­li­ner Stre­cken­netz beein­flus­sen.

Besucher:innen wer­den daher gebe­ten, alter­na­ti­ve Ver­bin­dun­gen zu nut­zen oder auf die ört­li­chen Bus­li­ni­en aus­zu­wei­chen, um den Stand­ort in Adlers­hof zuver­läs­sig zu errei­chen. Aktu­el­le Infor­ma­tio­nen zu Fahr­plan­än­de­run­gen und Ersatz­ver­keh­ren stel­len sowohl die Ber­li­ner Ver­kehrs­be­trie­be als auch die S‑Bahn Ber­lin bereit.

Zwei DFFB-Kur­z­­fil­­me bei der lan­gen Nacht der kur­zen Fil­me im rbb

Für Nacht­schwär­mer: Am 15. Novem­ber zeigt der rbb wie­der „Die lan­ge Nacht der kur­zen Fil­me“ – mit dabei sind zwei Pro­duk­tio­nen der DFFB.

Um 0:40 Uhr läuft YUGOTRANSPORT – WIR SITZEN ALLE IM SELBEN BUS (R/​B: Boris Hadži­ja, B: Esther Preuß­ler & Andre­as Kou­ba, K: Anselm Bel­ser, P: Maxi­mi­li­an Feld­kamp, E: Bran­ka Pav­lo­vić). Drei­ßig Jah­re nach dem Jugo­sla­wi­en­krieg rei­sen Män­ner aus dem ehe­ma­li­gen Jugo­sla­wi­en als Ern­te­hel­fer nach Deutsch­land auf der Suche nach Hoff­nung, Zukunft und Wohl­stand – bis ein Ret­ter auf­taucht.

Um 2:45 Uhr folgt WENN IN EINER WINTERNACHT ZWEI REISENDE (R/​B/​E: Sara Sum­ma, B: Jacob Haupt­mann, K: Moritz Frie­se, P: Daria Wich­mann & Ceci­lia Traut­vet­ter). Fran­ces­co und sei­ne Toch­ter Eli­sa gera­ten auf einer Nacht­fahrt durch Ber­lin in eine geheim­nis­vol­le, fast magi­sche Rei­se vol­ler uner­war­te­ter Begeg­nun­gen und Sym­pa­thien.

Das gesam­te Pro­gramm ist außer­dem in der Media­thek ver­füg­bar.

The Euro­pean Alli­ance of Aca­de­mies calls for Reco­gni­ti­on of the vital Con­tri­bu­ti­on of Migrants to Art, Cul­tu­re and Socie­ty

In a state­ment issued fol­lo­wing a con­fe­rence under the title „The Arts and Migration(s): Reflec­tions and Respon­si­bi­li­ties“, which was held in Valletta/​Malta upon invi­ta­ti­on of the Arts Coun­cil Mal­ta from 27 to 29 Octo­ber 2025, the Euro­pean Alli­ance of Aca­de­mies expres­ses its deep con­cern about the incre­asing trans­for­ma­ti­on of Euro­pe into a fort­ress whe­re migrants in their strugg­le for a safer life risk rejec­tion, hosti­li­ty, and death.

The Euro­pean Alli­ance of Aca­de­mies, which was foun­ded five years ago to pro­mo­te and defend artis­tic free­dom and free­dom of speech, urges the inter­na­tio­nal com­mu­ni­ty to reco­g­ni­se the rights of peo­p­le lea­ving their count­ries, and to con­sider migra­ti­on essen­ti­al to our com­mon histo­ry, vital to the sto­ry of human­kind.

Mil­li­ons of peo­p­le are forced to lea­ve their count­ries becau­se of eco­no­mic ine­qua­li­ty, war, per­se­cu­ti­on, flood and drought. The­re is no migra­ti­on cri­sis as we hear too often, but the­re is a poli­ti­cal cri­sis whe­re more and more count­ries bla­me migra­ti­on for the pro­blems they face. The­re is a cli­ma­te cri­sis and the­re is a moral cri­sis as we are living in a world in which wel­co­me and hos­pi­ta­li­ty must be re-intro­du­ced: We have to re-find our civi­li­ty.

Art and cul­tu­re rely upon the free cir­cu­la­ti­on of peo­p­le and ide­as – rest­ric­tion to natio­nal boun­da­ries makes us nar­row-min­ded and one-sided. Ins­tead of clo­sing our eyes to incre­asing pre­ju­di­ce and mis­in­for­ma­ti­on we must open our win­dows and doors. Inde­ed, we must reco­g­ni­se migrants for all they bring to our socie­ties – their life sto­ries, know­ledge and cul­tu­re.

