Kategorie: Journal

DFFB Fil­me beim ach­tung ber­lin film­fes­ti­val

Gleich meh­re­re Fil­me von Stu­die­ren­den sind in die­sem Jahr beim ach­tung ber­lin film­fes­ti­val (15.–22. April 2026) ver­tre­ten. Das Fes­ti­val zeigt jähr­lich aktu­el­le Film­pro­duk­tio­nen aus Ber­lin und Bran­den­burg – und macht die Viel­falt sowie die künst­le­ri­sche Stär­ke des regio­na­len Film­schaf­fens sicht­bar.

Den Auf­takt macht der DFFB Abschluss­film MAMBO MATERNICA von Bor­bá­la Nagy (K: Moritz Frie­se, M: László Dunai, P: Mar­ga­ri­ta Ami­neva-Jes­ter, Daria Wich­mann): Sei­ne Deutsch­land­pre­mie­re fei­ert er am 15. April im Kino Colos­se­um – und eröff­net damit fei­er­lich das Fes­ti­val. Im Spiel­film­wett­be­werb erzählt der Film von drei Frau­en in Euro­pa, die an Wen­de­punk­ten ihres Lebens ste­hen und zwi­schen Kin­der­wunsch, Schwan­ger­schaft und gesell­schaft­li­chen Erwar­tun­gen ihren eige­nen Weg zur Selbst­be­stim­mung suchen.

Auch im Doku­men­tar­film ist die DFFB stark ver­tre­ten: A JEWISH PROBLEM von Ron Roth­schild (K: Ron Roth­schild, Juli­en May­er, Fion Mut­ert, Masha Bil­ler, Sina Agha­zadeh, M: Astrid Hoh­le Han­sen, P: Yus­uf Celik) wid­met sich der Fra­ge jüdi­scher Iden­ti­tät in der Gegen­wart und beleuch­tet per­sön­li­che wie gesell­schaft­li­che Per­spek­ti­ven. Einen inti­men Zugang zum The­ma Mut­ter­schaft fin­det Kla­ra Har­den in WOMAN/​MOTHER, der indi­vi­du­el­le Erfah­run­gen im Span­nungs­feld sozia­ler Erwar­tun­gen sicht­bar macht.

Drei wei­te­re Arbei­ten tre­ten im Kurz­film­wett­be­werb an – und zei­gen die Band­brei­te fil­mi­scher Ansät­ze: ALLES WAS WIR WISSEN WOLLEN (R/​B: Julia Ket­el­hut, K: Juli­en May­er, M: Astrid Hoh­le Han­sen, P: Julia Ket­el­hut, Juli­en May­er) kreist um Fra­gen von Wis­sen, Wahr­neh­mung und per­sön­li­cher Ori­en­tie­rung im All­tag. In DAS ARMBAND (R/​B: Ari­na Cher­no­va, Jer­ri Baza­ta, K: Masha Bil­ler, P: Jer­ri Baza­ta, Ari­na Cher­no­va, M: Robert Franz, Ari­na Cher­no­va) wird ein schein­bar klei­nes Objekt zum Aus­gangs­punkt für eine Geschich­te über Erin­ne­rung, Bezie­hun­gen und ver­bor­ge­ne Bedeu­tun­gen. Und PROTAGONIST (R/​B: Natha­lie Seidl, K: Ari Sala­zar, P: Tanya Tsy­ga­no­va, M: Celi­ne Jün­ger) unter­sucht Iden­ti­tät als Spiel zwi­schen Insze­nie­rung und Rea­li­tät.

Zwi­schen die­sen For­ma­ten posi­tio­niert sich THE PLANT FROM THE CANARIES (R: Ruan Lan-Xi, K: Jona­than Steil) im Wett­be­werb für mit­tel­lan­ge Fil­me. Der Film erzählt in poe­ti­schen Bil­dern von Migra­ti­on, Zuge­hö­rig­keit und der Suche nach Iden­ti­tät.

