Autor: content_manager_nh

Talen­te benö­ti­gen eine Per­spek­ti­ve

Umset­zung der geplan­ten Inves­ti­ti­ons­ver­pflich­tung drin­gend erfor­der­lich

Stel­lung­nah­me der Film­hoch­schu­len Deutsch­lands zur Umset­zung des FFG

Die Film­bran­che leis­tet einen maß­geb­li­chen kul­tu­rel­len Bei­trag durch zugäng­li­che Wer­ke, die sowohl viel­fäl­ti­ge und inter­kul­tu­rel­le Per­spek­ti­ven unse­rer Gesell­schaft bie­ten als auch für die Ver­mitt­lung demo­kra­ti­scher Grund­wer­te ste­hen. Die Film­in­dus­trie ist in Deutsch­land dar­über hin­aus eine öko­no­misch rele­van­te Grö­ße. Auf rund 120.000 Arbeits­plät­zen erwirt­schaf­ten Film­schaf­fen­de jähr­lich rund 10 Mil­li­ar­den Euro. Bei­de Aspek­te basie­ren auf der künst­le­ri­schen und the­ma­ti­schen Viel­falt des deut­schen Films: Art­house, natio­na­le und inter­na­tio­na­le Block­bus­ter, Talent-, Dokumentar- und Ani­ma­ti­ons­fil­me als Kino-, TV-​Film oder Serie sowohl made in Ger­ma­ny als auch durch Kopro­duk­ti­on mit inter­na­tio­na­len Partner*innen aus Euro­pa und den USA.

Die Film­hoch­schu­len als Gene­ra­tor krea­ti­ver Poten­tia­le

Was haben Maren Ade, Chris­ti­an Pet­zold, Ilker Çatak, Andre­as Dre­sen, Nora Fing­scheidt, Flo­ri­an Hen­ckel von Don­ners­marck und Doris Dör­rie gemein­sam? Sie sind Absolvent*innen einer der sie­ben füh­ren­den deut­schen Film­hoch­schu­len und haben inter­na­tio­na­le Film­ge­schich­te geschrie­ben. Deutsch­lands Film­ta­len­te arbei­ten auf Welt­ni­veau: Regel­mä­ßig gewin­nen ihre Abschluss­fil­me zahl­rei­che inter­na­tio­na­le Film­prei­se, u.a. den hoch­be­gehr­ten „Studenten-​Oscar“, und ran­gie­ren damit auf einem inter­na­tio­na­len Level und berei­chern die eta­blier­te Bran­che. Die jun­gen Talen­te sowie die gesam­te Bran­che benö­ti­gen eine ver­läss­li­che Per­spek­ti­ve, die ihnen auf der Basis des Film­för­de­rungs­ge­setz grund­sätz­lich gege­ben wer­den könn­te, wenn die­ses jetzt wie geplant voll­um­fäng­lich umge­setzt wird.

Die Inves­ti­ti­ons­ver­pflich­tung als Garant pro­duk­tio­nel­ler Res­sour­cen

Das am 1. Janu­ar 2025 in Kraft getre­te­ne Film­för­de­rungs­ge­setz basiert auf der Idee drei­er
Säu­len, von denen bis­her das novel­lier­te Model des nach­hal­tig opti­mier­ten erlös­ba­sier­ten
Abga­be­sys­tems greift. Die wei­te­ren Säu­len, ein steu­er­ba­sier­tes Anreiz­sys­tem, um den Film­stand­ort Deutsch­land inter­na­tio­nal wett­be­werbs­fä­hi­ger zu machen und die Inves­ti­ti­ons­ver­pflich­tung, die Rege­lung, die Akteu­re der Film­bran­che zu Inves­ti­tio­nen in der deut­schen Film­bran­che ver­pflich­tet, ste­hen wei­ter aus. Die Umset­zung ins­be­son­de­re der Inves­ti­ti­ons­ver­pflich­tung steht nun wie­der zur Debat­te und bil­det den maß­geb­li­chen Schritt für eine nach­hal­ti­ge Per­spek­ti­ve der Film­schaf­fen­den durch die Wert­schöp­fung, Inno­va­ti­ons­kraft und Eigen­ka­pi­tal­bil­dung der Bran­che. Die Vertreter*innen der Film­hoch­schu­len in Deutsch­land for­dern die zeit­na­he Imple­men­tie­rung der bereits vor­lie­gen­den Maß­nah­me.

