Autor: content_manager_nh

Abschied von Inge Schnei­der, Wolf­gang Ges­sat, Ire­na Vrkljan und Anna Jus­ti­ce

Sie waren wun­der­ba­re Filmemacher*innen und der DFFB über vie­le Jahr­zehn­te als Stu­die­ren­de, Dozie­ren­de und Wegbegleiter*innen ver­bun­den – nun neh­men wir in stil­ler Trau­er Abschied von Inge Schnei­der (1947–2021), Wolf­gang Ges­sat (1938–2021), Ire­na Vrkljan (1930–2021) und Anna Jus­ti­ce (1962–2021).

Ihre Begeis­te­rung für das Fil­me­ma­chen und ihr gro­ßes Enga­ge­ment für den Film­nach­wuchs wer­den schmerz­lich ver­misst wer­den.

Unse­re Anteil­nah­me gilt ihren Ange­hö­ri­gen, Freun­din­nen und Freun­den.

CHAOS

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Weitere Informationen

 

Kurz­film | 2018 | Deutsch­land | 5 Minu­ten

 

Syn­op­sis

Ein Land­strei­cher, zwei Schwei­ne und ein Jog­ger kämp­fen im Wald gegen die Zeit und um eine Tasche vol­ler Geld.

 

Stab

Regie: Samu­el Auer
Buch: Samu­el Auer
Kame­ra: Lukas Eylandt
Pro­duk­ti­on: Samu­el Auer

 

Director’s State­ment

„Es gibt nur eine Hand­voll Geschich­ten, die wir Fil­me­ma­cher immer und immer wie­der erzäh­len. Daher befin­de ich mich als Regis­seur stän­dig auf der Suche nach ande­ren For­men, um die­se zu erzäh­len. Seit lan­gem woll­te ich einen Film schaf­fen, der sowohl vor­wärts als auch rück­wärts gese­hen wer­den kann und sich erst bei mehr­ma­li­gem sehen voll­stän­dig ent­fal­tet. CHAOS ist unser Ver­such, Zeit anders zu ver­ste­hen und wirft die Fra­ge auf, ob sie über­haupt line­ar zu lesen ist? Außer­dem woll­ten mein Kame­ra­mann, Lukas Eylandt, und ich schon lan­ge einen Gen­re­film dre­hen und sahen dies als Chan­ce fil­misch das Gangs­ter-Gen­re zu dekon­stru­ie­ren, einen Bank­raub zu erzäh­len, ohne ihn je zu sehen, und Mär­chen mit Noir-Ele­men­ten zu mischen.“ – Samu­el Auer

EXIT

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Weitere Informationen

 

Kurzfilm/​Dokumentation | 2017 | Deutschland/​Israel | 24 Minu­ten

 

Syn­op­sis

EXIT erzählt den Aus­stieg zwei­er Frau­en aus dem ultra-ortho­do­xen Juden­tum. Mit der Ent­schei­dung das streng reli­giö­se Leben hin­ter sich zu las­sen, ver­lie­ren sie alles, auch ihre Kin­der.

 

Stab

Regie: Katha­ri­na Woll
Buch: Katha­ri­na Woll
Kame­ra: Dani­el Bin­s­ted
Pro­duk­ti­on: Mar­kus Kaatsch, Dana Gal

BIESTER

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Weitere Informationen

 

Kurz­film | 2014 | Deutsch­land | 22 Minu­ten

 

