Kategorie: Journal

Seri­al Eyes Absol­vent Den­nis Schanz ver­wirk­licht mit SKYLINES Seri­en­idee bei Net­flix

SKYLINES (c) Netflix

Seri­al Eyes Absol­vent Den­nis Schanz konn­te mit SKYLINES sei­ne Seri­en­idee als Show­run­ner gemein­sam mit Net­flix rea­li­sie­ren. Es ist das ers­te Pro­jekt, wel­ches im Wri­ters‘ Room von Seri­al Eyes ent­wi­ckelt wur­de, das beim größ­ten Inter­net-Enter­tain­ment-Dienst zu sehen sein wird.

Die Pre­mie­re der Serie über den talen­tier­ten Hip-Hop-Pro­du­zen­ten, der in Frank­furt am Main lebt und das Ange­bot sei­nes Lebens erhält, läuft ab dem 27. Sep­tem­ber exklu­siv und welt­weit bei Net­flix.

Die Seri­en­idee hat Den­nis Schanz als indi­vi­du­el­les Pro­jekt im Rah­men von Seri­al Eyes ent­wi­ckelt, mit ver­schie­de­nen Dozent*innen (u.a. dem US-ame­ri­ka­ni­schen Show­run­ner Frank Spot­nitz und dem Dra­ma­tur­gen Nico­la Lus­uar­di) sowie sei­nem Men­tor und Pro­du­zent Klaus Zim­mer­mann auf den Prüf­stand gestellt und anschlie­ßend wei­ter­ver­folgt. Mit Net­flix hat er schließ­lich einen Part­ner gefun­den, der das unge­wöhn­li­che Pro­jekt zwi­schen Hip-Hop Welt und kri­mi­nel­lem Milieu mit ihm als Head Autor, Pro­du­zent und Show­run­ner umge­setzt hat.

Für das Autor*innen-Team hat er mit Oli­ver Karan, Kim Zim­mer­mann und Arne Ahrens drei sei­ner Seri­al Eyes Kolleg*innen ver­pflich­tet. Die Regie der Fol­gen 1 bis 3 hat Alum­nus Max Erlen­wein über­nom­men; außer­dem sind die DFFB Alum­ni Luis Sin­ger (Stick­Up Film­pro­duk­ti­on) sowie Jonas Dorn­bach und David Keits­ch (Kom­pli­zen­film) als feder­füh­ren­de Pro­du­zen­ten dabei.

Wir sind super gespannt und drü­cken die Dau­men für einen gelun­ge­nen Seri­en­start!

#fri­days­for­fu­ture – Kommt zusam­men!

Jetzt sind alle Men­schen gefor­dert: Wir, die Stu­die­ren­den und die Mitarbeiter*innen der DFFB, sind dabei und rufen alle unse­re Filmfreund*innen auf, sich der Demons­tra­ti­on am kom­men­den Frei­tag anzu­schlie­ßen! Wir sehen uns 12 Uhr am Bran­den­bur­ger Tor!

Ihr müsst noch Freund*innen und Kolleg*innen über­zeu­gen, mit euch gemein­sam die Arbeit bzw. das Stu­di­um für die gute Sache nie­der­zu­le­gen? Dann teilt gern die Mobi­li­sie­rungs-Clips der stu­den­ti­schen Kli­ma­grup­pe der DFFB:

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DFFB FEIERT ERFOLG BEI DEN FIRST STEPS AWARDS

Die Deut­sche Film- und Fern­seh­aka­de­mie Ber­lin freut sich über zwei der begehr­ten Aus­zeich­nun­gen bei den 20. FIRST STEPS Awards, die am gest­ri­gen Abend im STAGE Thea­ter des Wes­tens ver­lie­hen wur­den:

 

