Kategorie: Journal

Vier Prei­se beim 46. Film­fes­ti­val Max Ophüls Preis

Beim dies­jäh­ri­gen Max Ophüls Preis in Saar­brü­cken, einem der bedeu­tends­ten Film­fes­ti­vals für den deutsch­spra­chi­gen Nach­wuchs­film, war die DFFB mit meh­re­ren Pro­duk­tio­nen ver­tre­ten – und durf­te sich über bemer­kens­wer­te Aus­zeich­nun­gen freu­en.

UNGEDULD DES HERZENS: Bes­ter Spiel­film, zwei Prei­se für den Bes­ten Schau­spiel­nach­wuchs

Unse­re Kopro­duk­ti­on mit dem rbb und Schi­wa­go Film UNGEDULD DES HERZENS (R: Lau­ro Cress, B: Lau­ro Cress & Flo­ri­an Plu­mey­er, K: Jan David Gun­ther, P: Loren­zo Gan­dol­fo) gewann den Haupt­preis für den Bes­ten Spiel­film, dotiert mit 36.000 Euro.

Der Film erzählt die Geschich­te eines Sol­da­ten, der zwi­schen sei­ner gesell­schaft­li­chen Rol­le und per­sön­li­chen Gefüh­len hin- und her­ge­ris­sen ist. In atmo­sphä­risch dich­ten Bil­dern the­ma­ti­siert der Film Fra­gen nach Klas­se, Iden­ti­tät und der Macht von Mit­leid.

Zusätz­lich wur­den die Hauptdarsteller:innen Giu­lio Briz­zi und Ladi­na von Fri­sching für ihre her­aus­ra­gen­den Leis­tun­gen jeweils mit Prei­sen für den Bes­ten Schau­spiel­nach­wuchs aus­ge­zeich­net.

GARNELIUS: Bes­ter Mit­tel­lan­ger Film

GARNELIUS (R/​B: Julia Ket­el­hut, K: Rocío Díaz Frei­re, P: Mel­vyn Zeyns & Jonas Neme­la) erhielt den Preis in der Kate­go­rie Bes­ter Mit­tel­lan­ger Film, dotiert mit 5.000 Euro.

Der Film ver­bin­det magi­schen Rea­lis­mus mit einer tief­grün­di­gen Aus­ein­an­der­set­zung über eine schwie­ri­ge Vater-Sohn-Bezie­hung, Gene­ra­tio­nen­kon­flik­te und die Suche nach Iden­ti­tät in den Nach­wir­kun­gen der deut­schen Wie­der­ver­ei­ni­gung.

ROTE STERNE ÜBERM FELD: Preis der Film­kri­tik

Neben den DFFB-Pro­duk­tio­nen war auch ROTE STERNE ÜBERM FELD (Regie: Lau­ra Laabs) ein Erfolg. Der Film, an dem die DFFB-Stu­den­tin­nen Daria Wich­mann und Lisa Roling mit­ge­ar­bei­tet haben, wur­de mit dem Preis der Film­kri­tik für den Bes­ten Spiel­film aus­ge­zeich­net.

Ein erfolg­rei­cher Abschluss

Wir freu­en uns sehr über die star­ke Prä­senz unse­rer Stu­die­ren­den und Alum­ni beim Max Ophüls Preis 2025. Unser Glück­wunsch gilt allen Preisträger:innen und den krea­ti­ven Teams hin­ter den beein­dru­cken­den Wer­ken.

© Oli­ver Diet­ze

DFFB Abschluss­film bei der 75. Ber­li­na­le

Am 13. Febru­ar beginnt die 75. Ber­li­na­le! Die­ses Jahr wer­den wie­der Besucher:innen aus der gan­zen Welt anrei­sen, um ein viel­fäl­ti­gi­ges Film­pro­gramm zu sehen und sich mit ande­ren Film­schaf­fen­den in den Aus­tausch zu bege­ben. Auch wir sind bei der 75. Ber­li­na­le ver­tre­ten.

Welt­pre­mie­re im Pan­ora­ma

Unser Abschluss­film SCHWESTERHERZ (R: Sarah Miro Fischer, B: Sarah Miro Fischer & Agnes Maa­gard Peter­sen, K: Sel­ma von Pohl­heim Gra­ve­sen, M: Ele­na Wei­he, P: Jan­na Fodor & Nina Sophie Bay­er-Seel) wird im Rah­men des Pan­ora­ma-Pro­gramms sei­ne Welt­pre­mie­re fei­ern.