Syn­op­sis

Die drei­zehn­jäh­ri­ge LIA ist frisch ver­liebt in den vier­zehn­jäh­ri­gen ADAM und eigent­lich gibt es über­haupt kein Pro­blem. Adam ist der begehr­tes­te Jun­ge an der Schu­le, er ist super hübsch, super intel­lek­tu­ell, super sport­lich und inter­es­siert sich nur für Lia. War­um, weiss Lia nicht. Irgend­was stimmt ein­fach nicht mit ihr, davon ist sie seit jeher über­zeugt. Und es wird auch nicht mehr lan­ge dau­ern, bis Adam das her­aus­fin­det. Auch davon ist sie über­zeugt. Und dann tritt die lang erwar­te­te Kata­stro­phe tat­säch­lich ein. Adams Eltern schen­ken den bei­den Kar­ten für die Oper und bestehen dar­auf, dass auch Lias Eltern mit­kom­men. Aber das geht nicht, denn Lias Eltern sind Tie­re! Sie haben War­zen am Kinn, ein dunk­les Fell am gan­zen Kör­per, essen klei­ne Mäu­se zum Abend­brot und waren in ihrem gan­zen Leben noch nie in der Oper. Lia ist sich sicher: Adam wird sich von ihr tren­nen, sobald er sie ken­nen lernt. Also mie­tet sich Lia in einer Agen­tur ein­fach neue Eltern. Die sind per­fekt, aller­dings laden sie Adams Eltern nach der Oper zu sich nach Hau­se ein. Lia schafft es gera­de noch so, ihre ech­ten Eltern in den Kel­ler zu sper­ren und das Spek­ta­kel nimmt sei­nen Lauf. Bis irgend­wann alles aus den Fugen gerät und Lia Kral­len an Hän­den und Füs­sen und ein dich­tes Fell am gan­zen Kör­per wach­sen …

 

Stab

Regie: Rebe­ca Ofek
Buch: Ines Ber­wing
Kame­ra: Albrecht von Grün­ha­gen
Pro­duk­ti­on: Rebe­ca Ofek

GLÜCKSKIND

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Weitere Informationen

 

Kurzfilm/​Dokumentation | 2017 | Deutsch­land | 5 Minu­ten

 

Syn­op­sis

GLÜCKSKIND ist ein Por­trait des Ber­li­ner Künst­lers Kol­ja Kug­ler, der Skulp­tu­ren und Robo­ter aus Schrott baut.

 

Stab

Regie: Samu­el Auer
Buch: Samu­el Auer
Kame­ra: Tobi­as Gae­de
Pro­duk­ti­on: Tobi­as Gae­de

DER GESELLSCHAFTER

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Weitere Informationen

 

Kurz­film | 2017 | Deutsch­land | 15 Minu­ten

 

Syn­op­sis

Wohin gehen wenn nicht zur Arbeit? Eines Mor­gens, auf einem Park­platz irgend­wo in Deutsch­land, ent­schei­det sich ein Mann nicht aus sei­nem Wagen zu stei­gen, son­dern in den Wald zu flie­hen. Getrie­ben von der Sehn­sucht aus­zu­bre­chen und auf der Suche nach etwas Wirk­lich­keit und Natur beginnt eine phan­tas­ti­sche Rei­se durch den Wald. Ein sur­rea­lis­ti­scher Film in sechs Epi­so­den über einen Men­schen, der aus der Gesell­schaft aus­steigt, um Natur und sich selbst zu fin­den.

 

Stab

Regie: Tan­ja Egen
Buch: Tan­ja Egen
Kame­ra: Katha­ri­na Schel­ling
Pro­duk­ti­on: Jen­ni­fer Egen, Katha­ri­na Schel­ling

Fünf Pro­duk­tio­nen mit DFFB Betei­li­gung bei der Ber­li­na­le 2021

Es ist wie­der soweit: Die 71. Inter­na­tio­na­len Film­fest­spie­le Ber­lin ste­hen in den Start­lö­chern. Pan­de­mie­be­dingt fin­det das Fes­ti­val in die­sem Jahr zwei­ge­teilt mit einem vir­tu­el­len Bran­chen­event im März und ein Publi­kums­fes­ti­val im Juni statt. In die­sen Zei­ten freu­en wir uns um so mehr, dass ful­mi­nan­te Pro­duk­tio­nen mit Betei­li­gung zahl­rei­cher DFFB Alum­ni in den ver­schie­dens­ten Sek­tio­nen zu sehen sein wer­den.