Autor Jacob Haupt­mann hat für sein Dreh­buch ZEIT DER MONSTER den mit 10.000 Euro dotier­ten FIRST STEPS Dreh­buch­preis erhal­ten. „In einem fie­ber­haf­ten flim­mern­den Stil erzählt ZEIT DER MONSTER exem­pla­risch anhand einer Kran­ken­sta­ti­on in Afri­ka vom Abglei­ten einer gan­zen Nati­on in den fürch­ter­li­chen Alp­traum des Krie­ges“, lob­te Oli­ver Zie­gen­balg im Namen der Jury, der auch Lau­ra Lack­mann und Hei­de Schwo­chow ange­hö­ren, in einer flam­men­den Rede das Dreh­buch unse­res Absol­ven­ten.

 

Die Pro­du­zen­tin Roma­na Janik erhielt für ihre Arbeit am Spiel­film 1986 (Regie: Lothar Her­zog) den NO FEAR Award. Beson­de­re Wert­schät­zung wur­de der Pro­du­zen­tin für den Mut zum Risi­ko zu Teil, den es braucht, um einen Spiel­film über ille­ga­le Trans­por­te aus der ver­seuch­ten Tscher­no­byl-Zone unter aben­teu­er­lichs­ten Bedin­gun­gen in Weiß­russ­land zu dre­hen. Die Jury aus Son­ja Heiss, Jochen Lau­be, Kat­ja Nicode­mus, Son­ja Rom und Kost­ja Ull­mann schloss ihre Begrün­dung mit den Wor­ten: „Mit die­ser Pro­du­zen­tin wür­den wir alle ger­ne dre­hen!“

 

Wir gra­tu­lie­ren bei­den Preis­trä­gern herz­lichst!

 

Foto: © Event­press /​ Harald Fuhr

DFFB betei­ligt sich am glo­ba­len Kli­ma­streik am 20. Sep­tem­ber

Inspi­riert von der 16-jäh­ri­gen Schwe­din Gre­ta Thun­berg, die seit Mona­ten jeden Frei­tag vor dem schwe­di­schen Par­la­ment streikt, gehen seit Mona­ten jun­ge Men­schen in ganz Deutsch­land und welt­weit unter dem Mot­to Fri­days for Future auf die Stra­ße, um für mehr Kli­ma­schutz und eine kon­se­quen­te Kli­ma­po­li­tik sowie gegen die feh­len­de Hand­lungs­be­reit­schaft der Poli­tik zu demons­trie­ren. Auch Stu­die­ren­de der DFFB betei­lig­ten sich an den ver­gan­ge­nen Aktio­nen in Ber­lin.

Am Frei­tag, den 20. Sep­tem­ber 2019 um 12 Uhr, sind alle Gene­ra­tio­nen dazu auf­ge­ru­fen, sich am drit­ten glo­ba­len Kli­ma­streik zu betei­li­gen und für mehr Kli­ma­ge­rech­tig­keit zu pro­tes­tie­ren. Auch wir, die Stu­die­ren­den und Mitarbeiter*innen der DFFB, gehen gemein­sam mit Fri­days for Future und einem brei­ten zivil­ge­sell­schaft­li­chen Bünd­nis für mehr Kli­ma­ge­rech­tig­keit auf die Stra­ße – Treff­punkt ist 12 Uhr am Bran­den­bur­ger Tor!

Damit möch­ten wir ein kla­res Zei­chen für mehr Kli­ma­schutz set­zen und die Strei­ken­den welt­weit unter­stüt­zen. Selbst­ver­ständ­lich ist mehr als ein Streik not­wen­dig, um die Zie­le von Fri­days for Future nach­hal­tig zu unter­stüt­zen. Aus die­sem Grund neh­men wir uns vor, die bereits bestehen­den Bemü­hun­gen, Fil­me „grün“ zu pro­du­zie­ren, wei­ter aus­zu­bau­en und wei­ter­hin in Lehr­ver­an­stal­tun­gen für die­ses wich­ti­ge The­ma zu sen­si­bi­li­sie­ren.