Pro­duk­tio­nen von Absolvent:innen im Fes­ti­val­pro­gramm

Nicht nur aktu­el­le Stu­die­ren­de, auch Absolvent:innen der DFFB prä­gen das dies­jäh­ri­ge Pro­gramm: Im Spiel­film­wett­be­werb läuft SOLO SHOW (B: Julia Rose Gos­tyn­ski), ein Film über fra­gi­le Selbst­bil­der und deren all­mäh­li­ches Zer­bre­chen. Im mit­tel­lan­gen For­mat rich­tet DIE UNVERZICHTBAREN (R/​B: Flo­ri­an Hoff­mann) den Blick auf jene, deren oft unsicht­ba­re Arbeit das gesell­schaft­li­che Gefü­ge trägt. Und im Kurz­film DADDY, KOMPLEX (R/​B: Mireya Hei­der de Jahn­sen) ste­hen fami­liä­re Prä­gun­gen, Auto­ri­tät und emo­tio­na­le Abhän­gig­kei­ten im Mit­tel­punkt. In der Sek­ti­on Ber­lin Spot­lights ist zudem BALANCE (B/​P: Ina-Lene Din­se) ver­tre­ten, der von einer Vater-Toch­ter-Begeg­nung erzählt, in der Nähe, Distanz und unaus­ge­spro­che­ne Kon­flik­te auf­ein­an­der­tref­fen.

So ent­steht ein viel­stim­mi­ges Bild der Arbei­ten aus der Aka­de­mie: doku­men­ta­risch und fik­tio­nal, kon­zen­triert und expe­ri­men­tier­freu­dig – und eng ver­bun­den mit der Ber­li­ner Film­sze­ne, die es maß­geb­lich mit­prägt.

Die DFFB gra­tu­liert allen betei­lig­ten Film­schaf­fen­den zur Ein­la­dung und wünscht den Fil­men eine erfolg­rei­che Fes­ti­val­aus­wer­tung.

Star­ke Prä­senz der DFFB bei der Ber­li­na­le 2026

Zahl­rei­che Pro­jek­te unse­rer Stu­die­ren­den, Alum­ni und Leh­ren­den sind bei den 76. Inter­na­tio­na­len Film­fest­spie­len Ber­lin ver­tre­ten – sowohl im offi­zi­el­len Pro­gramm als auch in wei­te­ren Berei­chen des Fes­ti­vals.

In der offi­zi­el­len Aus­wahl des dies­jäh­ri­gen Wett­be­werbs läuft MEINE FRAU WEINT von Alum­na Ange­la Scha­nelec. Pro­du­ziert wur­de der Film von Alum­nus Kirill Kra­sov­ski, Post­pro­duk­ti­ons­be­ra­ter war Stu­dent Raf­fa­el­lo Lup­per­ger. An der Pro­duk­ti­on des Eröff­nungs­films NO GOOD MEN waren zudem Alum­nae Car­lot­ta Cor­nehl und Leo­nie Schä­fer betei­ligt. Leo­nie war auch noch Regie­as­sis­tenz bei dem Film ETWAS GANZ BESONDERES.

Im Forum fei­ert SZENARIO von Marie Wil­ke sei­ne Welt­pre­mie­re. Pro­du­zent ist Alum­nus Hei­no Deckert, für den Sound Design Alum­nus Frank Behn­ke ver­ant­wort­lich. In der glei­chen Sek­ti­on wird auch FYLING TIGERS gezeigt, bei dem die Bild­ge­stal­tung u. A. Dozen­tin Isa­bel­le Casez mach­te. In der Sek­ti­on Pan­ora­ma wird THE EDUCATION OF JANE CUMMING, geschrie­ben von Alum­na Sophie Held­man und mit Script Con­sul­ting von Chris­tia­ne Lil­ge, gezeigt.

Auch im wei­te­ren Fes­ti­val­pro­gramm sind zahl­rei­che DFFB-Mit­wir­ken­de ver­tre­ten: Bei AUSLANDSREISE über­nahm Alum­na Jen­ny Lou Zie­gel die Kame­ra. BERLIN, BAHNHOF FRIEDRICHSTRASSE 1990 wur­de von Lil­ly Gro­te (Regie und Kame­ra) rea­li­siert. In CHRONOS – FLUSS DER ZEIT ist Anna Feli­cia Scu­tel­ni­cu als Prot­ago­nis­tin zu sehen und Stu­den­tin Gaya von Schwar­ze war als Edi­to­rin dabei. Alum­ni Fred Bur­le war Exe­cu­ti­ve Pro­du­cer von FEITO PIPA.