Die Erwei­te­rung der Talent­för­de­rung als Per­spek­ti­ve der Film­bran­che in Deutsch­land

Dar­über hin­aus ist die Novel­lie­rung der Talent­för­de­rung ein wich­ti­ger Schritt für die Per­spek­ti­ve des Nach­wuch­ses: Film­hoch­schu­len sind im aktu­el­len FFG wei­ter­hin von zen­tra­len För­der­instru­men­ten aus­ge­schlos­sen. Dabei wird eine rele­van­te Anzahl von Abschluss­fil­men an den Hoch­schu­len in viel­fäl­ti­gen Kopro­duk­ti­ons­struk­tu­ren mit Pro­duk­ti­ons­fir­men und/​oder TV-​Fernsehanstalten unter markt­üb­li­chen Bedin­gun­gen her­ge­stellt und anschlie­ßend erfolg­reich aus­ge­wer­tet, ohne dass sie im Erfolgs­fall z.B. an der Refe­renz­för­de­rung der FFA par­ti­zi­pie­ren. Die Vertreter*innen der Film­hoch­schu­len for­dern die wei­ter­füh­ren­de Inte­gra­ti­on der Pro­duk­tio­nen der Film­hoch­schu­len in das För­de­rungs­sys­tem durch die zeit­na­he Anpas­sung der Richt­li­ni­en.

Prof. Mathi­as Antl­fin­ger, KHM Köln /​ Dr. Andre­as Bareiß, Film­aka­de­mie Baden-​Württemberg /​ Prof. Kath­rin Lem­me, Ham­burg Media School /​ Wolf Ples­mann, DFFB /​ Nad­ja Rado­je­vic, ifs Inter­na­tio­na­le Film­schu­le Köln /​ Dani­el Spon­sel, HFF Mün­chen /​ Prof. Dr. Susan­ne Stür­mer, Film­uni­ver­si­tät Babels­berg KONRAD WOLF

Zwei Gol­de­ne Lolas für die DFFB beim Deut­schen Kurz­film­preis 2025

Ein groß­ar­ti­ger Abend für die DFFB: Beim Deut­schen Kurz­film­preis 2025 wur­den gleich zwei unse­rer Fil­me mit einer Gol­de­nen Lola aus­ge­zeich­net. GARNELIUS von Julia Ket­el­hut gewann in der Kate­go­rie „mit­tel­lan­ger Film“, wäh­rend MOTHER IS A NATURAL SINNER von Hoda Tahe­ri und Boris Hadži­ja in der Kate­go­rie „Spiel­film bis 15 Minu­ten“ aus­ge­zeich­net wur­de.

Die Jury lob­te GARNELIUS als „ver­stö­rend schö­ne Arbeit“, die mit gro­ßer Ruhe und emo­tio­na­ler Prä­zi­si­on erzählt ist. MOTHER IS A NATURAL SINNER über­zeug­te sie durch sei­ne beson­de­re Mischung aus ana­ly­ti­scher Schär­fe, poe­ti­scher Nähe und außer­ge­wöhn­li­cher Bild­ge­stal­tung.

Auch ICEBERGS von Car­los Perei­ra war nomi­niert – eine Aner­ken­nung, die beim Deut­schen Kurz­film­preis bereits als gro­ßer Erfolg zählt und mit 15.000 Euro dotiert ist.

Wir freu­en uns sehr über die Aus­zeich­nun­gen und gra­tu­lie­ren allen betei­lig­ten Film­schaf­fen­den herz­lich!