Screen Dai­ly berich­tet über Seri­al Eyes und die DFFB

In einem Arti­kel auf der renom­mier­ten Bran­chen­sei­te SCREEN DAILY (einem Able­ger des bri­ti­schen SCREEN INTERNATIONAL) wer­den zwei Alum­ni unse­res Seri­en­pro­gramms SERIAL EYES als zwei von fünf auf­stre­ben­den Autoren­ta­len­ten aus Süd­ost­eu­ro­pa vor­ge­stellt: Judit Ban­ha­zi aus Ungarn und Ivan Kneže­vić aus Ser­bi­en.

Ben­ja­min Har­ris, Lei­ter von SERIAL EYES, erläu­tert im Gespräch die Beson­der­hei­ten ost­eu­ro­päi­scher Autor*innen:

Germany’s lea­ding film and TV school, Ber­lin DFFB, offers Seri­al Eyes, a post­gra­dua­te trai­ning pro­gram­me for tele­vi­si­on wri­ters and pro­du­cers that is wide­ly regard­ed as the most useful such plat­form in Euro­pe.

“We’ve been very lucky to have had gre­at young talents from the [Sou­the­ast Euro­pe] regi­on in almost every trai­ning cycle,” says Ben­ja­min Har­ris, head of pro­gram­me for Seri­al Eyes. “The­re are dif­fe­rent sen­si­bi­li­ties from the­se wri­ters than what we are used to from Wes­tern Euro­pean wri­ters. For exam­p­le, even though many of our wri­ters are too young to have expe­ri­en­ced Com­mu­nism per se, they were often the­re for the uphe­avals and immense chan­ge that were the 1990s, or are now expe­ri­en­cing the after­math of tho­se tran­si­tio­nal years.”

“In the wri­ting the­re is often an open­ness for chan­ge and tran­si­ti­on, but with a cer­tain playful­ness,” he con­ti­nues. “The wri­ters are more wil­ling to explo­re new things, new ide­as, and even old issues with a new set of eyes. The sto­ries show an awa­re­ness of the serious­ness of the social rea­li­ties of their own cul­tures – crime, poli­ti­cal cor­rup­ti­on, social ine­qua­li­ty – but the­se the­mes are often dealt with in unex­pec­ted ways. The­re is less inhi­bi­ti­on to mix gen­res and tones and stark, gris­ly dra­ma exists side by side with almost absur­dist come­dy.”

Den gan­zen Arti­kel gibt es hier.

 

 

 

 

Fünf DFFB Nomi­nie­run­gen bei den First Steps Awards 2019

Am 09. Sep­tem­ber fin­det die 20. Ver­lei­hung der First Steps Awards - des deut­schen Nach­wuchs­prei­ses statt und wir dür­fen uns gleich über fünf Nomi­nie­run­gen bei den begehr­ten Awards freu­en:

Regis­seu­rin Susan­ne Hein­rich ist mit ihrem Spiel­film DAS MELANCHOLISCHE MÄDCHEN für den mit 25.000 Euro dotier­ten Preis für den bes­ten abend­fül­len­den Spiel­film nomi­niert.

In der glei­chen Kate­go­rie ist auch Regis­seur Lothar Her­zog mit sei­nem Spiel­film 1986 nomi­niert.

Kame­ra­frau Agnesh Pakoz­di ist auch für DAS MELANCHOLISCHE MÄDCHEN für den mit 10.000 Euro dotier­ten MICHAEL-BALLHAUS-PREIS im Ren­nen.

Die Pro­du­ce­rin Roma­na Janik ist eben­falls mit dem Film 1986 für den mit 10.000 Euro dotier­ten NO FEAR AWARD im Ren­nen.

Und die fünf­te und letz­te Nomi­nie­rung für den mit 10.000 Euro dotier­ten FIRST STEPS Dreh­buch­preis erhält der Autor Jacob Haupt­mann für sein Dreh­buch ZEIT DER MONSTER.