Jonas Dorn­bach ist sowohl Kopro­du­zent von ETWAS GANZ BESONDERES sowie von UNA MUJER FANTÁSTICA, der im Rah­men des 40-jäh­ri­gen Jubi­lä­ums des quee­ren Film­prei­ses Ted­dy Award erneut gezeigt wird. Alum­ni Hel­ga Rei­de­meis­ter und Johann Feindt sind mit IM GLANZE DIESES GLÜCKES im Pro­gramm ver­tre­ten. Für den Klas­si­ker LOLA RENNT, der in die­sem Jahr im Rah­men der Retro­spek­ti­ve gezeigt wird, ver­ant­wor­te­te Frank Behn­ke das Sound Design. Die Kame­ra von WHERE TO?, der sei­ne Welt­pre­mie­re in der Sek­ti­on Per­spec­ti­ves fei­ert, führ­te Stu­den­tin Maa­ya­ne Bouh­nik.

Die Retro­spek­ti­ve der dies­jäh­ri­gen Ber­li­na­le wür­digt zudem den Alum­nus, Fil­me­ma­cher und Medi­en­künst­ler Harun Faro­cki und zeigt unter ande­rem VIDEOGRAMME EINER REVOLUTION.

Auch über die Film­pro­gram­me hin­aus sind Mit­glie­der der DFFB auf zen­tra­len Platt­for­men des Fes­ti­vals prä­sent: Dani­el Beschaa­re­ti gehört zur Jury des Gen Z Audi­ence Award. Beim Euro­pean Film Mar­ket prä­sen­tiert die Dreh­buch­alum­na Isa­bel­le Oli­vei­ra Pari­se Krö­ger ihr Pro­jekt WETLANDS im Rah­men von „Series Match: Ger­ma­ny & Ibe­ro-Ame­ri­ca“ auf dem Ber­li­na­le Series Mar­ket.

Die viel­fäl­ti­ge Betei­li­gung unter­streicht die star­ke Prä­senz der DFFB bei der Ber­li­na­le 2026 und ihre enge Ver­bin­dung zur inter­na­tio­na­len Film­bran­che. Das gesamm­te Ber­li­na­le Pro­gramm fin­det Sie hier.

UNGEDULD DES HERZENS star­tet am 5. Febru­ar offi­zi­ell im Kino

Ab dem 5. Febru­ar ist UNGEDULD DES HERZENS im Kino zu sehen – ein ein­dring­li­ches Dra­ma über emo­tio­na­le Ver­ant­wor­tung, Macht­ver­hält­nis­se in Bezie­hun­gen und die Fra­ge, wann Hil­fe zur Zumu­tung wird.

Was als Ges­te des Mit­ge­fühls beginnt, wird zur gefähr­li­chen Ver­su­chung, sich selbst als Ret­ter zu füh­len. In UNGEDULD DES HERZENS ver­legt Regis­seur Lau­ro Cress die zeit­lo­se Erzäh­lung von Ste­fan Zweig über Mit­leid und mora­li­sche Über­for­de­rung in die Gegen­wart. Ent­stan­den ist ein inten­si­ves Psy­cho­dra­ma über die Sehn­sucht nach Nähe, die Gren­zen von Empa­thie und die Unmög­lich­keit, für ande­re zu leben.

Aus­ge­zeich­net beim Film­fes­ti­val Max Ophüls Preis 2025 als Bes­ter Spiel­film sowie für Bes­ten Schau­spiel­nach­wuchs, zählt der Film zu den Bei­spie­len des neu­en deut­schen Autoren­ki­nos – kraft­voll, berüh­rend und von gro­ßer emo­tio­na­ler Klar­heit.

Zwi­schen Mit­leid und Kon­trol­le

Ein Bow­lin­ga­bend, ein Miss­ver­ständ­nis – und ein Moment, der zwei Leben ver­än­dert. Der jun­ge Bun­des­wehr­sol­dat Isaac möch­te der Schwes­ter impo­nie­ren, als er die mür­ri­sche Edith zum Spie­len auf­for­dert. Erst als sie schlaff zu Boden sinkt, bemerkt er den Roll­stuhl, der neben ihr steht. Von Scham getrie­ben sucht Isaac die Nähe der Frau, die er ver­letzt hat.