Alle nomi­nier­ten und aus­ge­zeich­ne­ten Fil­me wer­den im kom­men­den Jahr im Rah­men der KURZ.FILM.TOUR deutsch­land­weit in kom­mu­na­len Kinos zu sehen sein – nicht ver­pas­sen!

Pho­to Cre­dit: Maxi­mi­li­an Probst

The Euro­pean Alli­ance of Aca­de­mies calls for Reco­gni­ti­on of the vital Con­tri­bu­ti­on of Migrants to Art, Cul­tu­re and Socie­ty

In a state­ment issued fol­lo­wing a con­fe­rence under the title „The Arts and Migration(s): Reflec­tions and Respon­si­bi­li­ties“, which was held in Valletta/​Malta upon invi­ta­ti­on of the Arts Coun­cil Mal­ta from 27 to 29 Octo­ber 2025, the Euro­pean Alli­ance of Aca­de­mies expres­ses its deep con­cern about the incre­asing trans­for­ma­ti­on of Euro­pe into a fort­ress whe­re migrants in their strugg­le for a safer life risk rejec­tion, hosti­li­ty, and death.

The Euro­pean Alli­ance of Aca­de­mies, which was foun­ded five years ago to pro­mo­te and defend artis­tic free­dom and free­dom of speech, urges the inter­na­tio­nal com­mu­ni­ty to reco­g­ni­se the rights of peo­p­le lea­ving their count­ries, and to con­sider migra­ti­on essen­ti­al to our com­mon histo­ry, vital to the sto­ry of human­kind.

Mil­li­ons of peo­p­le are forced to lea­ve their count­ries becau­se of eco­no­mic ine­qua­li­ty, war, per­se­cu­ti­on, flood and drought. The­re is no migra­ti­on cri­sis as we hear too often, but the­re is a poli­ti­cal cri­sis whe­re more and more count­ries bla­me migra­ti­on for the pro­blems they face. The­re is a cli­ma­te cri­sis and the­re is a moral cri­sis as we are living in a world in which wel­co­me and hos­pi­ta­li­ty must be re-intro­du­ced: We have to re-find our civi­li­ty.

Art and cul­tu­re rely upon the free cir­cu­la­ti­on of peo­p­le and ide­as – rest­ric­tion to natio­nal boun­da­ries makes us nar­row-min­ded and one-sided. Ins­tead of clo­sing our eyes to incre­asing pre­ju­di­ce and mis­in­for­ma­ti­on we must open our win­dows and doors. Inde­ed, we must reco­g­ni­se migrants for all they bring to our socie­ties – their life sto­ries, know­ledge and cul­tu­re.

Euro­pean Alli­ance of Aca­de­mies
Mal­ta State­ment
Pho­to Cre­dit: Dar­ren Agi­us

Kino­start am 31. Okto­ber: RIEFENSTAHL von And­res Vei­el

Am Don­ners­tag, den 31. Okto­ber 2024, star­tet die Doku­men­ta­ti­on RIEFENSTAHL von unse­rem lang­jäh­ri­gen Dozen­ten And­res Vei­el in den deut­schen Kinos!

Mit einem ein­zig­ar­ti­gen Zugang zu Leni Rie­fen­stahls Nach­lass eröff­net der Film einen neu­en, kri­ti­schen Blick auf die umstrit­te­ne Regis­seu­rin und ihre Bild­spra­che, die die Ästhe­tik des „Tri­umph des Wil­lens“ und „Olym­pia“ präg­te. Der Film beleuch­tet, wie sie die­se Ästhe­tik nutz­te, um Kör­per­kult und Über­le­gen­heit zu insze­nie­ren, und wie stark ihre Arbei­ten bis heu­te wir­ken. Doku­men­te wie pri­va­te Fil­me, Fotos und Brie­fe zeich­nen ein viel­schich­ti­ges Bild – und zei­gen die Schat­ten­sei­ten einer Frau, die sich selbst stets idea­li­siert dar­stell­te und ihre Nähe zum NS-Regime leug­ne­te.