 

Über die Filme/​das Dreh­buch

DAS MELANCHOLISCHE MÄDCHEN

Auf der Suche nach einem Schlaf­platz streift das melan­cho­li­sche Mäd­chen durch die Groß­stadt. Unter­wegs begeg­net sie jun­gen Müt­tern, die ihre Mut­ter­schaft als reli­giö­ses Erwe­ckungs­er­leb­nis fei­ern, fin­det Unter­schlupf bei einem abs­ti­nen­ten Exis­ten­tia­lis­ten, für den Sex »auch nur noch ein Markt« ist, und war­tet in einer Drag Bar »auf das Ende des Kapi­ta­lis­mus«. Ihr Ver­such, ein Buch zu schrei­ben, schei­tert am ers­ten Satz des zwei­ten Kapi­tels, und sie fin­det kei­nen Platz zwi­schen Kunst­ga­le­rien, Yoga Stu­di­os und den Bet­ten frem­der Män­ner. Statt sich zu bemü­hen hin­ein­zu­pas­sen, fängt das Mäd­chen an, ihre Depres­si­on als Poli­ti­kum zu betrach­ten.

Quel­le: https://​www​.salz​ge​ber​.de/​m​a​e​d​c​h​en/

 

1986

Ele­na ist Stu­den­tin in Minsk, Weiß­russ­land. Sie ist in einer lei­den­schaft­li­chen, aber zuneh­mend kom­pli­zier­ter wer­den­den, Bezie­hung mit ihrem Freund Vic­tor. Als ihr Vater plötz­lich ver­haf­tet wird, muss sie sich nun um sein ille­ga­les Geschäft küm­mern. Und um die­se Geschäf­te abzu­wi­ckeln, muss sie fort­an in die „ver­bo­te­ne Zone“ von Tscher­no­byl fah­ren. Sie ist fas­zi­niert von der trü­ge­ri­schen Schön­heit der Zone, doch bald wird ihr Leben von einer zer­stö­re­ri­schen Kraft kon­ta­mi­niert…

Quel­le: https://​www​.face​book​.com/​l​o​t​h​a​r​h​e​r​z​o​g​f​i​l​ms/

 

ZEIT DER MONSTER

Es ist Som­mer 1914, kurz vor dem Beginn des Ers­ten Welt­krie­ges. Die streng cal­vi­nis­tisch erzo­ge­ne Kran­ken­schwes­ter Elsa (19) tritt ihre Stel­lung auf einer abge­le­ge­nen Kran­ken­sta­ti­on in der deut­schen Kolo­nie Kame­run an. Wäh­rend der lei­ten­de Arzt Alex­an­der (37) mit Elsas Hil­fe rigo­ros sei­ne For­schun­gen für ein Medi­ka­ment gegen die Schlaf­krank­heit vor­an­treibt, kämpft sei­ne Frau Lydia (28) gegen die eige­ne Zweck­lo­sig­keit. Als Elsa meh­re­re Tie­re der Sta­ti­on ver­gif­tet auf­fin­det, beginnt der Kom­man­deur der nächst­ge­le­ge­nen Poli­zei­trup­pe die Vor­fäl­le mit bru­ta­len Metho­den zu unter­su­chen. Der Ein­bruch der Gewalt lässt das ohne­hin schon fra­gi­le Gefü­ge der Kran­ken­sta­ti­on aus­ein­an­der­bre­chen und treibt unge­still­te Begeh­ren an die Ober­flä­che, die das geord­ne­te Welt­bild von Elsa ins Cha­os stür­zen.