Zwi­schen Isaac und Edith ent­wi­ckelt sich eine unge­wöhn­li­che Bezie­hung, geprägt von Mit­ge­fühl, Hoff­nung und wach­sen­der Abhän­gig­keit. Doch je stär­ker Isaac ver­sucht, Edith „zu hei­len“, des­to tie­fer ver­stri­cken sich bei­de in ein Geflecht aus Schuld, Selbst­täu­schung und uner­füll­ter Sehn­sucht.

Mit ein­drucks­vol­len Bil­dern und gro­ßer emo­tio­na­ler Prä­zi­si­on erzählt UNGEDULD DES HERZENS von der gefähr­li­chen Gren­ze zwi­schen Lie­be und Mit­leid – und davon, wie leicht Hil­fe zur Bevor­mun­dung wer­den kann.

Alle Kino­ter­mi­ne fin­den Sie hier.

DOG für den Preis der deut­schen Film­kri­tik 2025 nomi­niert

Gro­ße Aner­ken­nung für Film­schaf­fen­de aus dem Umfeld der DFFB: Der Kurz­film DOG von Marie­ke de Zwa­an sowie meh­re­re DFFB-Alum­ni sind für den Preis der deut­schen Film­kri­tik 2025 nomi­niert.

In DOG beob­ach­tet ein Taxi­fah­rer wäh­rend einer Nacht­schicht sei­nen Hund über eine zu Hau­se instal­lier­te Haus­tier­ka­me­ra. Als sei­ne Frau auf dem Bild­schirm erscheint, nutzt er den Hund als Vor­wand, um mit ihr in Kon­takt zu tre­ten. Zwi­schen Distanz und Nähe ent­fal­tet sich eine stil­le, sub­til sexu­ell auf­ge­la­de­ne Atmo­sphä­re.

Alum­nus Chris­ti­an Pet­zold mit MIROIRS NO. 3 ist gleich mehr­fach nomi­niert – in den Kate­go­rien­für Bes­te Kame­ra, Bes­ter Dar­stel­ler und Bes­tes Sze­nen­bild. Auch Juli­an Radl­mai­er ist mit sei­nem aktu­el­len Film SEHNSUCHT IN SANGERHAUSEN gleich in meh­re­ren Kate­go­rien ver­tre­ten: Bes­ter Spiel­film, Bes­tes Dreh­buch und Bes­te Mon­ta­ge. Wei­te­re Nomi­nie­run­gen gehen an Eli­za Pet­ko­va mit ihrer Doku­men­ta­ti­on STILLE BEOBACHTER sowie das Regie-Duo Anna Koch und Julia Lem­ke für den Bes­ten Kin­der­film mit ZIRKUSKIND.

Der Preis der deut­schen Film­kri­tik wird jähr­lich vom Ver­band der deut­schen Film­kri­tik ver­ge­ben und zählt zu den wich­tigs­ten unab­hän­gi­gen Aus­zeich­nun­gen für künst­le­risch her­aus­ra­gen­des Film­schaf­fen in Deutsch­land. Die Nomi­nie­run­gen wür­di­gen außer­ge­wöhn­li­che fil­mi­sche Hand­schrif­ten und gesell­schaft­lich rele­van­te Per­spek­ti­ven.

Die Ver­lei­hung des Prei­ses der deut­schen Film­kri­tik 2025 fin­det am Sonn­tag, den 15. Febru­ar 2026, in der Aka­de­mie der Küns­te statt.

Wir gra­tu­lie­ren allen Nomi­nier­ten herz­lich und wün­schen viel Erfolg bei der Preis­ver­lei­hung.