And­res Vei­el geht damit einer der umstrit­tens­ten Frau­en­fi­gu­ren des 20. Jahr­hun­derts auf den Grund und lädt uns ein, Geschich­te und Gegen­wart neu zu betrach­ten.

Wir gra­tu­lie­ren And­res Vei­el zu die­sem beein­dru­cken­den Werk und wün­schen viel Freu­de im Kino!

Hier geht es zum Trai­ler.

Wir sind umge­zo­gen!

Vor Kur­zem haben wir unse­ren neu­en Stand­ort in Ber­lin Adlers­hof bezo­gen. Unser tem­po­rä­res Zuhau­se befin­det sich nun am Stu­dio 16 in 12489 Ber­lin, wäh­rend ein­zel­ne Abtei­lun­gen, u.a. die Post­pro­duk­ti­on und Seri­al Eyes, bis zum Jah­res­en­de noch am alten Stand­ort am Pots­da­mer Platz tätig sind.

Der Umzug nach Adlers­hof mar­kiert für die DFFB einen wich­ti­gen Schritt. Der Stand­ort­wech­sel bie­tet uns trotz begrenz­ter Büro- und Semi­nar­räu­me zahl­rei­che Chan­cen. Beson­ders das groß­zü­gi­ge Fern­seh­stu­dio, das wir als Aula nut­zen, wird zum neu­en Zen­trum für aka­de­mi­sche Ver­an­stal­tun­gen und den Aus­tausch zwi­schen Stu­die­ren­den, Leh­ren­den und Mit­ar­bei­ten­den.

Ein High­light ist die Wie­der­be­le­bung unse­res Aka­de­mie­mon­tags, an dem wir offe­ne, jahr­gangs­über­grei­fen­de Semi­na­re und Dis­kus­si­ons­run­den anbie­ten. Die­se Tref­fen sol­len das Gemein­schafts­ge­fühl stär­ken und Raum für krea­ti­ven und poli­ti­schen Aus­tausch bie­ten.

Auch die tech­ni­sche Aus­stat­tung wur­de weit­ge­hend an den neu­en Stand­ort ver­la­gert, sodass wir wei­ter­hin eine fun­dier­te und pra­xis­ori­en­tier­te Aus­bil­dung bie­ten kön­nen. Zusätz­lich gibt es Koope­ra­tio­nen mit orts­an­säs­si­gen Part­nern, dar­un­ter ein Kino für Film­sich­tun­gen.

Bis zum Umzug in unser zukünf­ti­ges Quar­tier „Ber­lin Decks“ in Moa­bit, der für Ende 2025 geplant ist, freu­en wir uns dar­auf, die kom­men­den Mona­te pro­duk­tiv in Adlers­hof zu nut­zen und neue Kon­tak­te in der Medi­en­land­schaft und mit der unmit­tel­ba­ren Nach­bar­schaft zu knüp­fen!

Pre­mie­re bei DOK Leip­zig: SONNENSTADT erkun­det die Uto­pie in der sibi­ri­schen Tai­ga

Der Doku­men­tar­film SONNENSTADT von Regis­seu­rin Kris­ti­na Shtu­bert (K: Han­na May­ser) fei­ert sei­ne Welt­pre­mie­re im Deut­schen Wett­be­werb Doku­men­tar­film des renom­mier­ten DOK Leip­zig.

Der Abschluss­film der DFFB, unter­stützt durch die Leucht­stoff-För­de­rung in Zusam­men­ar­beit mit dem rbb und dem Medi­en­board Ber­lin-Bran­den­burg, folgt einer Grup­pe von Men­schen, die in der Abge­schie­den­heit der sibi­ri­schen Tai­ga eine uto­pi­sche Gesell­schaft unter der Füh­rung des selbst­er­nann­ten Mes­si­as Wis­sa­ri­on grün­den. Er beleuch­tet die Suche nach einem neu­en Lebens­mo­dell in einer Welt, die als zuneh­mend unüber­sicht­lich und bedroh­lich wahr­ge­nom­men wird. Ohne kla­re Wer­tung lässt SONNENSTADT dabei Raum für das Publi­kum, sich selbst ein Bild von den Stär­ken und Schwä­chen die­ser Uto­pie zu machen.