Inter­view with Ben Gib­son by Vas­si­lis Eco­no­mou, Cin­eu­ro­pa

– We sat down with Bri­tish film pro­du­cer Ben Gib­son to chat about his expe­ri­ence so far as head of the Ger­man Film and Tele­vi­si­on Aca­de­my Ber­lin (DFFB). Having taken office in 2015, Bri­tish film pro­du­cer Ben Gib­son is the first non-Ger­man direc­tor of the acclai­med Ger­man Film and Tele­vi­si­on Aca­de­my Ber­lin (DFFB). We had a chan­ce to chat with him about his expe­ri­ence so far, the chal­lenges he has faced and the launch of NEXT WAVE, an inter­na­tio­nal trai­ning pro­gram­me.

Cin­eu­ro­pa: What is your expe­ri­ence of being the head of DFFB for the last three years, and what chal­lenges have the­re been?
Ben Gib­son
: It has been a busy three years, with lively inter­nal dis­cus­sion about impro­ve­ments that will sup­port this crea­ti­ve com­mu­ni­ty and add to its work, and it’s also been a very suc­cessful peri­od for DFFB film­ma­kers. We also had four fea­ture-length gra­dua­ti­on films, with the sup­port of rbb and ZDF, at the Ber­li­na­le this last year. Our main chall­enge has be

en to add strands of work to an insti­tu­ti­on that has built up a rich cul­tu­re incre­men­tal­ly, over many years. DFFB is so spe­cial part­ly becau­se it just doesn’t do that aspi­ra­tio­nal, silo-ori­en­ta­ted trai­ning for an ima­gi­na­ry film fac­to­ry. It brings tog­e­ther hard-working, bra­ve types who want to beco­me artis­a­nal film­ma­kers with a deep know­ledge of the who­le machi­ne, and to deba­te why they make films and how they con­tri­bu­te to our world, for their who­le care­ers. That’s exci­ting.

Is any­thing chan­ging?
We are beco­ming more inter­na­tio­na­list – in terms of tea­ching, part­ner­ships and stu­dents – while still remai­ning a Ger­man Aka­de­mie; we are adding to the tea­ching struc­tu­re to incor­po­ra­te even more craft; we’ve ope­ned a stu­dy stream for editing and sound; we’re inte­gra­ting the screen­wri­ters, who now make films in the first, gene­ra­list year; we have initia­ti­ves about other con­sti­tuen­ci­es and Ber­lin (the Ber­lin Film Net­work), as well as the Cen­tral Euro­pean Fea­ture Pro­ject with Lodz and FAMU, and an Inter­na­tio­nal Pro­du­cers’ Pro­gram­me; we are “plat­form-neu­tral”, with more web series, seri­al dra­mas and expan­ded sto­rytel­ling; and we’re start­ing work on plans for a bet­ter home, in the old air­port at Tem­pel­hof.

You are laun­ching NEXT WAVE, an inten­si­ve trai­ning pro­gram­me focu­sed on film mar­kets. Why was it nee­ded?
NEXT WAVE might look like an “unnece

ssa­ry addi­ti­on” to some peo­p­le in the­se mar­kets: it’s pro­fes­sio­nal-level trai­ning for peo­p­le who want to con­tri­bu­te in sales, dis­tri­bu­ti­on, mar­ke­ting, exhi­bi­ti­on, pro­gramming and new rou­tes to audi­en­ces, on all plat­forms. But NEXT WAVE is more than just a cour­se. First, we want to bring ever­yo­ne try­ing to bring films and audi­en­ces tog­e­ther into one room, even though the busi­ness keeps them apart. Second, this is a pro­gram­me that chal­lenges the par­ti­ci­pan­ts to con­s­truct new busi­ness models, tho­se nee­ded for a new gene­ra­ti­on of view­er­ship and cine­phi­lia, on new plat­forms. On the simp­lest level, how do ana­lo­gue film dis­tri­bu­ti­on pat­terns meet new, digi­tal­ly gathe­red com­mu­ni­ties? But we’re asking big­ger ques­ti­ons: what will the new cine­phi­lia be about, who will iden­ti­fy with it, and why? The par­ti­ci­pan­ts will devo­te two weeks a month, for nine months, to joint stu­dy and rese­arch.