Talen­te benö­ti­gen eine Per­spek­ti­ve

Umset­zung der geplan­ten Inves­ti­ti­ons­ver­pflich­tung drin­gend erfor­der­lich

Stel­lung­nah­me der Film­hoch­schu­len Deutsch­lands zur Umset­zung des FFG

Die Film­bran­che leis­tet einen maß­geb­li­chen kul­tu­rel­len Bei­trag durch zugäng­li­che Wer­ke, die sowohl viel­fäl­ti­ge und inter­kul­tu­rel­le Per­spek­ti­ven unse­rer Gesell­schaft bie­ten als auch für die Ver­mitt­lung demo­kra­ti­scher Grund­wer­te ste­hen. Die Film­in­dus­trie ist in Deutsch­land dar­über hin­aus eine öko­no­misch rele­van­te Grö­ße. Auf rund 120.000 Arbeits­plät­zen erwirt­schaf­ten Film­schaf­fen­de jähr­lich rund 10 Mil­li­ar­den Euro. Bei­de Aspek­te basie­ren auf der künst­le­ri­schen und the­ma­ti­schen Viel­falt des deut­schen Films: Art­house, natio­na­le und inter­na­tio­na­le Block­bus­ter, Talent-, Dokumentar- und Ani­ma­ti­ons­fil­me als Kino-, TV-​Film oder Serie sowohl made in Ger­ma­ny als auch durch Kopro­duk­ti­on mit inter­na­tio­na­len Partner*innen aus Euro­pa und den USA.

Die Film­hoch­schu­len als Gene­ra­tor krea­ti­ver Poten­tia­le

Was haben Maren Ade, Chris­ti­an Pet­zold, Ilker Çatak, Andre­as Dre­sen, Nora Fing­scheidt, Flo­ri­an Hen­ckel von Don­ners­marck und Doris Dör­rie gemein­sam? Sie sind Absolvent*innen einer der sie­ben füh­ren­den deut­schen Film­hoch­schu­len und haben inter­na­tio­na­le Film­ge­schich­te geschrie­ben. Deutsch­lands Film­ta­len­te arbei­ten auf Welt­ni­veau: Regel­mä­ßig gewin­nen ihre Abschluss­fil­me zahl­rei­che inter­na­tio­na­le Film­prei­se, u.a. den hoch­be­gehr­ten „Studenten-​Oscar“, und ran­gie­ren damit auf einem inter­na­tio­na­len Level und berei­chern die eta­blier­te Bran­che. Die jun­gen Talen­te sowie die gesam­te Bran­che benö­ti­gen eine ver­läss­li­che Per­spek­ti­ve, die ihnen auf der Basis des Film­för­de­rungs­ge­setz grund­sätz­lich gege­ben wer­den könn­te, wenn die­ses jetzt wie geplant voll­um­fäng­lich umge­setzt wird.

Die Inves­ti­ti­ons­ver­pflich­tung als Garant pro­duk­tio­nel­ler Res­sour­cen

Das am 1. Janu­ar 2025 in Kraft getre­te­ne Film­för­de­rungs­ge­setz basiert auf der Idee drei­er
Säu­len, von denen bis­her das novel­lier­te Model des nach­hal­tig opti­mier­ten erlös­ba­sier­ten
Abga­be­sys­tems greift. Die wei­te­ren Säu­len, ein steu­er­ba­sier­tes Anreiz­sys­tem, um den Film­stand­ort Deutsch­land inter­na­tio­nal wett­be­werbs­fä­hi­ger zu machen und die Inves­ti­ti­ons­ver­pflich­tung, die Rege­lung, die Akteu­re der Film­bran­che zu Inves­ti­tio­nen in der deut­schen Film­bran­che ver­pflich­tet, ste­hen wei­ter aus. Die Umset­zung ins­be­son­de­re der Inves­ti­ti­ons­ver­pflich­tung steht nun wie­der zur Debat­te und bil­det den maß­geb­li­chen Schritt für eine nach­hal­ti­ge Per­spek­ti­ve der Film­schaf­fen­den durch die Wert­schöp­fung, Inno­va­ti­ons­kraft und Eigen­ka­pi­tal­bil­dung der Bran­che. Die Vertreter*innen der Film­hoch­schu­len in Deutsch­land for­dern die zeit­na­he Imple­men­tie­rung der bereits vor­lie­gen­den Maß­nah­me.