Der Film ist für meh­re­re Aus­zeich­nun­gen nomi­niert, dar­un­ter der ver.di-Preis für Soli­da­ri­tät, Mensch­lich­keit und Fair­ness und der MDR Film­preis.

Wir wün­schen gute Scree­nings und drü­cken die Dau­men für die Preis­ver­lei­hung!

Stel­lung­nah­me: Film­hoch­schu­len for­dern den Erhalt von 3sat

Die deut­schen Film­hoch­schu­len (Deut­sche Film- und Fern­seh­aka­de­mie Ber­lin, Film­aka­de­mie Baden-Würt­tem­berg, Film­uni­ver­si­tät Babels­berg KONRAD WOLF, Ham­burg Media School, Hoch­schu­le für Fern­se­hen und Film Mün­chen, ifs Inter­na­tio­na­le Film­schu­le Köln, Kunst­hoch­schu­le für Medi­en Köln) sowie die Film­aka­de­mie Wien, die Zür­cher Hoch­schu­le der Küns­te und die Hoch­schu­le Luzern – Design Film Kunst for­dern ein­dring­lich, die Eigen­stän­dig­keit des deutsch­spra­chi­gen Kul­tur­ka­nals 3sat zu erhal­ten.

Hier geht es direkt zur Peti­ti­on zum Erhalt von 3sat:
https://​innn​.it/​3​sat

Grund­sätz­lich begrü­ßen alle Film­hoch­schu­len not­wen­di­ge Refor­men zur Wei­ter­ent­wick­lung des öffent­lich-recht­li­chen Rund­funks mit Blick auf die Akzep­tanz­stei­ge­rung in wei­ten Tei­len der Gesell­schaft – gera­de bei jün­ge­ren Ziel­grup­pen.

Eine Fusi­on von 3sat mit ARTE mit dem Ziel, Kos­ten zu spa­ren, wie aktu­ell im Dis­kus­si­ons­ent­wurf zur Reform der Öffent­lich-Recht­li­chen von der Rund­funk­kom­mis­si­on der Län­der vor­ge­schla­gen, wür­de das ohne­hin begrenz­te Kul­tur­ange­bot mas­siv schwä­chen. 3sat steht für Kul­tur, d.h. die Ange­bo­te wer­den bestimmt von Kunst‑, For­schungs- und Wis­sens­ver­mitt­lung, Pop- und Hoch­kul­tur, Fik­ti­on und vor allem Doku­men­tar­fil­men. 3sat unter­schei­det sich damit deut­lich vom Arte Sen­de­pro­fil. Eine Ver­schmel­zung mit Arte wür­de zwangs­läu­fig das Ende von 3sat bedeu­ten.

Aus Sicht der Film­hoch­schu­len wäre des­halb vor­ran­gig eine Pro­gramm­stra­te­gie zu emp­feh­len, die der Wei­ter­ent­wick­lung der Auf­trags­er­fül­lung in digi­ta­len Ange­bo­ten gerecht wird.

3sat ist trotz sei­nes ohne­hin gering bud­ge­tier­ten Ange­bots für die Film­hoch­schu­len und für ihre Stu­die­ren­den sowie Alumni/​ae unver­zicht­bar. Neben Kopro­duk­ti­ons­mög­lich­kei­ten, die 3sat jun­gen Filmemacher:innen bie­tet, sorgt 3sat durch die För­de­rung unab­hän­gi­ger Fes­ti­vals und die ent­spre­chen­de Bericht­erstat­tung oft­mals für die ein­zi­ge Sicht­bar­keit jun­ger Talen­te im TV-Ange­bot.

Außer­dem ermög­licht der wich­tigs­te deutsch­spra­chi­ge Kul­tur­ka­nal dank sei­ner part­ner­schaft­li­chen Zusam­men­ar­beit vie­len jun­gen Men­schen ers­te pro­fes­sio­nel­le Schrit­te ins Berufs­le­ben.