Der Spiel­film SCHWESTERHERZ, der inter­na­tio­nal THE GOOD SISTER heißt, behan­delt die enge Bezie­hung, die Rose zu ihrem älte­ren Bru­der Sam hat. Als Sam der Ver­ge­wal­ti­gung beschul­digt wird, soll Rose als Zeu­gin aus­sa­gen. Dies stellt sowohl die Bezie­hung der Geschwis­ter als auch Roses mora­li­sche Inte­gri­tät auf die Pro­be. Im Mit­tel­punkt des Films steht die kom­ple­xe Mensch­lich­keit der Figu­ren. Sie alle haben Sehn­süch­te, Wün­sche und Ver­let­zun­gen, machen Feh­ler und gehen über Gren­zen. Trotz­dem ist Sams Tat kein ein­fa­cher Feh­ler. Sie ist so gewal­tig und so zer­stö­re­risch, dass die Kon­se­quen­zen, die er damit ver­ur­sacht, weit über die von der Tat direkt betrof­fe­nen Figu­ren hin­aus­geht. Schwes­ter­herz ist ein Film über Geschwis­ter, Inti­mi­tät und die Fra­ge danach, wel­chen Ein­fluss unse­re Taten auf die Men­schen um uns her­um haben, direkt oder indi­rekt.

Das Pan­ora­ma-Pro­gramm der Ber­li­na­le zeigt Fil­me, die zum Nach­den­ken über Poli­tik, Wer­te und Gesell­schaft bewe­gen. Als Teil der Selek­ti­on könn­te SCHWESTERHERZ den Pan­ora­ma-Publi­kums­preis sowie eini­ge sek­ti­ons­über­grei­fen­de Prei­se gewin­nen. Dazu gehö­ren zum Bei­spiel der Hei­ner-Carow-Preis, der Preis der FIPRE­SCI-Jury und der CICAE Art Cine­ma Award.

Wir drü­cken dem gesam­ten Team die Dau­men und wün­schen allen Besu­chern des Fes­ti­vals eine unter­halt­sa­me, anre­gen­de und schö­ne Zeit!

DFFB beim MOP: Scree­ning Sche­du­le

Am 20. Janu­ar beginnt die 46. Fes­ti­val­aus­ga­be des Film­fes­ti­val Max Ophüls Preis. Die DFFB ist die­ses Jahr mit sechs Fil­men ver­tre­ten – wann und wo die­se in Saar­brü­cken gezeigt wer­den könnt ihr hier sehen.

Wir wün­schen dem Publi­kum und allen Fes­ti­val­teil­neh­men­den schon jetzt viel Spaß und drü­cken unse­ren Stu­die­ren­den sowie Alum­ni die Dau­men für die Preis­ver­lei­hung!

DOG

Ein Taxi­fah­rer beob­ach­tet wäh­rend einer Nacht­schicht sei­nen Hund über eine zu Hau­se instal­lier­te Haus­tier­ka­me­ra. Als sei­ne Frau auf dem Bild­schirm erscheint, benutzt er den Hund als Vor­wand, um mit ihr in Kon­takt zu tre­ten.

DOG ist Teil des Wett­be­werbs für Kurz­fil­me und wird im Pro­gramm 1 gezeigt.

Pre­mie­re:
DI, 21.01. /​/​ Cine­Star (Saal 5) /​/​ 21:00 Uhr

Wei­te­re Vor­stel­lun­gen:
DO, 23.01. /​/​ 21:30 Uhr /​/​ Cine­Star (Saal 4)
FR, 24.01. /​/​ 13:30 Uhr /​/​ Cine­Star (Saal 3)
FR, 24.01. /​/​ 18:30 Uhr /​/​ Cine­Star (Saal 1)

GARNELIUS

2007: Karl (17) lebt mit sei­nem allein­er­zie­hen­den Vater Wer­ner (62) in einer engen Woh­nung im ost­ber­li­ner Plat­ten­bau. Sein klei­ner Bru­der David (8) ist in einer betreu­ten Wohn­grup­pe unter­ge­bracht. Karl fühlt sich über­for­dert im Kon­takt mit ihm, denn David sucht bei Karl, was Wer­ner als Vater nicht mehr leis­ten kann. Was “Ossi” Wer­ner geleis­tet hat und was Karl zu leis­ten plant, wird an Wer­ners Geburts­tag hit­zig von den Gäs­ten dis­ku­tiert. Kurz dar­auf geschieht etwas Unvor­her­ge­se­he­nes: Karl legt ein Ei. Mit aller Kraft ver­sucht er das schlüp­fen­de Wesen am Leben zu erhal­ten.