Die Erwei­te­rung der Talent­för­de­rung als Per­spek­ti­ve der Film­bran­che in Deutsch­land

Dar­über hin­aus ist die Novel­lie­rung der Talent­för­de­rung ein wich­ti­ger Schritt für die Per­spek­ti­ve des Nach­wuch­ses: Film­hoch­schu­len sind im aktu­el­len FFG wei­ter­hin von zen­tra­len För­der­instru­men­ten aus­ge­schlos­sen. Dabei wird eine rele­van­te Anzahl von Abschluss­fil­men an den Hoch­schu­len in viel­fäl­ti­gen Kopro­duk­ti­ons­struk­tu­ren mit Pro­duk­ti­ons­fir­men und/​oder TV-​Fernsehanstalten unter markt­üb­li­chen Bedin­gun­gen her­ge­stellt und anschlie­ßend erfolg­reich aus­ge­wer­tet, ohne dass sie im Erfolgs­fall z.B. an der Refe­renz­för­de­rung der FFA par­ti­zi­pie­ren. Die Vertreter*innen der Film­hoch­schu­len for­dern die wei­ter­füh­ren­de Inte­gra­ti­on der Pro­duk­tio­nen der Film­hoch­schu­len in das För­de­rungs­sys­tem durch die zeit­na­he Anpas­sung der Richt­li­ni­en.

Prof. Mathi­as Antl­fin­ger, KHM Köln /​ Dr. Andre­as Bareiß, Film­aka­de­mie Baden-​Württemberg /​ Prof. Kath­rin Lem­me, Ham­burg Media School /​ Wolf Ples­mann, DFFB /​ Nad­ja Rado­je­vic, ifs Inter­na­tio­na­le Film­schu­le Köln /​ Dani­el Spon­sel, HFF Mün­chen /​ Prof. Dr. Susan­ne Stür­mer, Film­uni­ver­si­tät Babels­berg KONRAD WOLF

SCHWESTERHERZ star­tet am 8. Janu­ar 2026 bun­des­weit in den Kinos

Nach sei­ner Welt­pre­mie­re auf der Ber­li­na­le und der Aus­zeich­nung als Bes­ter abend­fül­len­der Spiel­film bei den First Steps Awards 2025 fei­ert SCHWESTERHERZ nun sei­nen bun­des­wei­ten Kino­start.

Der Film erzählt von Rose, die nach einer Tren­nung vor­über­ge­hend bei ihrem älte­ren Bru­der Sam ein­zieht. Die enge Ver­traut­heit der Geschwis­ter gerät ins Wan­ken, als Sam beschul­digt wird, eine Frau ver­ge­wal­tigt zu haben. Für Rose beginnt ein schmerz­haf­ter inne­rer Kon­flikt zwi­schen fami­liä­rer Loya­li­tät und der Fra­ge nach Ver­ant­wor­tung und Wahr­heit.

Mit gro­ßem Fein­ge­fühl erzählt Regis­seu­rin Sarah Miro Fischer von zwei Geschwis­tern, deren Bezie­hung durch einen unge­heu­er­li­chen Ver­dacht erschüt­tert wird. Das viel­schich­ti­ge, kör­per­lich nuan­cier­te Spiel von Marie Bloching und Anton Weil ver­leiht dem Lie­bes- und Gewis­sens­kon­flikt mit weni­gen Wor­ten eine prä­zi­se emo­tio­na­le Tie­fe. SCHWESTERHERZ ist ein Film ohne ein­fa­che Ant­wor­ten, der berührt und lan­ge nach­hallt.

Alle Spiel­ter­mi­ne fin­det ihr hier.

Arte­Ki­no Fes­ti­val 2025 – Jubi­lä­ums­aus­ga­be mit zwei DFFB-Pro­­duk­­tio­­nen

Vom 1. bis 31. Dezem­ber 2025 sind zwölf neue Spiel- und Doku­men­tar­fil­me aus acht Län­dern auf arte​.tv/​a​r​t​e​k​i​n​o​f​e​s​t​i​val kos­ten­los abruf­bar – in 32 Län­dern und sechs Sprach­fas­sun­gen. Die DFFB ist direkt mit bei­den deut­schen Bei­trä­gen ver­tre­ten:

ARTHUR & DIANA erzählt einen chao­ti­schen Road­trip, der fami­liä­re Rol­len­bil­der und Abstiegs­ängs­te ver­han­delt. Der Film ist ein auto­fik­tio­na­les Expe­ri­ment, ein trans­eu­ro­päi­sches Road­mo­vie, in dem Doku­men­tar­film und kon­stru­ier­te Rea­li­tät mit­ein­an­der ver­schmel­zen.