Euro­pean Alli­ance of Aca­de­mies
Mal­ta State­ment
Pho­to Cre­dit: Dar­ren Agi­us

Eine Aus­zeich­nung und zwei wei­te­re Nomi­nie­run­gen für die DFFB: Deut­scher Kurz­film­preis 2025

Am 20. Novem­ber 2025 wird der Staats­mi­nis­ter für Kul­tur und Medi­en Wolf­ram Wei­mer in Ham­burg den Deut­schen Kurz­film­preis ver­lei­hen. Wir freu­en uns über eine Aus­zeich­nung in Gold und zwei wei­te­re Nomi­nie­run­gen, die noch im Ren­nen um eine Gol­de­ne Lola sind.

Den Deut­schen Kurz­film­preis 2025 in der Kate­go­rie Mit­tel­lan­ger Film (30 bis 78 Minu­ten Lauf­zeit) erhält GARNELIUS von Regis­seu­rin und Dreh­buch­au­to­rin Julia Ket­el­hut (P: Mel­vyn Zeyns und Jonas Neme­la, K: Rocío Díaz Frei­re) – ein Werk von fein­sin­ni­ger Sym­bo­lik und emo­tio­na­ler Klar­heit. Karl, der die Abwe­sen­heit sei­nes Vaters kaum erträgt, sucht in der Bezie­hung zu sei­nem Bru­der David nach Nähe. Als ein uner­klär­li­ches Ereig­nis die fami­liä­re Ord­nung ins Wan­ken bringt, ver­schwim­men die Gren­zen zwi­schen Rea­li­tät und Meta­pher. GARNELIUS erzählt mit poe­ti­scher Prä­zi­si­on von Sehn­sucht, Zuge­hö­rig­keit und der stil­len Kraft, die in fami­liä­ren Brü­chen liegt.

In der Kate­go­rie Spiel­film bis 15 Minu­ten Lauf­zeit geht MOTHER IS A NATURAL SINNER von Hoda Tahe­ri und Boris Hadži­ja ins Ren­nen um den Deut­schen Kurz­film­preis 2025. Der Abschluss ihrer gefei­er­ten Tri­lo­gie wid­met sich einer Frau, die durch eine uner­war­te­te Schwan­ger­schaft gezwun­gen ist, ihre Vor­stel­lun­gen von Weib­lich­keit und Selbst­be­stim­mung zu hin­ter­fra­gen. Mit zar­ter Inti­mi­tät und ana­ly­ti­scher Schär­fe schaf­fen Tahe­ri und Hadži­ja ein fil­mi­sches State­ment über Kör­per, Schuld und Frei­heit – und dar­über, wie sich Kon­trol­le in Selbst­er­mäch­ti­gung ver­wan­deln kann.

Eben­falls für den Deut­schen Kurz­film­preis 2025 nomi­niert, in der Kate­go­rie Spiel­film ab 15 bis 30 Minu­ten Lauf­zeit, ist ICEBERGS von Regis­seur Car­los Perei­ra – ein stil­les, tief bewe­gen­des Werk über Ein­sam­keit und die Suche nach Nähe. Theo, 66, lebt in einer Welt, die ihn kaum noch berührt. Zwi­schen dem Dampf eines Hamams und dem Dun­kel eines alten Kinos tas­tet er nach Momen­ten mensch­li­cher Ver­bun­den­heit. Erst die Begeg­nung mit Ida bringt Bewe­gung in sei­ne Star­re . Mit gro­ßer Ruhe und emo­tio­na­ler Prä­zi­si­on zeich­net ICEBERGS das Por­trät eines Man­nes, der lang­sam wie­der zu spü­ren lernt.

Der Deut­sche Kurz­film­preis ist die wich­tigs­te und höchst­do­tier­te Aus­zeich­nung für den Kurz­film in Deutsch­land. Mit der Ver­lei­hung wür­digt die Bun­des­re­gie­rung Filmemacher:innen für ihren Mut, künst­le­risch anspruchs­vol­le Wer­ke im kur­zen For­mat zu pro­du­zie­ren, und ermu­tigt sie, die­sen Weg wei­ter­zu­ge­hen.

Tag der Offe­nen Tür – 22. Novem­ber 2025

Am Sams­tag, den 22. Novem­ber 2025, öff­nen wir die Türen für alle, die sich für ein Stu­di­um im Bereich Film inter­es­sie­ren oder die Aka­de­mie näher ken­nen­ler­nen möch­ten.

Der Tag der Offe­nen Tür bie­tet eine idea­le Gele­gen­heit, sich einen ers­ten Ein­druck von unse­ren Stu­di­en­gän­gen, der Aka­de­mie und den Men­schen dahin­ter zu ver­schaf­fen. Besucher:innen kön­nen sich über die ver­schie­de­nen Fach­be­rei­che infor­mie­ren, an offe­nen Ver­an­stal­tun­gen teil­neh­men und mit Dozie­ren­den, Mit­ar­bei­ten­den sowie Stu­die­ren­den ins Gespräch kom­men.

Ob ers­te Ori­en­tie­rung oder geziel­te Vor­be­rei­tung auf eine Bewer­bung – der Tag bie­tet wert­vol­le Ein­bli­cke in das Stu­di­um an der DFFB.

Zum detail­lier­ten Pro­gramm