GARNELIUS ist Teil des Wett­be­werbs für mit­tel­lan­ge Fil­me und wird im Pro­gramm 2 gezeigt.

Pre­mie­re:
DI, 21.01. /​/​ Cine­Star (Saal 4) /​/​ 21:15 Uhr

Wei­te­re Vor­stel­lun­gen:
MI, 22.01. /​/​ 13:30 Uhr /​/​ Cine­Star (Saal 3)
DO, 23.01. /​/​ 13:00 Uhr /​/​ Film­haus
DO, 23.01. /​/​ 16:30 Uhr /​/​ Cine­Star (Saal 3)

ICEBERGS

Theo ist sechs­und­sech­zig Jah­re alt und lebt in einer betäub­ten Welt. Er ver­bringt Zeit in einem Hamam, wo er es im Stil­len genießt, berührt zu wer­den, und in einem alten Kino, wo er die Men­schen im Dun­keln beob­ach­tet. Eines Nachts, auf einer ver­las­se­nen Stra­ße, wird Theo mit sei­ner eige­nen Zer­brech­lich­keit kon­fron­tiert. Auf der Suche nach Nähe fährt er aufs Land, um Ida zu sehen.

ICEBERGS ist Teil des Wett­be­werbs für Kurz­fil­me und wird im Pro­gramm 4 gezeigt.

Pre­mie­re:
MI, 22.01. /​/​ Cine­Star (Saal 4) /​/​ 12:30 Uhr

Wei­te­re Vor­stel­lun­gen:
DO, 23.01. /​/​ 21:45 Uhr /​/​ Cine­Star (Saal 3)
FR, 24.01. /​/​ 15:45 Uhr /​/​ Pas­sa­ge (Saal 2)
SA, 25.01. /​/​ 12:30 Uhr /​/​ Cine­Star (Saal 1)

NULPEN

Eine Zwil­le wird gela­den, der Stein fliegt und klirr – das Fens­ter des Nach­barn geht kaputt. Ramo­na und Nico sind Freun­din­nen, fau­le Lap­pen und frisch aus der Schu­le. Doch anstatt sich Gedan­ken um ihre Zukunft zu machen, las­sen sie sich lie­ber von dem hit­zi­gen Ber­li­ner Som­mer erschla­gen. Als sie einen gelieb­ten Nach­bars­vo­gel frei­las­sen, müs­sen sie flie­hen – in die poli­tisch auf­ge­la­de­ne Welt, auf die sie eigent­lich kei­ne Lust haben. Ein Road­trip durch Ber­lin beginnt – aller­dings zu Fuß. Auf ihrer ziel­lo­sen und halb­her­zi­gen Suche nach dem ent­flo­ge­nen Feder­vieh und dem klei­nen Bru­der, rin­gen sie um ihre Freund­schaft, den Glau­ben an sich selbst und stol­pern uner­war­tet in ande­re hoff­nungs­ge­ben­de Lebens­ge­schich­ten.

NULPEN ist Teil des Wett­be­werbs für Spiel­fil­me.

Pre­mie­re:
DI, 21.01. /​/​ Cine­Star (Saal 1) /​/​ 14:00 Uhr

Wei­te­re Vor­stel­lun­gen:
MI, 22.01. /​/​ 16:00 Uhr /​/​ Cine­Star (Saal 5)
MI, 22.01. /​/​ 21:00 Uhr /​/​ Pas­sa­ge (Saal 1)
DO, 23.01. /​/​ 15:45 Uhr /​/​ Film­haus
SA, 25.01. /​/​ 15:45 Uhr /​/​ Cine­Star (Saal 2)