Der Film KRUSTE von Jens Kevin Georg hat die­ses Jahr einen Stu­dent Oscar für eine Koope­ra­ti­on mit 3sat gewon­nen (https://​www​.3sat​.de/​f​i​l​m​/​k​l​a​s​s​i​x​s​/​v​i​d​e​o​s​/​k​r​u​s​t​e​-​1​0​0​.​h​tml) – für den gesam­ten Kul­tur­stand­ort Deutsch­land ein Grund, stolz zu sein.

Die Ver­mitt­lung von Kul­tur gehört zu den essen­zi­el­len Auf­ga­ben der Öffent­lich-Recht­li­chen.

Obwohl im letz­ten Rund­funk­än­de­rungs­staats­ver­trag der Kul­tur­auf­trag aus­drück­lich gestärkt wur­de, ent­steht der Ein­druck, dass Kul­tur in den dor­ti­gen TV- und Media­thek-Ange­bo­ten immer weni­ger Unter­stüt­zung und För­de­rung fin­det.

3sat ist hier eine unver­zicht­ba­re Aus­nah­me als DER deutsch­spra­chi­ge Kul­tur­ka­nal für Deutsch­land, Öster­reich und die Schweiz.

Der Reform­vor­schlag der Rund­funk­kom­mis­si­on der Län­der scheint ohne Wis­sen und Kennt­nis der viel­fäl­ti­gen unter­schied­li­chen Auf­ga­ben die­ser bei­den Kul­tur­ka­nä­le ent­stan­den zu sein.

Wir for­dern des­halb die Rund­funk­kom­mis­si­on der Län­der sowie die Minis­ter­prä­si­den­tin­nen und ‑prä­si­den­ten drin­gend auf, sich ein­ge­hend mit bei­den Insti­tu­tio­nen zu befas­sen und die­se in ihren Ziel­vor­ga­ben zu stär­ken und finan­zi­ell bes­ser aus­zu­stat­ten sowie ihre Digi­ta­li­sie­rung zu för­dern, anstatt sie zu schwä­chen oder gar zu zer­schla­gen.

Ein Ver­lust von 3sat und somit wich­ti­ger Koope­ra­tio­nen wür­de zwangs­läu­fig noch höhe­re Bedar­fe und Erwar­tun­gen im Bereich der Kul­tur- und Film­för­de­rung der Län­der und Städ­te nach sich zie­hen.

Die pro­fes­sio­nel­le und erfolg­rei­che Aus­bil­dung an Film­hoch­schu­len ist nur dann eine Inves­ti­ti­on in eine viel­ver­spre­chen­de und wett­be­werbs­fä­hi­ge Zukunft, wenn die gut aus­ge­bil­de­ten Talen­te unse­rer Hoch­schu­len in ihren ers­ten Jah­ren nach dem Stu­di­um gera­de durch das öffent­lich-recht­li­che Sys­tem geför­dert und unter­stützt wer­den.

3sat und Arte leis­ten hier – unab­hän­gig von­ein­an­der und mit eige­nen Bud­gets aus­ge­stat­tet – ein unver­zicht­ba­res Enga­ge­ment.

Auch des­halb muss 3sat, bei allen not­wen­di­gen und drin­gend gebo­te­nen zeit­ge­mä­ßen Ver­än­de­run­gen, das eigen­stän­di­ge deutsch­spra­chi­ge Kul­tur­ange­bot blei­ben!

Zer­ti­fi­kats­ver­lei­hung 2024

Am ver­gan­ge­nen Frei­tag haben wir 23 talen­tier­te und außer­ge­wöhn­li­che Absolvent:innen aus der Stu­di­en­zeit an der DFFB ver­ab­schie­det.