It’s start­ing in Octo­ber; what are your expec­ta­ti­ons for the pro­gram­me, and who might the “right” par­ti­ci­pan­ts for it be?
There’s real­ly no “ide­al” par­ti­ci­pant. One thing that has had a big impact on me is having been an exhi­bi­tor and a dis­tri­bu­tor, and then beco­ming a pro­du­cer. Now, in the USA, that’s the gener

al model, but in Euro­pe, so many pro­du­cers are total­ly out­side of the mar­ket com­mu­ni­ty, loo­king at it pas­si­ve­ly as a “ser­vice”. So, first of all, the pro­du­cers who are serious about under­stan­ding the who­le of their busi­ness must come and con­tri­bu­te. The new pro­gramm­ers, cura­tors, peo­p­le scou­ting films at fes­ti­vals for small dis­tri­bu­tors or other fes­ti­vals, peo­p­le who dream of set­ting up spe­cia­list sales com­pa­nies, peo­p­le who want to work in mar­ke­ting all kinds of IP in ways that bring tog­e­ther artist and audi­ence pro­per­ly – all of the­se peo­p­le should come.

In the first year [of the initi­al three-year cycle], we need to find out how best to ser­ve as an R&D acti­vi­ty in Euro­pean cine­ma, asking our part­ners and sup­port­ers for inte­res­t­ing pro­blems to sol­ve. And we need to see how par­ti­ci­pan­ts can work on their own inte­rests and busi­nesses while also con­tri­bu­ting to the sum of know­ledge we’ll bring tog­e­ther at the final col­lo­qui­um in June.

DFFB is not alo­ne in NEXT WAVE; who are your part­ners, and what is their role in the trai­ning pro­gram­me?
Yes, we’re working with La Fémis in Paris, with the Danish Natio­nal School in Copen­ha­gen and with FAMU in Pra­gue. The par­ti­ci­pan­ts in NEXT WAVE – which is an EU-fun­ded MEDIA trai­ning pro­gram­me, like our Seri­al Eyes and UpGrade pro­jects have been – will be young pro­fes­sio­nals see­king fur­ther trai­ning. The­se schools are com­mit­ted to this area, and will host tea­ching and lear­ning acti­vi­ties, recrui­ting local pro

fes­sio­nals. They’ll also con­tri­bu­te to an aca­de­mic panel sup­port­ing cour­se direc­tor Lys­ann Win­disch. Many other insti­tu­ti­ons and busi­nesses, from Euro­pa Cine­mas and Le Pac­te to Mubi and The Co-pro­duc­tion Office, will be con­tri­bu­ting ide­as, ques­ti­ons and men­tor­ship, coming with us on the jour­ney.

DFFB has been known for its more auteur-dri­ven pro­fi­le; do you think that the launch of an inter­na­tio­nal mar­ket-ori­en­ta­ted pro­gram­me will alter its cha­rac­ter?
I’m not sure that “mar­ket-ori­en­ta­ted” has a useful mea­ning here. DFFB isn’t inte­res­ted in gene­ra­ting stan­dard pro­ducts, and it doesn’t belie­ve in stan­dard audi­en­ces. We make films for other peo­p­le, like all of the film­ma­kers we respect. The “auteur” repres­ents two ide­as for me here: both free­dom of expres­si­on and sin­gu­lar style; and the mar­ke­ting of bril­li­ant ensem­bles and work­shops of excel­lent inde­pen­dent cine­ma, by using only one name for the team – that of the wri­ter-direc­tor. That’s cal­led the “talent fran­chise”, and it’s a vital part of the Euro­pean film busi­ness. NEXT WAVE fits in very well with DFFB, a school that is con­sis­t­ent­ly cap­tu­ring real audi­en­ces for real film­ma­king.

link to cin­eu­ro­pa

Stu­den­tin Mireya Hei­der de Jahn­sen gewinnt Deut­schen Nach­­wuchs-Dreh­­buch­­preis