UNGEDULD DES HERZENS

Um ihrer Schwes­ter zu impo­nie­ren, will der jun­ge Bun­des­wehr­sol­dat Isaac (23) die mür­ri­sche Edith (22) zu ihrem Glück auf der Bow­ling­bahn zwin­gen. Doch als er sie spie­le­risch von ihrem Stuhl zieht, sackt Edith schlaff zu Boden. Erst jetzt ent­deckt Isaac den Roll­stuhl, der an der Sei­te geparkt ist. Scham­be­la­den will Isaac das Bild, das die Schwes­tern von ihm haben, kor­ri­gie­ren. Er bemüht sich um Edith und sei­ne impul­si­ve Art weckt bei der erst kürz­lich ver­un­fall­ten Frau neu­en Lebens­mut. Die Freund­schaft zu Edith gibt Isaac Bestim­mung und als sie sich in ihn ver­liebt lässt er sich auf eine Bezie­hung mit ihr ein. Um sei­ne feh­len­den Gefüh­le zu kom­pen­sie­ren befeu­ert er Ediths Wunsch wie­der lau­fen zu kön­nen und treibt sie durch sei­ne Beses­sen­heit sie „hei­len“ zu wol­len fast in den Sui­zid.

UNGEDULD DES HERZENS ist Teil des Wett­be­werbs für Spiel­fil­me.

Pre­mie­re:
DO, 23.01. /​/​ Cine­Star (Saal 1) /​/​ 15:00 Uhr

Wei­te­re Vor­stel­lun­gen:
FR, 24.01. /​/​ 13:00 Uhr /​/​ Pas­sa­ge (Saal 2)
FR, 24.01. /​/​ 20:00 Uhr /​/​ Came­ra Zwo (Saal 2)
SA, 25.01. /​/​ 13:15 Uhr /​/​ Pas­sa­ge (Saal 2)
SO, 26.01. /​/​ 17:00 Uhr /​/​ Cine­Star (Saal 2)

AS IF MOTHER CRIED THAT NIGHT

Sir­van und Hoda, ein ira­ni­sches Paar, des­sen Asyl­an­trag in Deutsch­land abge­lehnt wur­de, leben in einem Flücht­lings­la­ger in Ber­lin. Um eine Auf­ent­halts­ge­neh­mi­gung zu erhal­ten, beschlie­ßen sie, dass Hoda von einem deut­schen Mann schwan­ger wer­den soll, damit sie bei­de das Recht haben, in Deutsch­land zu blei­ben. Wäh­rend wir die­sen unkon­ven­tio­nel­len Weg der Auf­ent­halts­ge­neh­mi­gung ver­fol­gen, ver­lie­ren wir uns im Laby­rinth der deut­schen Büro­kra­tie und blei­ben dort ohne Lösung und mit dem bit­te­ren Gefühl, dass die der­zei­ti­gen Geset­ze und Struk­tu­ren zutiefst frag­wür­dig sind.

AS IF MOTHER CRIED THAT NIGHT ist Teil der Neben­rei­he DISKURZE und wird im Pro­gramm 3 gezeigt.

Vor­stel­lun­gen:
DI, 21.01. /​/​ 15:15 Uhr /​/​ Film­haus
SA, 25.01. /​/​ 15:45 Uhr /​/​ Film­haus

WEITERE BEITRÄGE

DFFB trau­ert um Alum­nus Wolf­gang Becker

Mit gro­ßer Trau­er neh­men wir Abschied von Alum­nus Wolf­gang Becker, der am 13. Dezem­ber im Alter von 70 Jah­ren ver­stor­ben ist. Bekannt wur­de er vor allem durch sei­nen Film „Good Bye Lenin!“, der nicht nur ein inter­na­tio­na­ler Erfolg war, son­dern auch das Bild einer gan­zen Gene­ra­ti­on präg­te.

Wolf­gang Becker wur­de 1954 in Hemer gebo­ren und ent­wi­ckel­te schon früh eine Lei­den­schaft für das Fil­me­ma­chen. Nach sei­nen Stu­di­en­an­fän­gen an der Frei­en Uni­ver­si­tät Ber­lin, wech­sel­te er 1981 zur DFFB. Mit sei­nem Abschluss­film „Schmet­ter­lin­ge“ gewann er den Stu­dent Aca­de­my Award und den Gol­de­nen Leo­par­den in Locar­no.