Wir gra­tu­lie­ren den Kameraabsolvent:innen Mari­an­ne Andrea Boro­wiec, Gise­la Tere­sa Gün­ther, Kla­ra Har­den, Nikol Med­ve­cka und Mal­te Sie­pen; den Produktionsabsolvent:innen Marei­ke Sophie Danisch, Sara Fazi­lat, Jan­na Fodor, Char­lot­te Ken­nel, Jonas Neme­la und Bern­hard Schnei­der; den Drehbuchabsolvent:innen Sarah Miro Fischer und Julia Rose Gos­tyn­ski sowie den Regieabsolvent:innen Sanela Arm­strong, Lau­ro Cress, Bas­ti­an Gascho, Eli­ne Geh­ring, You­did Kah­ve­ci, Moritz Krä­mer, Oli­ver Moser, Kris­ti­na Shtu­bert, Agnes Maa­gaard Peter­sen und Bor­bá­la Nagy. Herz­li­chen Glück­wunsch!

Für den neu­en Lebens­ab­schnitt wün­schen wir den jun­gen Produzent:innen, Regisseur:innen, Autor:innen und Kame­ra­leu­ten alles Gute, viel Kraft und jede Men­ge Erfol­ge – und möch­ten sie aus­drück­lich dazu ermu­ti­gen, auch in Zukunft neu­gie­rig, mutig und selbst­be­wusst zu blei­ben!

Mit der hoch­ge­schätz­ten Regis­seu­rin und Autorin Céli­ne Sciam­ma konn­ten wir eine wun­der­ba­re Gast­red­ne­rin gewin­nen. Ihre inspi­rie­ren­den Fil­me wie TOMBOY (2011) und PORTRÄT EINER JUNGEN FRAU IN FLAMMEN (2019) haben bei vie­len von uns einen nach­hal­ti­gen und tie­fen Ein­druck hin­ter­las­sen – genau­so wie die äußerst erfolg­rei­che Mas­ter­class, die sie im ver­gan­ge­nen Stu­di­en­jahr an der DFFB gege­ben hat. Ihre bewe­gen­den Wor­te haben den jun­gen Filmemacher:innen span­nen­de Impul­se mit auf den Weg gege­ben – wir bedan­ken uns sehr herz­lich für die per­sön­li­chen, berüh­ren­den und zukunfts­wei­sen­den Wor­te.

Unser beson­de­rer Dank gilt auch den Absol­ven­tin­nen Julia Rose Gos­tyn­ski und Marei­ke Sophie Danisch, die im Namen ihres Jahr­gangs die Zeit an der DFFB resü­miert und uns mit per­sön­li­chen Erin­ne­run­gen und Anek­do­ten im Rah­men der Rede der Absolvent:innen sehr bewegt haben.

Mit Begeis­te­rung wer­den wir auch nach dem Stu­di­en­ab­schluss die pro­fes­sio­nel­le Ent­wick­lung und die viel­fäl­ti­gen Pro­jek­te unse­rer Absolvent:innen ver­fol­gen. Auf ein bal­di­ges Wie­der­se­hen, let’s stay in touch!

Seri­al Eyes star­tet in die 12. Run­de

In die­ser Woche ist das 9‑monatige Pro­gramm in die 12. Run­de gestar­tet und wir hei­ßen den neu­en Jahr­gang herz­lich will­kom­men.

Wir sind gespannt auf die krea­ti­ve und inspi­rie­ren­de Rei­se, die vor den dies­jäh­ri­gen Teilnehmer:innen liegt. Die­ses Jahr ver­spricht ein span­nen­des Aben­teu­er zu wer­den, das von koope­ra­ti­ver Zusam­men­ar­beit und fri­schen Ideen geprägt ist. Beson­ders stolz sind wir dar­auf, erneut Autor:innen aus ver­schie­de­nen Län­dern wie Por­tu­gal, Grie­chen­land, Frank­reich, den USA, Ungarn, Deutsch­land, Indi­en, Bra­si­li­en und Rumä­ni­en gewon­nen zu haben. Ihre viel­fäl­ti­gen Erfah­run­gen und Per­spek­ti­ven wer­den Seri­al Eyes wei­ter berei­chern und zum Wachs­tum des Pro­gramms bei­tra­gen.

Auf ein inspi­rie­ren­des Jahr!