 

Sek­ti­on: Encoun­ters

12 Fil­me, dar­un­ter 7 Debüt­fil­me, wur­den in den Encoun­ters-Wett­be­werb, der die­ses Jahr zum zwei­ten Mal statt­fin­det, ein­ge­la­den.

Einer die­ser Fil­me ist BLUTSAUGER von Juli­an Radl­mai­er, der auf dem Fes­ti­val sei­ne Welt­pre­mie­re fei­ern wird. Gemein­sam mit sei­nen ehe­ma­li­gen Kom­mi­li­to­nen Kirill Kra­sov­ski (Pro­du­cer) und Mar­kus Koob (DoP) hat er die Geschich­te eines mit­tel­lo­sen sowje­ti­schen Flücht­lings, der sich in eine jun­ge, wohl­ha­ben­de deut­sche Vam­pi­rin ver­liebt, die mit ihrer unbe­hol­fe­nen Assis­ten­tin den Som­mer am Meer ver­bringt, auf gan­ze wun­der­vol­le Wei­se zum Leben erweckt. Alex­and­re Kobe­r­id­ze, Regis­seur und jüngst auch Absol­vent der DFFB, steht in Blut­sauger als Haupt­dar­stel­ler vor der Kame­ra.

Mit DAS MÄDCHEN UND DIE SPINNE von Ramon und Sil­van Zür­cher, die bei­de bei uns stu­diert haben, ist ein Film aus der Schweiz um den „Preis für den Bes­ten Film“, die „Bes­te Regie“ sowie den „Spe­zi­al­preis der Jury“ im Ren­nen. Alex­an­der Haß­kerl (DoP) hat den tra­gi­ko­mi­schen Kata­stro­phen­film, eine poe­ti­sche Bal­la­de über Ver­än­de­rung und Ver­gäng­lich­keit, mit der Kame­ra ein­ge­fan­gen.

 

Sek­ti­on: Pan­ora­ma

In die­ser Sek­ti­on wer­det ihr mit Mar­tin Heis­ler auf ein wei­te­res bekann­tes Gesicht sto­ßen. Als Pro­du­cer wirkt er mit an Hen­ri­ka Kulls Spiel­film GLÜCK, der ein­dring­lich von der Lie­bes­ge­schich­te zwei­er Sex­ar­bei­te­rin­nen erzählt. Auch die­ser Film wird im Rah­men der Ber­li­na­le das ers­te Mal zu sehen sein.

 

Sek­ti­on: Per­spek­ti­ve Deut­sches Kino

Der Doku­men­tar­film WHEN A FARM GOES AFLAME von Alum­nus Jide Tom Akin­le­mi­nu fei­ert sei­ne Welt­pre­mie­re in der „Per­spek­ti­ve Deut­sches Kino“ und erzählt sehr per­sön­lich vom Dop­pel­le­ben eines Fami­li­en­va­ters und beglei­tet die Figu­ren ein­fühl­sam auf dem Weg der emo­tio­na­len Hei­lung.

JESUS EGON CHRISTUS von David und Saša Vaj­da wer­den in der Per­spek­ti­ve Deut­sches Kino ihre Welt­pre­mie­re fei­ern. Unse­re Stu­den­tin Anto­nia Lan­ge ist die Kame­ra­frau des inti­men Dra­mas über die Ein­sam­keit einer Psy­cho­se und eine Grup­pe Jun­kies auf Ent­zug. 

 

Wir gra­tu­lie­ren unse­ren Stu­die­ren­den und Alum­ni und hof­fen sehr, ganz bald alle Fil­me auf der gro­ßen Lein­wand sehen zu kön­nen!