Beckers Ein­fluss auf die deut­sche Film­land­schaft ist unbe­streit­bar. Er hat nicht nur mit sei­nem Talent, son­dern auch mit sei­ner Fähig­keit, kom­ple­xe Emo­tio­nen und his­to­ri­sche Kon­tex­te zu ver­bin­den, Maß­stä­be gesetzt. Sein Werk zeich­ne­te sich durch einen sub­ti­len Humor und eine tief­grün­di­ge Aus­ein­an­der­set­zung mit gesell­schaft­li­chen The­men aus.

Er war Grün­dungs­mit­glied der Deut­schen Film­aka­de­mie und der Ber­li­ner Pro­duk­ti­ons­fir­ma X Fil­me.

Sein Tod hin­ter­lässt eine gro­ße Lücke in der Welt des Films. Wir wer­den Wolf­gang Becker als krea­ti­ven Kopf und sen­si­blen Geschich­ten­er­zäh­ler in Erin­ne­rung behal­ten. Unser Mit­ge­fühl gilt sei­ner Fami­lie, sei­nen Freun­den und dem Team bei X Fil­me.

Foto Copy­right: Flo­ri­an Schnei­der

Kino­start am 31. Okto­ber: RIEFENSTAHL von And­res Vei­el

Am Don­ners­tag, den 31. Okto­ber 2024, star­tet die Doku­men­ta­ti­on RIEFENSTAHL von unse­rem lang­jäh­ri­gen Dozen­ten And­res Vei­el in den deut­schen Kinos!

Mit einem ein­zig­ar­ti­gen Zugang zu Leni Rie­fen­stahls Nach­lass eröff­net der Film einen neu­en, kri­ti­schen Blick auf die umstrit­te­ne Regis­seu­rin und ihre Bild­spra­che, die die Ästhe­tik des „Tri­umph des Wil­lens“ und „Olym­pia“ präg­te. Der Film beleuch­tet, wie sie die­se Ästhe­tik nutz­te, um Kör­per­kult und Über­le­gen­heit zu insze­nie­ren, und wie stark ihre Arbei­ten bis heu­te wir­ken. Doku­men­te wie pri­va­te Fil­me, Fotos und Brie­fe zeich­nen ein viel­schich­ti­ges Bild – und zei­gen die Schat­ten­sei­ten einer Frau, die sich selbst stets idea­li­siert dar­stell­te und ihre Nähe zum NS-Regime leug­ne­te.

And­res Vei­el geht damit einer der umstrit­tens­ten Frau­en­fi­gu­ren des 20. Jahr­hun­derts auf den Grund und lädt uns ein, Geschich­te und Gegen­wart neu zu betrach­ten.

Wir gra­tu­lie­ren And­res Vei­el zu die­sem beein­dru­cken­den Werk und wün­schen viel Freu­de im Kino!

Hier geht es zum Trai­ler.

Wir sind umge­zo­gen!

Vor Kur­zem haben wir unse­ren neu­en Stand­ort in Ber­lin Adlers­hof bezo­gen. Unser tem­po­rä­res Zuhau­se befin­det sich nun am Stu­dio 16 in 12489 Ber­lin, wäh­rend ein­zel­ne Abtei­lun­gen, u.a. die Post­pro­duk­ti­on und Seri­al Eyes, bis zum Jah­res­en­de noch am alten Stand­ort am Pots­da­mer Platz tätig sind.

Der Umzug nach Adlers­hof mar­kiert für die DFFB einen wich­ti­gen Schritt. Der Stand­ort­wech­sel bie­tet uns trotz begrenz­ter Büro- und Semi­nar­räu­me zahl­rei­che Chan­cen. Beson­ders das groß­zü­gi­ge Fern­seh­stu­dio, das wir als Aula nut­zen, wird zum neu­en Zen­trum für aka­de­mi­sche Ver­an­stal­tun­gen und den Aus­tausch zwi­schen Stu­die­ren­den, Leh­ren­den und Mit­ar­bei­ten­den.

Ein High­light ist die Wie­der­be­le­bung unse­res Aka­de­mie­mon­tags, an dem wir offe­ne, jahr­gangs­über­grei­fen­de Semi­na­re und Dis­kus­si­ons­run­den anbie­ten. Die­se Tref­fen sol­len das Gemein­schafts­ge­fühl stär­ken und Raum für krea­ti­ven und poli­ti­schen Aus­tausch bie­ten.