Unse­re Dreh­buch­stu­den­tin Mireya Hei­der de Jahn­sen hat am Frei­tag den ers­ten Deut­schen Nach­wuchs-Dreh­buch­preis von Up & Coming mit ihrem Dreh­buch LOST LUGGAGE gewon­nen. Die Aus­zeich­nung ist mit einem vom Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Bil­dung und For­schung (BMBF) gestif­te­ten Preis­geld in Höhe von je 2.000 Euro sowie je einer Autoren-Paten­schaft ver­bun­den. Der Ver­band Deut­scher Dreh­buch­au­to­ren (VDD) stif­tet zudem je eine einjährige Juni­or-Mit­glied­schaft.

LOST LUGGAGE: „Ein Kata­stro­phen­film ohne Kata­stro­phe von Mireya Hei­der de Jahn­sen.“
…jeden­falls ohne Kata­stro­phe im On. In ihrem Lang­film-Skript erzählt sie die Geschich­te zwei­er Schwes­tern, die bei­de bei der­sel­ben Air­line arbei­ten, bis eine von ihnen eines Tages nicht mehr zurück­kommt. Dabei trifft die Ver­hee­rung eines Flug­zeug­ab­stur­zes die Über­le­ben­den. „Wir sind nah dran, drin­gen durch Tie­fen­schich­ten der Cha­rak­te­re. Das ist die Beob­ach­tungs­kunst der jun­gen Autorin, die heu­te Abend hier mit dem ers­ten Deut­schen Nach­wuchs-Dreh­buch­preis ermun­tert wird, ihren aus­ge­spro­chen fil­mi­schen Blick wei­ter zu ent­wi­ckeln“, so die Juror*innen.

Wir gra­tu­lie­ren Mireya herz­lichst zum Preis!