WHO IF NOT US doku­men­tiert das Leben jun­ger ukrai­ni­scher Künstler:innen im Kriegs­all­tag und zeigt ihre Krea­ti­vi­tät und Selbst­be­haup­tung auf ein­drück­li­che Wei­se. Sie set­zen auf Gemein­schaft und Hoff­nung, trotz Ver­trei­bung und Unsi­cher­heit, und ver­kör­pern den uner­schüt­ter­li­chen Geist ihrer Gene­ra­ti­on.

Im Rah­men des Fes­ti­vals wer­den zwei Prei­se ver­ge­ben: der Euro­päi­sche Publi­kums­preis (20.000 Euro) und der Preis der Jugend­ju­ry (10.000 Euro), bei dem 15 jun­ge Europäer:innen zwi­schen 18 und 25 Jah­ren die Gewinner:innen bestim­men.

Hier gehts zur Abstim­mung.

Zwei Gol­de­ne Lolas für die DFFB beim Deut­schen Kurz­film­preis 2025

Ein groß­ar­ti­ger Abend für die DFFB: Beim Deut­schen Kurz­film­preis 2025 wur­den gleich zwei unse­rer Fil­me mit einer Gol­de­nen Lola aus­ge­zeich­net. GARNELIUS von Julia Ket­el­hut gewann in der Kate­go­rie „mit­tel­lan­ger Film“, wäh­rend MOTHER IS A NATURAL SINNER von Hoda Tahe­ri und Boris Hadži­ja in der Kate­go­rie „Spiel­film bis 15 Minu­ten“ aus­ge­zeich­net wur­de.

Die Jury lob­te GARNELIUS als „ver­stö­rend schö­ne Arbeit“, die mit gro­ßer Ruhe und emo­tio­na­ler Prä­zi­si­on erzählt ist. MOTHER IS A NATURAL SINNER über­zeug­te sie durch sei­ne beson­de­re Mischung aus ana­ly­ti­scher Schär­fe, poe­ti­scher Nähe und außer­ge­wöhn­li­cher Bild­ge­stal­tung.

Auch ICEBERGS von Car­los Perei­ra war nomi­niert – eine Aner­ken­nung, die beim Deut­schen Kurz­film­preis bereits als gro­ßer Erfolg zählt und mit 15.000 Euro dotiert ist.

Wir freu­en uns sehr über die Aus­zeich­nun­gen und gra­tu­lie­ren allen betei­lig­ten Film­schaf­fen­den herz­lich!

Alle nomi­nier­ten und aus­ge­zeich­ne­ten Fil­me wer­den im kom­men­den Jahr im Rah­men der KURZ.FILM.TOUR deutsch­land­weit in kom­mu­na­len Kinos zu sehen sein – nicht ver­pas­sen!

Pho­to Cre­dit: Maxi­mi­li­an Probst

S‑Bahn-Ein­­schrän­­kun­­gen zum Tag der offe­nen Tür

Am 22. Novem­ber muss mit erheb­li­chen Ein­schrän­kun­gen im S‑Bahn-Ver­kehr gerech­net wer­den. Die Lini­en S46, S45, S47, S8, S85 und S9 ver­keh­ren an die­sem Tag nicht nach dem regu­lä­ren Fahr­plan. Grund dafür sind betrieb­li­che Anpas­sun­gen, die den Ablauf im süd­öst­li­chen Ber­li­ner Stre­cken­netz beein­flus­sen.

Besucher:innen wer­den daher gebe­ten, alter­na­ti­ve Ver­bin­dun­gen zu nut­zen oder auf die ört­li­chen Bus­li­ni­en aus­zu­wei­chen, um den Stand­ort in Adlers­hof zuver­läs­sig zu errei­chen. Aktu­el­le Infor­ma­tio­nen zu Fahr­plan­än­de­run­gen und Ersatz­ver­keh­ren stel­len sowohl die Ber­li­ner Ver­kehrs­be­trie­be als auch die S‑Bahn Ber­lin bereit.