Auch die tech­ni­sche Aus­stat­tung wur­de weit­ge­hend an den neu­en Stand­ort ver­la­gert, sodass wir wei­ter­hin eine fun­dier­te und pra­xis­ori­en­tier­te Aus­bil­dung bie­ten kön­nen. Zusätz­lich gibt es Koope­ra­tio­nen mit orts­an­säs­si­gen Part­nern, dar­un­ter ein Kino für Film­sich­tun­gen.

Bis zum Umzug in unser zukünf­ti­ges Quar­tier „Ber­lin Decks“ in Moa­bit, der für Ende 2025 geplant ist, freu­en wir uns dar­auf, die kom­men­den Mona­te pro­duk­tiv in Adlers­hof zu nut­zen und neue Kon­tak­te in der Medi­en­land­schaft und mit der unmit­tel­ba­ren Nach­bar­schaft zu knüp­fen!

Pre­mie­re bei DOK Leip­zig: SONNENSTADT erkun­det die Uto­pie in der sibi­ri­schen Tai­ga

Der Doku­men­tar­film SONNENSTADT von Regis­seu­rin Kris­ti­na Shtu­bert (K: Han­na May­ser) fei­ert sei­ne Welt­pre­mie­re im Deut­schen Wett­be­werb Doku­men­tar­film des renom­mier­ten DOK Leip­zig.

Der Abschluss­film der DFFB, unter­stützt durch die Leucht­stoff-För­de­rung in Zusam­men­ar­beit mit dem rbb und dem Medi­en­board Ber­lin-Bran­den­burg, folgt einer Grup­pe von Men­schen, die in der Abge­schie­den­heit der sibi­ri­schen Tai­ga eine uto­pi­sche Gesell­schaft unter der Füh­rung des selbst­er­nann­ten Mes­si­as Wis­sa­ri­on grün­den. Er beleuch­tet die Suche nach einem neu­en Lebens­mo­dell in einer Welt, die als zuneh­mend unüber­sicht­lich und bedroh­lich wahr­ge­nom­men wird. Ohne kla­re Wer­tung lässt SONNENSTADT dabei Raum für das Publi­kum, sich selbst ein Bild von den Stär­ken und Schwä­chen die­ser Uto­pie zu machen.

Der Film ist für meh­re­re Aus­zeich­nun­gen nomi­niert, dar­un­ter der ver.di-Preis für Soli­da­ri­tät, Mensch­lich­keit und Fair­ness und der MDR Film­preis.

Wir wün­schen gute Scree­nings und drü­cken die Dau­men für die Preis­ver­lei­hung!

4 DFFB Welt­pre­mie­ren bei den 58. Inter­na­tio­na­len Hofer Film­ta­gen

Die Film­ta­ge in Hof sind ins­be­son­de­re für Nach­wuchs­ta­len­te eines der wich­ti­gen Fes­ti­vals in Deutsch­land. Auch in der 58. Edi­ti­on ist die DFFB wie­der ver­tre­ten: Vier unse­rer Fil­me fei­ern die­ses Jahr ihre Welt­pre­mie­re in Hof. Das Fes­ti­val fin­det vom 22.–27. Okto­ber 2024 statt und wird Fil­me ver­schie­dens­ter Län­gen und Gen­res prä­sen­tie­ren.

Der Spiel­film DIE FEIGE SCHÖNHEIT (R: Moritz Krä­mer, B: Saskia Ben­ta Orte­ga, K: Gre­ta Isa­bel­la Con­te, P: Maritza Grass), ist eine Kopro­duk­ti­on mit Carou­sel Film, der Film­uni­ver­si­tät Babels­berg, der ZDF Media­thek und Jost Hering. Im Film geht es mit­un­ter um den Ver­lust und die Aus­gren­zung, die Haupt­cha­rak­ter Kes­se nach einem schwer­wie­gen­den Feh­ler wider­fah­ren.

Der Kurz­film EX VOTO (R/​B/​M: Joze­fi­en van der Aelst, K: Jakob Raban Fried­rich, P: Maxi­mi­li­an Sei­del) han­delt von Isa, die sich nach einem Schick­sals­schlag an einen Ort begibt, in dem Wün­sche Wirk­lich­kei­ten schaf­fen.