Hauff und das Hai­fisch­be­cken

Hauff und das Hai­fisch­be­cken

Als ich im Jahr 2000 an die DFFB kam, hat­te Rein­hard Hauff als Direk­tor die Aka­de­mie an die Spit­ze der deut­schen Film­schu­len gebracht, und ich dach­te, nach dem auf­wen­di­gen Bewer­bungs­pro­zess und der gro­ßen Kon­kur­renz, gegen die ich mich durch­ge­setzt hat­te, dass ich es mit mei­ner Auf­nah­me bereits geschafft haben muss­te: Die Film­bran­che wür­de mir von nun an zu Füßen lie­gen! Doch Pus­te­ku­chen – es war noch ein wei­ter Weg und ich hat­te nicht mit Rein­hard Hauff gerech­net! Als Regis­seur hat­te Hauff zwar stets Auto­ri­tä­ten in Fra­ge gestellt, aber mitt­ler­wei­le war er sel­ber eine gewor­den und gab ganz offen zu, mit sei­nen Stu­den­ten hart ins Gericht zu gehen. Das sei jedoch nur eine gelin­de Feu­er­tau­fe für das, was einen da drau­ßen im Hai­fisch­be­cken der Film­in­dus­trie wirk­lich erwar­te. Wer sich schon von einem kri­tik­freu­di­gen Schul­lei­ter ein­schüch­tern lie­ße, sol­le sich sein Berufs­wunsch in der Film­welt noch ein­mal gut über­le­gen. Ich war der jüngs­te Regie­stu­dent in mei­nem Jahr­gang, gera­de erst zu Hau­se aus­ge­zo­gen und konn­te Hauffs Grund­kri­tik an mei­ner Gene­ra­ti­on, die nichts Dring­li­ches zu erzäh­len habe, außer ihren harm­lo­sen Mit­tel­stands­pro­blem­chen, wenig ent­ge­gen­set­zen. Als ich, wie schon in mei­nem Bewer­bungs­film, auch in mei­nem Erst­jah­res­film als Haupt­dar­stel­ler in der Rol­le des Milch­bu­bis für eine auto­bio­gra­fi­sche Geschich­te vor die Kame­ra trat, kün­dig­te Hauff die Urauf­füh­rung des Kurz­films vor ver­sam­mel­ter Stu­den­ten­schaft mit den Wor­ten an: „Sehen Sie nun: David Sie­ve­king, das letz­te Mal in sei­nem eige­nen Film!“ Ich soll­te mich gefäl­ligst auf mei­ne Rol­le als Regis­seur kon­zen­trie­ren und nicht auch noch vor der Kame­ra her­um­ham­peln. Ich tat dann auch wie gehei­ßen und arbei­te­te mich den Rest mei­nes Stu­di­ums bis zum Abschluss­film an mei­ner Rol­le hin­ter der Kame­ra ab, wobei ich wei­ter­hin kräf­tig ein­ste­cken muss­te. Mei­nen Zweit­jah­res­film sie­del­te ich extra in Indi­en an, um Hauff zu zei­gen, wie welt­läu­fig ich bin. Doch bei der Test­vor­füh­rung im Schnei­de­raum schlief der Direk­tor vor Lan­ge­wei­le ein und schimpf­te beim Auf­wa­chen über mei­nen däm­li­chen „TUI-Humor“. Erst durch eine Schau­spiel­übung im drit­ten Jahr kamen wir uns näher. Ich ließ dar­in zwei Schau­spie­ler in doku­men­ta­ri­scher Umge­bung impro­vi­sie­ren und nahm den Man­gel an poli­ti­schem Inter­es­se und Soli­da­ri­tät mei­ner Zeit­ge­nos­sen gegen­über dem Irak-Feld­zug der Bush-Admi­nis­tra­ti­on im Jahr 2003 aufs Korn. Rein­hard Hauff war begeis­tert: End­lich mal ein rele­van­tes The­ma! Er über­häuf­te mich mit kri­ti­schen Mate­ria­li­en zur impe­ria­lis­ti­schen US-Außen­po­li­tik. Tat­säch­lich wur­de die­ser klei­ne Kurz­film ein Fes­ti­val-Hit, gewann Prei­se und lief auf der gan­zen Welt.Bei mei­nem Kino­de­büt erin­ner­te ich mich schließ­lich an mei­ne Wur­zeln und dach­te mir, dass von Hauff zu ler­nen auch hei­ßen muss­te, nicht zu gehor­chen, son­dern rebel­lisch und unver­dros­sen sei­ner inne­ren Stim­me zu fol­gen. So bin ich wie­der vor die Kame­ra getre­ten und habe mitt­ler­wei­le drei auto­bio­gra­fi­sche Doku­men­tar­fil­me gedreht, die nicht nur um Mit­tel­stands­pro­ble­me krei­sen und alle im Kino lie­fen, der zwei­te sogar rela­tiv erfolg­reich. Lei­der hat mein letz­ter Film die Erwar­tun­gen an Zuschau­er­zah­len arg ent­täuscht und wur­de auch in den Medi­en stark ange­fein­det. Da fühl­te ich das Hai­fisch­be­cken wie­der ganz deut­lich, vor dem Hauff uns gewarnt hat­te. Hat­te ich mich ver­rannt? In die­ser Sinn­kri­se klin­gel­te mein Tele­fon, dran war Direx Hauff, der mir zum ers­ten Mal per­sön­lich zu einem Film gra­tu­lier­te! Der sei trotz böser Pres­se ganz her­vor­ra­gend und ich sol­le mich vom Gegen­wind nicht ver­drie­ßen las­sen – da wuss­te ich wie­der, dass ich noch auf dem rich­ti­gen Weg bin!
Dan­ke, lie­ber Rein­hard, für Dei­nen uner­müd­li­chen Ein­satz – lass Dich nicht unter­krie­gen!

DAVID SIEVEKING /​ REGIE /​ 2000