 

Pho­to Cre­dit: WHEN A FARM GOES AFLAME © Jide Tom Akin­le­mi­nu 

Stu­den­ti­sche Webse­rie „TALES FROM THE BLUE BUS“ jetzt bei ARTE online

„TALES FROM THE BLUE BUS – GESCHICHTEN AUS ACCRA“ erzählt von der tra­gi­schen Rei­se sie­ben Frem­der in einem alten blau­en Bus, der von einer rach­süch­ti­gen Göt­tin mit einem Fluch belegt wur­de. Die afri­ka­nisch-euro­päi­sche Webse­rie wur­de gemein­sam von Stu­die­ren­den der DFFB, dem Natio­nal Film and Tele­vi­si­on Insti­tu­te (Gha­na) und dem Mai­sha Film Lab (Ugan­da) ent­wi­ckelt und pro­du­ziert.

 

Auf der Meta­ebe­ne wird erzählt von den gesamt­ge­sell­schaft­li­chen Ver­än­de­rungs­pro­zes­sen und den damit ver­bun­de­nen per­sön­li­chen Her­aus­for­de­run­gen, mit denen sich gera­de jun­ge Men­schen in West­afri­ka kon­fron­tiert sehen. Die The­men Iso­la­ti­on und Ver­ant­wor­tung zie­hen sich dabei wie ein roter Faden durch alle Fol­gen. Doch die Film­spra­che der Stu­die­ren­den ist jung und roh und kre­iert ein außer­ge­wöhn­li­ches Seh­erleb­nis fern­ab der Kon­ven­tio­nen eta­blier­ter Repor­ta­ge- und Hoch­glanz­pro­duk­tio­nen.

Ent­wi­ckelt wur­de die Serie von 15 stu­den­ti­schen Filmemacher*innen aus Deutsch­land, Gha­na und Ost­afri­ka. In meh­re­ren Deve­lo­p­ment-Work­shops in Gha­na und Ugan­da hat das Team – bestehend aus jun­gen Filmemacher*innen aus Accra, Kam­pa­la und Ber­lin – zusam­men die Geschich­ten wei­ter­ent­wi­ckelt. Für die Umset­zung war ein Show­run­ner aus Ugan­da zustän­dig; die Regie ver­ant­wor­te­ten Stu­die­ren­de aus Gha­na und Ber­lin. Das Film­team vor Ort umfass­te ca. 50 Stu­die­ren­de des NAFTI. Unter­stützt und geför­dert wur­de die Grup­pe vom Bun­des­mi­nis­te­ri­um für wirt­schaft­li­che Zusam­men­ar­beit und Ent­wick­lung und der Deut­schen Wel­le Aka­de­mie.

Und hier geht’s zur Serie – habt viel Ver­gnü­gen!

Abschied von DFFB Alum­nus und Dozent David Slama

Auch die DFFB ver­ab­schie­det sich mit schwe­rem Her­zen von ihrem Alum­nus und ehe­ma­li­gen Dozen­ten David Slama. Der Fil­me­ma­cher ist am 15. Okto­ber im Alter von 74 Jah­ren gestor­ben.

Nach sei­nem Stu­di­um bei Micha­el Ball­haus und Peter Stein an der Deut­schen Film- und Fern­seh­aka­de­mie Ber­lin wirk­te David Slama als Kame­ra­mann an über 80 Spiel- und Fern­seh­fil­men mit und arbei­te­te dabei u.a. mit Luc Bon­dy, Rein­hard Hauff, Harun Faro­cki und Mar­tin Scor­se­se zusam­men. Er zählt zu Recht den den bedeu­tends­ten Kame­ra­män­nern des deutsch­spra­chi­gen Films.

Par­al­lel zu sei­ner künst­le­ri­schen Arbeit unter­rich­te­te David Slama an der DFFB, der Uni­ver­si­tät Ham­burg, der Fach­hoch­schu­le Dort­mund und der Fach­hoch­schu­le Han­no­ver. Seit 2010 war er Pro­fes­sor für Kame­ra an der IFS Köln und Mit­glied der Deut­schen Film­aka­de­mie.

Sei­ne Begeis­te­rung fürs Fil­me­ma­chen und ins­be­son­de­re sein gro­ßes Enga­ge­ment für den Film­nach­wuchs wer­den schmerz­lich ver­misst wer­den.