Im Doku­men­tar­film LOST IN HELSINKI (R/​B: Sara Fazi­lat & Anto­nia Lan­ge, K: Anto­nia Lan­ge, P: Sara Fazi­lat) doku­men­tiert das Team ihren unge­plan­ten Auf­ent­halt in Hel­sin­ki, wobei die spe­zi­fi­schen Erfah­run­gen von BIPOC the­ma­ti­siert wer­den. LOST IN HELSINKI ist eine Kopro­duk­ti­on mit Third Cul­tu­re Kids und ist für den Pha­ros Shi­ver Screen Award nomi­niert.

MS. LUNARIS KRX XXIII (R: Juno Meine­cke, B: Juno Meine­cke & Sebas­ti­an Lad­wig, K: Alex­an­der Brack, P: Daria Wich­mann & Juno Meine­cke, M: Juno Meine­cke & Robert Sieg) spielt sich auf einem mys­te­riö­sen Kreuz­fahrts­schiff ab, das Pas­sa­gie­rin Kar­la mit einem Cam­cor­der erkun­det.

Die drei Kurz­fil­me (EX VOTO, LOST IN HELSINKI, MS. LUNARIS KRX XXIII) sind alle für den Publi­kums-Kurz­film­preis der Stadt Hof nomi­niert.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zu Prei­sen, Fil­men und dem Pro­gramm fin­det ihr auf der Web­site der Hofer Film­ta­ge. Wir wün­schen allen viel Freu­de und ein Erfolg­rei­ches Fes­ti­val!

Stel­lung­nah­me: Film­hoch­schu­len for­dern den Erhalt von 3sat

Die deut­schen Film­hoch­schu­len (Deut­sche Film- und Fern­seh­aka­de­mie Ber­lin, Film­aka­de­mie Baden-Würt­tem­berg, Film­uni­ver­si­tät Babels­berg KONRAD WOLF, Ham­burg Media School, Hoch­schu­le für Fern­se­hen und Film Mün­chen, ifs Inter­na­tio­na­le Film­schu­le Köln, Kunst­hoch­schu­le für Medi­en Köln) sowie die Film­aka­de­mie Wien, die Zür­cher Hoch­schu­le der Küns­te und die Hoch­schu­le Luzern – Design Film Kunst for­dern ein­dring­lich, die Eigen­stän­dig­keit des deutsch­spra­chi­gen Kul­tur­ka­nals 3sat zu erhal­ten.

Hier geht es direkt zur Peti­ti­on zum Erhalt von 3sat:
https://​innn​.it/​3​sat

Grund­sätz­lich begrü­ßen alle Film­hoch­schu­len not­wen­di­ge Refor­men zur Wei­ter­ent­wick­lung des öffent­lich-recht­li­chen Rund­funks mit Blick auf die Akzep­tanz­stei­ge­rung in wei­ten Tei­len der Gesell­schaft – gera­de bei jün­ge­ren Ziel­grup­pen.

Eine Fusi­on von 3sat mit ARTE mit dem Ziel, Kos­ten zu spa­ren, wie aktu­ell im Dis­kus­si­ons­ent­wurf zur Reform der Öffent­lich-Recht­li­chen von der Rund­funk­kom­mis­si­on der Län­der vor­ge­schla­gen, wür­de das ohne­hin begrenz­te Kul­tur­ange­bot mas­siv schwä­chen. 3sat steht für Kul­tur, d.h. die Ange­bo­te wer­den bestimmt von Kunst‑, For­schungs- und Wis­sens­ver­mitt­lung, Pop- und Hoch­kul­tur, Fik­ti­on und vor allem Doku­men­tar­fil­men. 3sat unter­schei­det sich damit deut­lich vom Arte Sen­de­pro­fil. Eine Ver­schmel­zung mit Arte wür­de zwangs­läu­fig das Ende von 3sat bedeu­ten.

Aus Sicht der Film­hoch­schu­len wäre des­halb vor­ran­gig eine Pro­gramm­stra­te­gie zu emp­feh­len, die der Wei­ter­ent­wick­lung der Auf­trags­er­fül­lung in digi­ta­len Ange­bo­ten gerecht wird.

3sat ist trotz sei­nes ohne­hin gering bud­ge­tier­ten Ange­bots für die Film­hoch­schu­len und für ihre Stu­die­ren­den sowie Alumni/​ae unver­zicht­bar. Neben Kopro­duk­ti­ons­mög­lich­kei­ten, die 3sat jun­gen Filmemacher:innen bie­tet, sorgt 3sat durch die För­de­rung unab­hän­gi­ger Fes­ti­vals und die ent­spre­chen­de Bericht­erstat­tung oft­mals für die ein­zi­ge Sicht­bar­keit jun­ger Talen­te im TV-Ange­bot.

Außer­dem ermög­licht der wich­tigs­te deutsch­spra­chi­ge Kul­tur­ka­nal dank sei­ner part­ner­schaft­li­chen Zusam­men­ar­beit vie­len jun­gen Men­schen ers­te pro­fes­sio­nel­le Schrit­te ins Berufs­le­ben.

Der Film KRUSTE von Jens Kevin Georg hat die­ses Jahr einen Stu­dent Oscar für eine Koope­ra­ti­on mit 3sat gewon­nen (https://​www​.3sat​.de/​f​i​l​m​/​k​l​a​s​s​i​x​s​/​v​i​d​e​o​s​/​k​r​u​s​t​e​-​1​0​0​.​h​tml) – für den gesam­ten Kul­tur­stand­ort Deutsch­land ein Grund, stolz zu sein.

Die Ver­mitt­lung von Kul­tur gehört zu den essen­zi­el­len Auf­ga­ben der Öffent­lich-Recht­li­chen.

Obwohl im letz­ten Rund­funk­än­de­rungs­staats­ver­trag der Kul­tur­auf­trag aus­drück­lich gestärkt wur­de, ent­steht der Ein­druck, dass Kul­tur in den dor­ti­gen TV- und Media­thek-Ange­bo­ten immer weni­ger Unter­stüt­zung und För­de­rung fin­det.

3sat ist hier eine unver­zicht­ba­re Aus­nah­me als DER deutsch­spra­chi­ge Kul­tur­ka­nal für Deutsch­land, Öster­reich und die Schweiz.

Der Reform­vor­schlag der Rund­funk­kom­mis­si­on der Län­der scheint ohne Wis­sen und Kennt­nis der viel­fäl­ti­gen unter­schied­li­chen Auf­ga­ben die­ser bei­den Kul­tur­ka­nä­le ent­stan­den zu sein.

Wir for­dern des­halb die Rund­funk­kom­mis­si­on der Län­der sowie die Minis­ter­prä­si­den­tin­nen und ‑prä­si­den­ten drin­gend auf, sich ein­ge­hend mit bei­den Insti­tu­tio­nen zu befas­sen und die­se in ihren Ziel­vor­ga­ben zu stär­ken und finan­zi­ell bes­ser aus­zu­stat­ten sowie ihre Digi­ta­li­sie­rung zu för­dern, anstatt sie zu schwä­chen oder gar zu zer­schla­gen.

Ein Ver­lust von 3sat und somit wich­ti­ger Koope­ra­tio­nen wür­de zwangs­läu­fig noch höhe­re Bedar­fe und Erwar­tun­gen im Bereich der Kul­tur- und Film­för­de­rung der Län­der und Städ­te nach sich zie­hen.

Die pro­fes­sio­nel­le und erfolg­rei­che Aus­bil­dung an Film­hoch­schu­len ist nur dann eine Inves­ti­ti­on in eine viel­ver­spre­chen­de und wett­be­werbs­fä­hi­ge Zukunft, wenn die gut aus­ge­bil­de­ten Talen­te unse­rer Hoch­schu­len in ihren ers­ten Jah­ren nach dem Stu­di­um gera­de durch das öffent­lich-recht­li­che Sys­tem geför­dert und unter­stützt wer­den.

3sat und Arte leis­ten hier – unab­hän­gig von­ein­an­der und mit eige­nen Bud­gets aus­ge­stat­tet – ein unver­zicht­ba­res Enga­ge­ment.

Auch des­halb muss 3sat, bei allen not­wen­di­gen und drin­gend gebo­te­nen zeit­ge­mä­ßen Ver­än­de­run­gen, das eigen­stän­di­ge deutsch­spra­chi­ge Kul­tur­ange­bot blei­ben!